Ferrexpo: Solactive streicht Aktie aus Benchmarks
Veröffentlicht am: 08.08.2026 um 19:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Eisenerz-Produzent Ferrexpo kämpft an zwei Fronten ums Überleben. In der Ukraine stehen die Minen still, an der Londoner Börse droht die Bedeutungslosigkeit. Ohne sichere Exportwege und mit schwindenden Bargeldreserven wird die Lage kritisch.
Indexanbieter Solactive strich die Aktie Ende Juli aus seinen Benchmarks. Die Bewertung erfolgte dabei mit null. Hintergrund ist der seit Mai 2026 ausgesetzte Handel an der Londoner Börse. Dem Konzern fehlten für die Aufrechterhaltung der Notierung testierte Finanzberichte.
Die logistischen Risiken im Schwarzen Meer sind derweil zu hoch. Ferrexpo hat die Förderung in der Ukraine deshalb komplett eingestellt. Ein Vorfall mit einem Frachter über 55.000 Tonnen Pellets verdeutlichte die Gefahr. Aktuell bedient das Unternehmen seine europäischen Kunden nur noch aus Vorräten.
Steuerstreit und Liquiditätsengpass
Erschwerend kommt ein massiver Steuerstreit hinzu. Ukrainische Behörden fordern umgerechnet 788 Millionen US-Dollar wegen angeblicher Verstöße bei Währungskontrollen. Die verfügbaren Mittel des Konzerns reichen voraussichtlich nur bis Mitte September 2026. Eine Wiederaufnahme des Betriebs erfordert zwingend neues Kapital.
Das Management strebt eine Kapitalerhöhung über 100 Millionen US-Dollar an. Der im August 2026 erwartete Halbjahresbericht muss zudem den Produktionsrückgang von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufarbeiten. Ohne neue Finanzierung und geprüfte Zahlen bleibt die Aktie vom Handel ausgeschlossen.
Ferrexpo-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrexpo-Analyse vom 8. August liefert die Antwort:
Die neusten Ferrexpo-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrexpo-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ferrexpo: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
