First Phosphate Aktie: 198,5 Millionen Tonnen Ressourcen
Veröffentlicht am: 30.08.2026 um 17:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
First Phosphate treibt sein Flaggschiffprojekt Bégin-Lamarche mit klaren Zeitmarken voran. In einem Medieninterview am Samstag erklärte Firmenchef John Passalacqua, das Unternehmen strebe die Fertigstellung einer Machbarkeitsstudie für das Projekt bis Ende 2026 oder Anfang 2027 an. Die endgültige Investitionsentscheidung soll demnach Ende 2027 fallen. Damit liefert der Vorstand erstmals einen konkreten Zeitplan für die kommenden Projektphasen.
Ressourcenbasis als Fundament der Studie
Grundlage für diesen Fahrplan ist der technische Bericht, den First Phosphate nach kanadischem Standard NI 43-101 eingereicht hat und der die indizierten Mineralressourcen bei Bégin-Lamarche auf 198,5 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 6,00 Prozent P?O? beziffert.
Ergänzend weist der Bericht metallurgische Testergebnisse aus: Ein Apatitkonzentrat mit 40,4 Prozent P?O?-Gehalt, eine Prozessausbeute von 88 Prozent und eine Umwandlungsrate von 91,1 Prozent zu batterietauglicher Phosphorsäure. Diese Werte sollen die technische Machbarkeit der geplanten Produktion untermauern, bevor die Machbarkeitsstudie selbst vorgelegt wird.
Für die zweite Jahreshälfte 2026 hat First Phosphate zudem ein Infill-Bohrprogramm über 10.000 Meter sowie geomechanische Untersuchungen angekündigt, eingebettet in einen Arbeitsplan mit einem Volumen von 20,36 Millionen kanadischen Dollar. Diese Arbeiten sollen die Datenbasis für die anstehende Studie weiter absichern.
Finanzielle Ausstattung stützt den Zeitplan
Die Analysten von Emerging Growth Research bekräftigten am 17. August eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 4,94 kanadischen Dollar und verwiesen dabei auf eine Barposition von 30 Millionen kanadischen Dollar sowie auf nicht rückzahlbare Bundeszuschüsse von insgesamt 21,5 Millionen kanadischen Dollar.
Diese Mittel sollen die laufenden Explorations- und Studienarbeiten finanzieren, ohne dass das Unternehmen kurzfristig auf zusätzliches Kapital angewiesen wäre.
Der Sektor rund um First Phosphate bleibt in Bewegung: CHS Inc. und OCP North America, eine Tochtergesellschaft der marokkanischen OCP Group, kündigten den Bau einer Phosphatdüngeranlage im Wert von 450 Millionen US-Dollar in Waggaman im US-Bundesstaat Louisiana an – die erste derartige Anlage in den USA seit vier Jahrzehnten.
Für First Phosphate unterstreicht dies den strategischen Stellenwert nordamerikanischer Phosphatprojekte, auch wenn das kanadische Unternehmen mit Fokus auf batteriefähiges Material einen anderen Absatzmarkt anvisiert.
Kursreaktion bleibt volatil
Am vergangenen Dienstag hoben Analysten von Noble Capital Markets die gestärkte Ausgangslage für den Übergang zur Machbarkeitsstudie hervor, die Aktie legte seither um 4,0 Prozent zu. Auch die vor rund zwei Wochen erfolgte Hochstufung der American Depositary Receipts in das Nasdaq Global Market Segment trieb den Kurs an – seither steht ein Plus von 27,1 Prozent zu Buche.
Am Freitag schloss die Aktie bei 1,57 Euro, ein Tagesminus von 3,1 Prozent, nachdem sie sich binnen 30 Tagen um 79 Prozent verteuert hatte. Zum bisherigen Jahreshoch von 1,73 Euro, erreicht am 24. August, fehlen der Aktie derzeit 9,4 Prozent.
Die hohe Schwankungsbreite dürfte anhalten, solange konkrete Fortschritte bei der Machbarkeitsstudie ausstehen. Mit dem nun genannten Zeitfenster bis Ende 2026 oder Anfang 2027 rückt für Anleger ein erster verlässlicher Meilenstein in greifbare Nähe, an dem sich die Bewertung des Projekts neu justieren dürfte.
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