First Phosphate Aktie: Peer-Review bestätigt Batterieeignung
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 07:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Wissenschaftliche Bestätigung für das kanadische Explorationsprojekt Bégin-Lamarche: Eine gestern im Fachblatt Ore Geology Reviews erschienene Peer-Review-Studie bescheinigt dem Phosphatvorkommen im Norden Québecs eine hohe Eignung für die Batterieindustrie. Das von Forschern der Queen's University und der Université du Québec à Chicoutimi verfasste Gutachten unterstreicht die besondere Zusammensetzung des dortigen Erzes. An der Börse schloss die Aktie von First Phosphate den gestrigen Handelstag mit einem Zuwachs von 7,8 Prozent bei 1,50 Euro ab.
Hohe Konzentration und geringe Verunreinigungen
Die wissenschaftliche Untersuchung widmete sich den Zonen Mountain, North und South des Projekts, welche Teil der Lac-Saint-Jean-Anorthosit-Suite sind. Dabei bestätigten die Autoren den magmatischen Ursprung der Vererzung, bei der Apatit das primäre Phosphatmineral darstellt.
Laboranalysen ergaben für das gewonnene Konzentrat einen Gehalt von rund 40 Prozent Phosphorpentoxid. Dieser Wert liegt über dem weltweiten Branchendurchschnitt für magmatische Phosphatkonzentrate.
Entscheidend für Anleger und potenzielle Abnehmer ist jedoch vor allem die chemische Reinheit des Materials. Im Gegensatz zu weit verbreiteten sedimentären Lagerstätten weist das Gestein bei Bégin-Lamarche lediglich sehr geringe Spuren von Chlor und anderen schädlichen Elementen auf.
Das Material eignet sich dadurch insbesondere für die Herstellung hochreiner, gereinigter Phosphorsäure, die als wichtiger Vorläuferstoff für Lithium-Eisen-Phosphat-Kathoden in Batteriezellen benötigt wird.
Tagebau-Potenzial und Zeitplan
Aufgrund der Geometrie, der Mächtigkeit sowie der oberflächennahen Lage der Mineralisierung deuten die geologischen Gegebenheiten auf die Machbarkeit eines Tagebaus hin.
Verbindliche Aussagen darüber bleiben jedoch künftigen ingenieurtechnischen Studien und der weiteren Minenplanung vorbehalten. Chefgeologe Steeve Lavoie begleitete die Freigabe der wissenschaftlichen Ergebnisse in seiner Funktion als qualifizierte Person gemäß dem kanadischen Standard NI 43-101.
Die bisherigen Modellierungen und Ressourcenschätzungen des Unternehmens stützen sich auf Bohrprogramme mit einem Gesamtumfang von mehr als 65.000 Metern. Für die weitere Erschließung des Areals peilt First Phosphate die Vorlage einer umfassenden Machbarkeitsstudie bis Ende 2026 oder Anfang 2027 an. Die Genehmigungsverfahren sowie die formale Investitionsentscheidung für das Minen- und Verarbeitungsvorhaben sind für Ende 2027 vorgesehen.
Finanzielle Unterstützung für die Erschließung
Rückenwind für das Vorhaben zeichnet sich auch auf finanzierungsseitiger Ebene ab. Im laufenden Monat erhielt das Explorationsunternehmen eine Absichtserklärung der Schweizer Exportrisikoversicherung über eine potenzielle Finanzierungshilfe in Höhe von rund 212,5 Millionen US-Dollar. Die Mittel sollen im Erfolgsfall in den Bau der Mine sowie der dazugehörigen Verarbeitungsanlage fließen.
Mit dem Rückenwind aus der Projektentwicklung hat sich die Marktbewertung des Titels seit Jahresanfang mit einem Plus von 112 Prozent mehr als verdoppelt. Ob das Projekt seinen Zeitplan bis zur geplanten Investitionsentscheidung Ende 2027 halten kann, hängt nun maßgeblich von den anstehenden Genehmigungsschritten und der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie ab.
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