FLSmidth, Aktie

FLSmidth Aktie: Prognose nach oben korrigiert

Veröffentlicht am: 19.08.2026 um 09:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de

FLSmidth überrascht mit starkem Q2 und hebt die Jahresprognose an. Analysten zeigen sich beeindruckt, während der operative Cashflow hinter den Erwartungen zurückbleibt.

FLSmidth hebt Jahresprognose an: Starkes Q2 übertrifft Erwartungen
Moderne Industrieanlage bei Sonnenuntergang als Symbol für positives Marktwachstum. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Ein Auftragseingang, der zweistellig wächst, eine Marge, die deutlich über den Erwartungen liegt, und eine Prognoseanhebung noch vor der Jahresmitte — FLSmidth liefert mit den Halbjahreszahlen einen Report, der Analysten regelrecht überrascht hat.

Der dänische Bergbauzulieferer meldete für das zweite Quartal einen organischen Auftragseingang von 4,0 Milliarden dänischen Kronen, ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Umsatz kletterte organisch um 16 Prozent auf 3,9 Milliarden Kronen. Besonders die bereinigte EBITA-Marge sticht heraus: Mit 17,3 Prozent lag sie 22 Prozent über dem von FLSmidth selbst erhobenen Konsens.

Jefferies-Analysten sprachen von einem sehr starken Update, bei dem Auftragseingang, Umsatzwachstum und Marge die Erwartungen komfortabel übertroffen hätten. Zwar sei der Markt bei der Margen-Guidance bereits am oberen Ende positioniert gewesen, dennoch dürften nur geringe Anpassungen bei den Konsensschätzungen folgen.

Guidance angehoben, Cashflow schwächelt

FLSmidth erwartet für das Gesamtjahr 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum von 0 bis 4 Prozent, nach zuvor minus 1 bis 4 Prozent. Die Marge soll zwischen 16,0 und 16,5 Prozent liegen, ebenfalls eine Anhebung gegenüber der bisherigen Spanne.

Innerhalb der Sparten zeigt sich ein gemischtes Bild: Service und die Pumpen-Sparte PC&V laufen robust, während das Produktgeschäft wegen eines geschrumpften Auftragsbestands weiter mit einem Rückgang von minus 15 bis minus 5 Prozent rechnet.

Ein Wermutstropfen bleibt der operative Cashflow. Er fiel im zweiten Quartal auf minus 84 Millionen Kronen, weit unter dem Konsens von 258 Millionen Kronen. Ursache war ein Anstieg des Working Capitals — ein Punkt, den es in den kommenden Quartalen im Auge zu behalten gilt.

CEO Toni Laaksonen verwies zudem auf eine sich aufhellende Projektpipeline im Kupfer- und Goldsegment, die die kurz- bis mittelfristigen Aussichten stützen soll.

Parallel zu den Zahlen baut das Unternehmen sein Führungsteam aus: Lise Linnebjerg übernimmt zum 1. November 2026 die neu geschaffene Position der Chief People Officer und soll die Kultur- und Talentstrategie für die angekündigte Wachstumsphase mit organischer Expansion und geplanten Zukäufen mitgestalten.

Die Halbjahreszahlen wurden am Vormittag in einer Analystenkonferenz mit CEO Laaksonen und CFO Roland M. Andersen erläutert. Für die zweite Jahreshälfte bleibt entscheidend, ob sich die Stärke in Service und PC&V fortsetzt und ob sich der Cashflow wieder normalisiert.

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