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Fluence Energy Aktie: Prognose bricht ein

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 22:59 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Fluence Energy reduziert die Ziele fĂŒr 2026 deutlich. Verzögerungen in Houston belasten Umsatz und bereinigtes EBITDA erheblich.

Fluence Energy senkt Prognose: Houston belastet Umsatz und EBITDA
Moderne Energieinfrastruktur und Stromleitungen in der DĂ€mmerung als Symbol fĂŒr den Energiesektor Illustration mit AI erstellt.

Ein Termin, den Anleger von Fluence Energy so nicht erwartet hatten: Am Mittwochabend kappte der Energiespeicher-Spezialist seine Jahresprognose massiv und schickte die Aktie im nachbörslichen Handel um bis zu 22 Prozent nach unten. Der Auslöser sitzt in Texas – und er wiegt schwerer als bisher angenommen.

Houston bremst das GeschÀft aus

Fluence rechnet fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026 nur noch mit rund 2,4 Milliarden Dollar Umsatz, statt der zuvor avisierten 3,0 Milliarden Dollar. Noch drastischer fĂ€llt die Korrektur beim bereinigten EBITDA aus: Statt eines Verlusts von etwa 10 Millionen Dollar erwartet der Konzern nun ein Minus von rund 200 Millionen Dollar. Verantwortlich dafĂŒr sind anhaltende Verzögerungen beim Hochfahren der Vertragsfertigung in Houston.

CEO Julian Nebreda betonte, die Nachfrage nach den Produkten bleibe sowohl im Inland als auch international robust, auch die internationale Lieferkette laufe stabil. Das Problem liegt demnach isoliert bei der US-Fertigung. Der Auftragsfertiger habe bereits Korrekturmaßnahmen eingeleitet, die Tagesproduktion sei dadurch gestiegen – Besserung ist also angekĂŒndigt, aber offenbar noch nicht ausreichend eingetreten.

Parallel zur Prognosekappung verkĂŒndete Fluence die Berufung von Bernerd Da Santos zum neuen Chief Operating Officer. Der frĂŒhere AES-Manager soll kĂŒnftig Kundenerfolg, Produkt, Lieferkette, Fertigung und operative AblĂ€ufe verantworten. Die zeitliche NĂ€he zur Gewinnwarnung lĂ€sst sich kaum als Zufall lesen – Marktbeobachter werten den Personalwechsel als Signal fĂŒr tiefere operative Probleme, die ĂŒber reine Lieferkettenverzögerungen hinausgehen.

Analysten hatten bereits gewarnt

Die Kurskorrektur trifft eine Aktie, die schon vor der Meldung unter Druck stand. Barclays hatte die Einstufung zuvor auf "Underweight" gesenkt, Piper Sandler startete die Coverage mit derselben skeptischen Note, und Mizuho reduzierte sein Kursziel auf 8 Dollar. Vor diesem Hintergrund wirkt die aktuelle Prognosekappung wie die BestÀtigung dessen, wovor die Analysten bereits gewarnt hatten.

CFO Ahmed Pasha versuchte, den Fokus auf die Substanz zu lenken: PrioritĂ€t sei es, den bestehenden Auftragsbestand in Umsatz und Cashflow umzuwandeln und dabei ohne externes Kapital auszukommen. Einen detaillierten GeschĂ€ftsplan fĂŒr 2027 will Fluence erst zusammen mit den Jahreszahlen fĂŒr 2026 vorlegen.

Bis dahin bleibt die zentrale Frage, wie schnell sich die Produktionsprobleme in Houston tatsĂ€chlich lösen lassen – und ob die robuste Nachfrage, von der Nebreda spricht, sich in den kommenden Quartalen auch in den Zahlen niederschlĂ€gt.

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