Flughafen Wien Aktie: Landtag fordert Ende der Flugabgabe
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 19:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Forderung nach Abschaffung der Flugabgabe erhält politische Unterstützung: Der niederösterreichische Landtag hat gestern einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag beschlossen. Für Flughafen Wien rückt damit eine mögliche Entlastung im Wettbewerb in den Blick. Beschlossen ist die Abschaffung jedoch nicht. Die Aktie verzeichnet heute eine Tagesveränderung von -2,7%; ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem politischen Vorstoß ist nicht belegt.
Landtag unterstützt Forderung des Vorstands
Medienberichten zufolge trugen ÖVP, FPÖ, SPÖ und NEOS den Antrag gemeinsam. Er fordert die Bundesregierung auf, die Flugabgabe ersatzlos abzuschaffen. Damit greift das Landesparlament eine Forderung auf, der sich die Flughafen-Wien-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner am Sonntag angeschlossen hatten.
Der Vorstoß betrifft eine zentrale Wettbewerbsdebatte des Flughafens. Jäger und Ofner verwiesen auf rückläufige Passagierzahlen in Wien und Zuwächse am Flughafen Bratislava. Auch die Wiener Wirtschaftskammer begrüßte am Montag die Forderung, die Abgabe zu überdenken. Sie sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für heimische Unternehmen und den Flughafen Wien.
Der heute veröffentlichte Medienbericht zum Landtagsbeschluss nennt für Wien-Schwechat einen Passagierrückgang von 4,5 % in den ersten neun Monaten 2026. Für Bratislava wird dagegen ein Zuwachs von 99 % angeführt.
Für Anleger ist dabei die Unterscheidung zwischen politischer Unterstützung und tatsächlicher Entlastung entscheidend. Der Antrag richtet eine Forderung an die Bundesregierung. Eine bereits wirksame Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lässt sich daraus nicht ableiten.
Weniger Flugangebot belastet den Verkehr
Die am 13. Oktober veröffentlichten Verkehrszahlen verdeutlichen den operativen Druck. Im September sank das Passagieraufkommen am Standort Wien um 7,5 % auf 2.910.597. Für die gesamte Gruppe meldete Flughafen Wien einen Rückgang um 2,0 %.
Als wesentliche Ursachen nannte das Unternehmen ein reduziertes Angebot der Billigfluggesellschaften sowie eingeschränkte Verbindungen wegen der anhaltenden Krise im Nahen und Mittleren Osten. Die Steuerdebatte adressiert damit nicht sämtliche Belastungen des Verkehrs. Neben den Standortbedingungen spielen auch das Flugangebot und die internationalen Verbindungen eine Rolle.
November-Zahlen als nächster Prüfstein
Am 19. November stehen die Ergebnisse für Q1–Q3 2026 und die Verkehrszahlen für Oktober 2026 an. Damit folgen sowohl Finanzkennzahlen als auch ein weiterer Einblick in die Passagierentwicklung.
Für die Bewertung der Aktie wird dann relevant, wie sich der schwächere Verkehr im Geschäft niederschlägt. Bis dahin ist die politische Initiative vor allem eine Forderung nach besseren Wettbewerbsbedingungen – noch keine umgesetzte Entlastung für Flughafen Wien.
Flughafen Wien-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Flughafen Wien-Analyse vom 23. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Flughafen Wien-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Flughafen Wien-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Flughafen Wien: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
