Flughafen Zuerich Aktie: Ersatzbusse ergÀnzen die Skymetro
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 15:49 Uhr | Redaktion boerse-global.deAm Flughafen ZĂŒrich treffen steigende Flugbewegungen auf EinschrĂ€nkungen im Betrieb. Am Dienstag begann die zweite Bauetappe der Skymetro-Modernisierung. Zugleich drohen beim Bodenabfertiger Swissport Arbeitskampfmassnahmen. FĂŒr Anleger steht damit neben dem Verkehrswachstum die Frage im Mittelpunkt, wie sich diese Belastungen auf den Flughafenbetrieb auswirken.
Weniger KapazitÀt bei der Skymetro
Nach Angaben der Flughafen ZĂŒrich AG bleibt der zweite Tunnel fĂŒr rund sechs Monate gesperrt. Die Bahn verkehrt wĂ€hrenddessen mit reduzierter KapazitĂ€t. Zu Spitzenzeiten kommen Ersatzbusse zum Einsatz. Der Abschluss der Arbeiten ist voraussichtlich im Mai 2027 vorgesehen.
Die Ersatzbusse sollen die eingeschrĂ€nkte BahnkapazitĂ€t ergĂ€nzen. Damit gehört die Organisation des Verkehrs wĂ€hrend der Bauphase zu den betrieblichen Aufgaben der kommenden Monate. Der genannte Abschlusstermin bleibt eine Planung und ist keine BestĂ€tigung fĂŒr das Ende der EinschrĂ€nkungen.
Parallel besteht ein Konflikt beim Bodenpersonal. Medienberichten zufolge erklĂ€rten die Gewerkschaften am Montag die Verhandlungen ĂŒber einen neuen Gesamtarbeitsvertrag bei Swissport fĂŒr gescheitert. Sie drohten mit Arbeitskampfmassnahmen bis hin zum Streik.
Der bestehende Vertrag lÀuft Ende 2026 aus. Die Streikdrohung ist von einem tatsÀchlich begonnenen Ausstand zu unterscheiden: ZunÀchst geht es um ein mögliches zusÀtzliches Betriebsrisiko neben den bereits wirksamen EinschrÀnkungen der Skymetro.
Flugbewegungen steigen weiter
Dem stehen wachsende Flugbewegungen gegenĂŒber. Im Oktober wurden Medienberichten zufolge 24â778 Starts und Landungen gezĂ€hlt. Das entspricht einem Plus von 1,2 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat.
Das Wachstum betrifft zunĂ€chst die Zahl der Flugbewegungen. Es beantwortet noch nicht die Frage nach der Entwicklung der Passagierzahlen. Gerade diese Unterscheidung ist fĂŒr die Einordnung wichtig: Mehr Starts und Landungen allein ergeben noch kein vollstĂ€ndiges Bild des Verkehrsaufkommens.
Von Januar bis Oktober summierten sich die Starts und Landungen auf 233â377. GegenĂŒber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Anstieg um 3,7 Prozent.
NĂ€chster PrĂŒfstein sind die Passagierzahlen
FĂŒr Anleger ergibt sich damit ein gemischtes Bild: Der Flugverkehr wĂ€chst, wĂ€hrend die Modernisierung bereits KapazitĂ€t bindet und der Tarifkonflikt ein zusĂ€tzliches Risiko darstellt. Keiner dieser Punkte sollte mit bereits eingetretenen finanziellen Folgen gleichgesetzt werden.
Die detaillierten Passagier- und Verkehrszahlen fĂŒr Oktober sind fĂŒr den 11. November angekĂŒndigt. Sie bilden den nĂ€chsten konkreten Termin, um das Verkehrswachstum genauer einzuordnen. Beim Betriebsrisiko bleibt die entscheidende Trennlinie zwischen angekĂŒndigten Arbeitskampfmassnahmen und ihrer tatsĂ€chlichen Umsetzung.
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