Freeport-McMoRan, Aktie

Freeport-McMoRan Aktie: Grasberg treibt Wachstumsplan

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 17:08 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Freeport-McMoRan meldet höhere Quartalsgewinne und plant bis 2030 jährliche Kupferverkäufe von 4,5 bis 5 Milliarden Pfund.
Freeport-McMoRan, Aktie, Grasberg, Wachstumsplan, Quartalsgewinne, Kupferverkäufe, Milliarden, Pfund Illustration mit AI erstellt.

Die Zahlen für das dritte Quartal fallen stark aus, aber der eigentliche Hebel liegt in der Zukunft: Freeport-McMoRan will die jährlichen Kupferverkäufe bis 2030 auf 4,5 bis 5 Milliarden Pfund steigern. Das Management stellte den Plan heute zusammen mit den Quartalszahlen vor.

Kupferpreis trägt das Quartal

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,88 Dollar, nach 0,50 Dollar im Vorjahresquartal. Das übertraf die Erwartungen. Der Umsatz stieg auf 7,5 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA legte um 14 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar zu. Nach GAAP-Rechnung blieben 0,81 Dollar je Aktie.

Den Ausschlag gab der Kupferpreis. Er lag im Schnitt bei 6,54 Dollar je Pfund, rund 40 Prozent über dem Vorjahreswert. Dagegen sank die Absatzmenge auf 749 Millionen Pfund, nach 977 Millionen im Vorjahr. Grund sind Verzögerungen beim Hüttenbetrieb in Indonesien und Lagerverschiebungen. Die Aktie notierte vorbörslich knapp zwei Prozent im Plus.

Grasberg und Laugungstechnik als Hebel

Die Mine Grasberg erholt sich nach dem Schlammeinbruch vom September 2025 Schritt für Schritt. Die Quartalsproduktion kletterte von 49 Millionen Pfund Kupfer im Schlussquartal 2025 auf 249 Millionen Pfund. Die Hütte von PTFI läuft wieder. Für 2027 peilt der Konzern 300 Millionen Pfund pro Quartal an, für 2028 dann 375 Millionen.

Der zweite Treiber ist die Laugung von Haldenmaterial. Neue Zusätze erzielten im Labor mehr als 40 Prozent zusätzliche Ausbeute, die erste Generation brachte weniger als 10 Prozent. Bis 2030 sollen daraus rund 500 Millionen Pfund jährlich werden. Im Feld ist die neue Generation allerdings noch nicht erprobt, Tests sind für das erste Halbjahr 2027 geplant.

Hinzu kommen zwei Großprojekte. Über den Ausbau von Bagdad in Arizona soll im vierten Quartal entschieden werden, das Investitionsvolumen liegt bei etwa 4,5 Milliarden Dollar. Der Ausbau von El Abra in Chile würde rund 7,5 Milliarden Dollar kosten und frühestens um 2033 starten.

Kosten und Bilanz

Teurer Diesel und Strom belasten 2026 mit etwa 500 Millionen Dollar. Auch Schwefelsäure kostet mehr als doppelt so viel wie im Schnitt 2025. Höhere Nebenproduktgutschriften fangen das weitgehend auf, die Stückkosten sollen bei rund 1,90 Dollar je Pfund liegen.

Die Bilanz bietet Spielraum. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA beträgt nur 0,5. Seit Jahresbeginn flossen rund eine Milliarde Dollar an die Aktionäre, etwa zwei Drittel als Dividende, der Rest über Rückkäufe. Die Investitionen steigen von 4,4 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 5,2 Milliarden Dollar 2027.

Für das Schlussquartal rechnet das Management mit dem stärksten Absatz des Jahres: 875 Millionen Pfund Kupfer und 300.000 Unzen Gold. Der Konzern erwartet für 2026 einen operativen Cashflow von etwa 8,5 Milliarden Dollar, bei einem Kupferpreis von 6,50 Dollar im vierten Quartal. Für 2027 sind 3,7 Milliarden Pfund Kupferabsatz eingeplant.

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