Freeport-McMoRan, Aktie

Freeport-McMoRan Aktie: Kupferziel von 3,4 auf 3,1 Milliarden Pfund

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 03:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Störungen in Indonesien drücken Freeport-McMoRans Kupferprognose für 2026, während hohe Preise und US-Projekte den Konzern stützen.

Freeport-McMoRan senkt Kupferabsatzziel trotz hoher Preise
Industrielle Kupfermine bei Sonnenaufgang mit Fokus auf Rohmaterialien und Bergbau-Atmosphäre Illustration mit AI erstellt.

Der Bergbaukonzern Freeport-McMoRan sieht sich mit operativen Rückschlägen in seinen indonesischen Schlüsselbetrieben konfrontiert. Technische Probleme in der Gresik-Hütte sowie Verzögerungen beim Hochfahren der Grasberg-Mine zwingen das Unternehmen dazu, seine Absatzziele für das laufende Jahr nach unten zu korrigieren. Trotz der historisch hohen Kupferpreise am Weltmarkt reagierten Investoren verhalten auf die jüngsten Entwicklungen.

Technische Störungen belasten indonesische Produktion

Ein folgenschwerer Ausfall am Schmelzofen der Gresik-Hütte in Indonesien sorgt derzeit für Stillstand. Nach einem Defekt am 8. August kam es zu einem Austritt von geschmolzenem Material, woraufhin der Betrieb eingestellt werden musste.

Wie Medienberichten zu entnehmen ist, halten die Reparaturarbeiten am gestrigen Montag noch an und werden voraussichtlich mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Die Hütte ist für die Verarbeitung von Konzentraten aus der nahegelegenen Grasberg-Mine von zentraler Bedeutung.

Parallel dazu verläuft die Erholung der Grasberg-Mine nach einem Schlammeinbruch im Jahr 2025 langsamer als geplant. Infolge dieser Verzögerungen beim Hochfahren des Tagebaus im Bereich Grasberg Block Cave hat Freeport-McMoRan seine konsolidierte Absatzprognose für Kupfer im Jahr 2026 gesenkt.

Statt der ursprünglich erwarteten 3,4 Milliarden Pfund geht das Management nun von einem Verkaufsvolumen von 3,1 Milliarden Pfund aus. Bis zum 30. September will das Unternehmen aktualisierte Zeitpläne für die vollständige Wiederherstellung der Produktion vorlegen.

Hohe Kupferpreise stützen Cashflow

Die Produktionskürzungen fallen in eine Phase extrem hoher Rohstoffpreise, was die finanziellen Auswirkungen teilweise abfedert. An der London Metal Exchange (LME) erreichte der Dreimonats-Kupferkontrakt am vergangenen Freitag ein Niveau von 14.370 US-Dollar pro Tonne. Getrieben wird diese Entwicklung durch eine knappe globale Versorgungslage sowie eine steigende Nachfrage im Bereich der KI-Infrastruktur und der weltweiten Elektrifizierung.

Freeport-McMoRan schätzt die konsolidierten Netto-Cash-Kosten für die Produktion im laufenden Jahr auf durchschnittlich 1,75 US-Dollar pro Pfund Kupfer. In der ersten Phase der Wiederherstellung in Grasberg lagen diese Kosten im ersten Quartal noch bei 2,60 US-Dollar pro Pfund.

Analysten von Barclays hoben am vergangenen Mittwoch ihr Kursziel auf 82,00 US-Dollar an und verwiesen dabei auf die hohe Sensitivität des Cashflows gegenüber dem derzeit erhöhten Preisniveau für Kupfer.

Expansionen in Amerika und Insider-Transaktionen

Trotz der kurzfristigen Engpässe in Indonesien treibt der Konzern seine langfristigen Wachstumspläne in Amerika voran. In Chile schloss das Management die Bewertung für eine großflächige Erweiterung der El Abra-Mine ab. Dabei wurden Sulfid-Ressourcen von rund 20 Milliarden gewinnbaren Pfund Kupfer identifiziert, die ein neues Großprojekt stützen könnten.

In Arizona investiert Freeport-McMoRan zudem 4,5 Milliarden US-Dollar in die Bagdad-Mine, um die Kapazität des Konzentrators potenziell zu verdoppeln.

Auf der Führungsebene kam es zuletzt zu größeren Aktienverkäufen. Am gestrigen Montag veräußerte Chief Accounting Officer Stephen T. Higgins 14.277 Stammaktien. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte Douglas N. Currault II, Executive Vice President und General Counsel, 80.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 78,56 US-Dollar verkauft.

An der Börse schloss das Papier gestern bei 65,03 Euro. Damit liegt der Kurs rund 5,8 % unter seinem 52-Wochen-Hoch, das erst am vergangenen Mittwoch erreicht worden war. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie jedoch ein deutliches Plus von 46 %. Laut Raymond James bleibt die Einstufung für den Wert auf „Outperform“, wobei die Analysten ihr Kursziel am vergangenen Mittwoch von 76,00 auf 83,00 US-Dollar heraufsetzten.

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