FTSE, Bergbauwerte

FTSE 100: Bergbauwerte machen den Unterschied

Veröffentlicht am: 24.08.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Londoner Leitindex trotzt dem schwachen europĂ€ischen Umfeld dank starker Minenwerte und schließt mit einem Plus von 0,35 Prozent.
Panorama von HandelsbĂŒro mit Bildschirmen Illustration mit AI erstellt.

WĂ€hrend die meisten europĂ€ischen Börsen am Montag im Leerlauf verharrten, schaffte es der FTSE 100 als einziger großer Index, ein spĂŒrbares Plus einzufahren. Der Grund lag klar im Bergbausektor — und in der ZurĂŒckhaltung der Anleger, die vor der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole lieber die FĂŒĂŸe stillhielten.

Der Londoner Leitindex schloss mit einem Plus von 0,35 Prozent, wÀhrend der Stoxx 600 unverÀndert blieb und DAX sowie CAC 40 im Minus landeten. Am Vormittag hatte der FTSE 100 bereits um 27,52 Punkte auf 10.844,08 ZÀhler zugelegt. Neben Warsh richteten die Marktteilnehmer den Blick auf die anstehenden Nvidia-Zahlen und neue US-Sanktionen gegen Iran und dessen Handelspartner.

Minenwerte als Zugpferd

Antofagasta und Anglo American gehörten schon am Vormittag zu den stĂ€rksten Werten im Index und bauten ihre Gewinne bis zum Handelsschluss weiter aus. Auch Endeavour Mining zog krĂ€ftig an. Die Rohstoffbranche profitierte von der allgemein positiven Stimmung an den MetallmĂ€rkten, die den restlichen Markt in London deutlich stĂŒtzte.

Neben den Minenwerten sorgten Diageo, LSEG, Airtel Africa, Pearson und Weir mit Gewinnen zwischen 2 und 3,1 Prozent fĂŒr breite UnterstĂŒtzung. Auch Namen wie Unilever, IAG, Intercontinental Hotels Group und Hiscox zĂ€hlten zu den Gewinnern des Tages.

GSK sorgte zwischenzeitlich fĂŒr Aufmerksamkeit, nachdem das Unternehmen in Japan die weltweit erste Zulassung fĂŒr ein experimentelles Mittel gegen chronische Hepatitis B erhielt — die Aktie drehte im Tagesverlauf jedoch ins Minus.

BP und Babcock bremsen

Nicht alle Werte konnten von der freundlichen Grundstimmung profitieren. BP verlor 2,9 Prozent, Polar Capital Technology Trust gab 2,5 Prozent ab, und Babcock International schloss 2,1 Prozent leichter. Auch Melrose Industries, GSK, BAE Systems und AstraZeneca beendeten den Tag im roten Bereich.

Der Kontrast zu den anderen europÀischen Indizes fiel deutlich aus: Stellantis in Paris verlor knapp 4,7 Prozent, wÀhrend in Frankfurt vor allem Infineon und Rheinmetall unter Druck standen.

Der FTSE 100 zeigte sich damit robuster als seine Nachbarn — getragen von der Diversifikation des Index ĂŒber Rohstoffe, KonsumgĂŒter und GetrĂ€nkehersteller hinweg. Die kommenden Handelstage dĂŒrften von der Reaktion auf Warshs Jackson-Hole-Rede sowie den Nvidia-Zahlen geprĂ€gt sein.

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