Gold, Minus

Gold: 7,2 Prozent Minus in einem Monat

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 06:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Höhere US-Renditen und ein festerer Dollar bremsen Gold, während geopolitische Risiken teilweise stützen.

Goldpreis unter Druck: US-Zinsperspektiven und Dollar belasten
Mehrere Goldbarren auf einer dunklen Marmoroberfläche bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Das Edelmetall steht unter dem Eindruck der jüngsten geldpolitischen Straffung in den USA. Steigende Renditen am US-Anleihemarkt und ein erstarkter US-Dollar dämpften zuletzt das Kaufinteresse. Am gestrigen Donnerstag verzeichnete der Spotpreis ein leichtes Minus von 0,4 Prozent auf 4.265,56 US-Dollar je Feinunze.

Notenbankpolitik belastet das zinslose Metall

Hinter der jüngsten Schwächephase stehen vor allem die Zinsperspektiven der Federal Reserve. Laut Berichten der Deutschen Börse erwarten 16 von 18 Fed-Vertretern bis Ende 2026 mindestens einen weiteren Zinsschritt auf ein Niveau von 4 bis 4,25 Prozent.

Die daraus folgende Neubewertung der US-Zinskurve entzog dem Markt kurzfristig die Dynamik. Weil das Edelmetall keine laufenden Zinsen abwirft, gerät es bei steigenden Renditen festverzinslicher Papiere regelmäßig in den Schatten alternativer Anlageformen.

Zugleich hielt sich das Edelmetall angesichts des jüngsten Renditeanstiegs vergleichsweise stabil, nachdem es am Vortag zeitweise bis auf etwa 4.274 US-Dollar nachgegeben hatte.

Geopolitische Faktoren bieten Gegenpol

Neben der Zinsentwicklung rücken vermehrt politische Risiken in den Fokus der Anleger. Medienberichten zufolge wird Gold im Vorfeld des geplanten Spitzentreffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping verstärkt als Absicherung diskutiert.

Geopolitische Spannungen fungieren in solchen Phasen traditionell als preisstützender Faktor, der die zinsbedingten Verkäufe teilweise abfedert. Parallel dazu wirkten fallende Rohölpreise nach der Notenbankentscheidung zeitweise entlastend auf die Inflations- und Anleihemärkte.

Auf Sicht der vergangenen 30 Tage summiert sich das Minus beim Goldpreis dennoch auf 7,2 Prozent. Marktteilnehmer blicken nun auf die kommenden Konjunkturdaten aus den USA, die über den weiteren geldpolitischen Pfad entscheiden dürften.

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