Gold: ETF-ZuflĂŒsse treffen neuen Rekord
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 05:29 Uhr | Redaktion boerse-global.deSinkende Renditen von US-Staatsanleihen und ein nachgebender US-Dollar haben dem Goldpreis am heutigen Freitag Auftrieb gegeben. Die Entspannung an den Devisen- und AnleihemĂ€rkten verschafft dem Edelmetall etwas Luft, wĂ€hrend die Marktteilnehmer weiterhin die kĂŒnftige Zinspolitik der Federal Reserve und anhaltende Inflationssorgen im Blick behalten.
Am Donnerstag hatte sich die Feinunze Gold zum Handelsschluss bereits um 0,6 Prozent auf 4.135,42 US-Dollar verteuert. Die jĂŒngste Bewegung folgt auf eine Phase spĂŒrbarer Konsolidierung: Vom 52-Wochen-Hoch bei 5.598,58 US-Dollar trennen den Kurs derzeit 26 Prozent.
Zinsausblick bremst die Erholung
Der Spielraum fĂŒr eine nachhaltige Erholungsbewegung bleibt eng gesteckt. Wie Reuters berichtet, dĂ€mpften schwĂ€chere US-Konjunkturdaten zu Wochenbeginn zwar zunĂ€chst die Erwartungen an eine rasche Zinsanhebung im Oktober. Doch das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank hielt fest, dass die meisten Mitglieder eine weitere Straffung bis zum Jahresende fĂŒr wahrscheinlich halten.
Da zinslose Anlagen wie physisches Gold in einem Umfeld steigender Zinsen an AttraktivitĂ€t gegenĂŒber festverzinslichen Wertpapieren verlieren, blicken die Akteure nun gespannt auf die nĂ€chste zweitĂ€gige Zinsentscheidung der Notenbank.
Rekordnachfrage bei börsengehandelten Fonds
Gegenwind von der Zinsseite steht zugleich eine robuste Nachfrage gegenĂŒber. Laut Daten des World Gold Council verzeichneten weltweite, physisch besicherte Gold-ETFs im September NettozuflĂŒsse von 10 Milliarden US-Dollar. Im gesamten dritten Quartal erreichten die ZuflĂŒsse mit 31 Milliarden US-Dollar sogar einen neuen Rekordwert.
Durch diesen Zukauf stiegen die weltweiten ETF-BestĂ€nde im September um 67 Tonnen auf den Höchststand von 4.256 Tonnen. Neben den ETF-Investoren traten zuletzt auch die WĂ€hrungshĂŒter weiter als KĂ€ufer auf: Im August summierten sich die weltweiten NettokĂ€ufe der Zentralbanken auf 39 Tonnen, worunter allein China 20 Tonnen sowie Polen und Usbekistan jeweils 8 Tonnen erwarben.
Seit Jahresbeginn beliefen sich die ZukÀufe der Notenbanken auf 170 Tonnen. Zentralbankvertreter bekrÀftigten dabei die Funktion von Gold als strategische Reserveanlage angesichts hoher Staatsverschuldung und geopolitischer Risiken.
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