Gold: Notenbankkäufe stützen trotz Zinssorgen
Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 21:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwächer ausgefallene US-Inflationsdaten haben am Donnerstag die Zinssorgen an den Finanzmärkten gedämpft. Für den Goldpreis reichte das Nachlassen der Zinserhöhungserwartungen für Oktober jedoch nicht für eine dauerhafte Erholung. Am Freitag beendete Gold den Handel bei 4.144,04 US-Dollar je Feinunze.
Bereits am Mittwoch hatten vorübergehend stützende PCE-Inflationsdaten die Notierungen nicht nachhaltig stabilisiert. Höhere Energiepreise und wieder anziehende Anleiherenditen überwogen laut Reuters im Handelsverlauf. Zuvor hatten steigende Ölpreise nach einem Huthi-Raketenangriff auf Saudi-Arabien am 24. September neue Sorgen vor Versorgungsstörungen und hartnäckigem Preisdruck geschürt.
Arbeitsmarktdaten bringen nur kurze Entlastung
Eine vorübergehende Erholung brachte der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft stieg im September nur um 29.000 Stellen. Im August hatte das nach unten revidierte Plus noch 133.000 betragen.
Der schwächere Stellenzuwachs dämpfte die Furcht vor einer baldigen Zinsanhebung spürbar. Laut Reuters drückten zugleich der feste US-Dollar und hohe Renditen der US-Staatsanleihen den Markt. Für zinslose Edelmetalle bedeutet das anhaltende Konkurrenz durch verzinste Anlagen.
Physische Nachfrage bildet Gegenpol
Dem geldpolitischen Gegenwind steht eine robuste physische Nachfrage gegenüber. Die Bank verwies auf anhaltende Notenbankkäufe und schätzte deren Nettoerwerb für Juli auf 44 Tonnen.
Unterstützung zeichnet sich auch im asiatischen Raum ab. StoneX-Analystin Rhona O’Connell verwies am Dienstag auf die anziehende Nachfrage in Indien vor Diwali und der traditionellen Hochzeitssaison. Parallel dazu meldete der World Gold Council für Mitte September trotz Zinsschritten in den USA und Japan positive Zuflüsse in Gold-ETFs in mehreren Regionen.
Geldpolitik bleibt dominanter Taktgeber
Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Edelmetall weiterhin ein Plus von 7,5 Prozent. Der Markt bleibt vorerst im Spannungsfeld zwischen geldpolitischer Unsicherheit und robusten physischen Käufen gefangen. Bis zu den nächsten US-Arbeitsmarktdaten und den anstehenden geldpolitischen Beschlüssen der Federal Reserve dürften vor allem Renditen und Währungsschwankungen die Richtung vorgeben.
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