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Goldman Sachs Aktie: Cerberus beauftragt CCF-Verkauf

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 22:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de
David Solomon meldet robuste Nachfrage nach KI-Transaktionen; Goldman Sachs beziffert mögliche Infrastrukturinvestitionen bis 2031 auf 7,6 Billionen US-Dollar.
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Goldman-Sachs-Chef David Solomon sieht trotz des Ausverkaufs bei Technologieaktien eine „sehr robuste“ Nachfrage nach KI-Transaktionen. Das sagte er gestern laut Bloomberg. Für Goldman Sachs eröffnet der Investitionsbedarf damit weitere Geschäftschancen. Solomon macht allerdings eine wichtige Einschränkung: Nicht die Verfügbarkeit von Finanzierung sei das zentrale Problem, sondern deren Kosten.

Finanzierung vorhanden, Kosten entscheidend

Beim gestrigen HKMA-Gipfel warnte Solomon zugleich davor, einen reibungslosen Verlauf des starken Technologiewachstums zu erwarten. Seine Aussagen verbinden damit Zuversicht für das Finanzierungsgeschäft mit einem Vorbehalt gegenüber den Risiken des Investitionsbooms.

Goldman Sachs schätzt die weltweiten Investitionen in KI-Infrastruktur für den Zeitraum 2026–2031 auf rund 7,6 Billionen US-Dollar. Das ist eine Prognose und kein bereits ausgegebenes Kapital. Entsprechend beschreibt die Summe einen möglichen Finanzierungsbedarf, nicht schon gesicherte Einnahmen der Bank.

Für Anleger ist diese Trennung entscheidend. Eine hohe Nachfrage nach Kapital kann Beratungs- und Finanzierungsmöglichkeiten schaffen. Ob daraus tatsächlich Erträge entstehen, hängt aber auch davon ab, welche Vorhaben Unternehmen umsetzen und zu welchen Konditionen sie Geld aufnehmen können.

Mandate stützen das Beratungsgeschäft

Konkrete Beratungsaufträge zeigen unterdessen, dass Goldman Sachs nicht allein auf KI-Großprojekte setzt. Laut Reuters hat Cerberus die Bank mit dem Verkauf der französischen Retailbank Groupe CCF beauftragt. Eine strukturierte Auktion soll in den kommenden Wochen beginnen. CCF wollte Gerüchte nicht kommentieren.

Auch bei Hwang-DBS ist Goldman Sachs nach einem heutigen Medienbericht eingebunden. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet von einem Auftrag zur Käufersuche. Der mögliche Verkaufsprozess befindet sich allerdings noch in einer frühen Phase.

Beide Mandate stehen für potenzielles Geschäft, nicht für abgeschlossene Transaktionen. Das ist auch bei der Bewertung der Auftragspipeline wichtig: Eine gefüllte Pipeline und bereits vereinnahmte Gebühren sind unterschiedliche Größen.

Die vor gut drei Wochen veröffentlichten Zahlen für das dritte Quartal 2026 liefern den finanziellen Hintergrund. Die Investmentbankinggebühren erreichten 3,22 Milliarden US-Dollar und lagen damit 21 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Der Gebühren-Auftragsbestand sank allerdings gegenüber Juni. Das begrenzt die Aussagekraft des kräftigen Gebührenwachstums als Beleg für eine ungebremste Fortsetzung des Geschäfts.

UBS bleibt bei neutraler Einschätzung

Auch die UBS vertritt weiterhin eine zurückhaltende Bewertung. Das Analysehaus senkte am Montag sein Kursziel von 1.010 auf 1.000 US-Dollar und bestätigte die Einstufung „Neutral“.

Damit stehen Solomons zuversichtliche Aussagen zur KI-Nachfrage einer unverändert neutralen Analysteneinschätzung gegenüber. Für die weitere Beurteilung zählt vor allem die Umsetzung: Aus Finanzierungsinteresse müssen konkrete Transaktionen werden. Die neuen Verkaufsmandate liefern dafür Ansatzpunkte, ihre Ergebnisse sind jedoch noch offen.

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