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Goldman Sachs Aktie: Solomon verkauft, Ledger wächst

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 15:11 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Nach einem starken dritten Quartal verkauft David Solomon Aktien; Goldman Sachs bindet sich an Equilends Plattform 1Source an.
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Goldman Sachs rückt gleich an zwei Stellen in die Schlagzeilen: Konzernchef David Solomon hat Aktien im Wert von knapp elf Millionen Dollar verkauft, und die Bank ist der Blockchain-Plattform 1Source beigetreten. Beides gehört zum Tagesgeschäft, liefert aber aufschlussreiche Details.

Solomon verkauft nach Aktienzuteilung

Solomon veräußerte am 27. Oktober 12.000 Aktien zu Kursen zwischen 910,46 und 912,11 Dollar. Das Volumen lag bei rund 10,9 Millionen Dollar. Zuvor hatte er am 23. Oktober 109.896 Aktien aus einem leistungsabhängigen Aktienpaket erhalten, das im Oktober 2021 vergeben wurde. Die Ziele wurden maximal erreicht.

Der größte Teil dieser Zuteilung bleibt gesperrt. Die gelieferten Aktien dürfen in der Regel erst ab Oktober 2027 verkauft oder übertragen werden. Für die Steuerpflichten behielt das Unternehmen 60.773 Aktien ein. Solomon hält nach den Transaktionen direkt 159.180 Aktien, dazu kommen Anteile über Treuhandkonstruktionen.

Der Verkauf entspricht damit einem überschaubaren Bruchteil der Position. Die Aktie schloss am Dienstag bei 911,77 Dollar, ein Tagesplus von gut zwei Prozent, und liegt auf Jahressicht rund 17 Prozent im Plus.

Goldman zieht bei 1Source ein

Parallel dazu nutzt Goldman nun die Distributed-Ledger-Plattform 1Source des Wertpapierfinanzierers Equilend. Dort laufen Wertpapierleihe und -finanzierung über ein gemeinsames Register. Das soll Abstimmungsaufwand, fehlerhafte Abrechnungen und Vergleichsgebühren drücken. BNY und die National Bank of Canada sind seit einem Jahr mit Live-Transaktionen dabei.

Equilend-Chef Rich Grossi bezeichnet Goldman als einen der größten Entleiher der Branche. Das dürfte für die Plattform ein Gewicht-Argument bei weiteren Teilnehmern sein, die laut Mitteilung bereits an der Anbindung arbeiten. Dritte Schätzungen sehen Einsparpotenzial in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar für die Branche.

Analysten nach den Quartalszahlen

Das dritte Quartal fiel stark aus: Der Gewinn je Aktie lag bei 17,01 Dollar, der Umsatz bei 18,68 Milliarden Dollar. Rekordhohe Beratungsgebühren und ein starkes Geschäft mit Aktien sowie Vermögensverwaltung trugen dazu bei.

Die Kursziele der Analysten wurden danach teils gesenkt. Freedom Broker setzt 1.100 Dollar an und stuft auf "Buy" hoch, Keefe, Bruyette & Woods ebenfalls 1.100 Dollar, RBC 1.010 Dollar. Citizens hob seine Gewinnschätzungen für 2026 um sieben und für 2027 um sechs Prozent an.

Alle genannten Ziele liegen deutlich über dem aktuellen Kurs von rund 912 Dollar. Der Abstand zum niedrigsten Ziel beträgt etwa 100 Dollar.

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