Grosser Buddha von Kamakura, Daibutsu

Grosser Buddha von Kamakura: Japans ruhender Riese am Meer

17.05.2026 - 20:07:43 | ad-hoc-news.de

Der Grosse Buddha von Kamakura, der Daibutsu, ist mehr als eine Bronzestatue: In Kamakura, Japan, verschmelzen Geschichte, Spiritualität und Küstenatmosphäre zu einem Reiseziel, das viele Deutschlandreisende nach Tokio überrascht.

Grosser Buddha von Kamakura, Daibutsu, Kamakura
Grosser Buddha von Kamakura, Daibutsu, Kamakura

Wer vom Bahnhof Kamakura durch die ruhigen Wohnstraßen Richtung Tempelbezirk schlendert, spürt ihn, bevor er ihn sieht: den Grosser Buddha von Kamakura, den Daibutsu (japanisch für „Großer Buddha“). Zwischen Pinien, Tempeldächern und Meeresbrise steht die gewaltige Bronzestatue im Freien – still, gelassen und doch überwältigend präsent.

Viele Reisende aus Deutschland, die von Tokio aus einen Tagesausflug ans Meer machen, berichten, dass dieser Moment zu den eindrücklichsten Bildern ihrer Japanreise gehört: Das leise Murmeln der Besucher, der Blick des Buddha ins Leere, Möwen in der Ferne – und mittendrin ein Monument, das seit Jahrhunderten Stürme, Erdbeben und sogar Tsunamis überstanden hat.

Grosser Buddha von Kamakura: Das ikonische Wahrzeichen von Kamakura

Der Grosser Buddha von Kamakura ist eine rund 11–13 Meter hohe, frei stehende Bronzestatue des Buddha Amida (Amitabha), die im Tempel K?toku-in im Westen von Kamakura steht. Kamakura liegt etwa 50 Kilometer südlich von Tokio an der Pazifikküste und war im 12. und 13. Jahrhundert Zentrum der politischen Macht in Japan. Für heutige Besucher ist der Daibutsu ein Wahrzeichen, das die Vergangenheit dieser ehemaligen Samurai-Hauptstadt mit der Gegenwart als beliebtes Ausflugsziel verbindet.

Japanische und internationale Reiseführer wie GEO Special Japan und das ADAC Reisemagazin beschreiben den Daibutsu als eine der bekanntesten Buddhastatuen des Landes – oft in einem Atemzug mit dem Grossen Buddha von Nara, der allerdings in einer Halle steht. Der Charme des Kamakura-Buddhas liegt besonders darin, dass er unter freiem Himmel sitzt: Im Sommer zeichnen sich die Konturen vor tiefblauem Himmel ab, im Herbst färben sich die Ahornbäume im Tempelgarten leuchtend rot, und im Winter wirkt der Buddha fast noch konzentrierter vor klarer, kühler Luft.

Für Reisende aus Deutschland bietet der Besuch eine seltene Mischung: ein leicht erreichbarer Ausflug von der Metropole Tokio, eine eindrückliche Begegnung mit buddhistischer Kunst und ein Spaziergang zu Stränden, die bei gutem Wetter sogar den Blick auf den Fuji-san freigeben. Kamakura wirkt damit ein wenig wie die japanische Antwort auf eine historische Küstenstadt – nur mit Samurai-Erbe und einem Buddha, der seit Jahrhunderten über den Ort wacht.

Geschichte und Bedeutung von Daibutsu

Die Geschichte des Grossen Buddha von Kamakura beginnt im 13. Jahrhundert, in einer Zeit, als Kamakura unter der Herrschaft des Kamakura-Shogunats das politische Zentrum Japans war. Nach Angaben des Tempel K?toku-in und der japanischen Kulturbehörden wurde die Statue in der Mitte des 13. Jahrhunderts geschaffen. Als Richtjahr wird häufig 1252 genannt; seriöse Reiseführer wie „Merian – Japan“ und die englischsprachige Enzyklopädie Britannica ordnen die Entstehung ebenfalls in die 1250er Jahre ein. Exakte Jahreszahlen und Namenslisten der beteiligten Meister werden in der Forschung diskutiert, doch der Kern bleibt: Der Daibutsu ist ein Monument der Kamakura-Zeit, der Epoche, in der Japan von einer Kriegerelite geprägt wurde.

Ursprünglich stand der Buddha nicht unter freiem Himmel, sondern innerhalb einer gewaltigen Halle aus Holz. Historische Quellen berichten von mehreren Naturkatastrophen, bei denen diese Halle zerstört wurde. Besonders heftig war ein Sturm im 15. Jahrhundert, nach dem die Überreste des Gebäudes offenbar nicht mehr wiedererrichtet wurden. Seitdem sitzt der Daibutsu im Freien – und hat dabei Erdbeben, Taifune und Witterung überstanden. Diese Geschichte der Zerstörung und Wiedergeburt prägt die Aura des Ortes: Wer heute auf den Platz tritt, betritt auch ein Feld geschichtlicher Brüche.

Religiös gehört der Daibutsu zum reinen Land Buddhismus (J?do-sh?), einer Richtung, die die Verehrung des Buddha Amida in den Mittelpunkt stellt. Der Glaube daran, im „Reinen Land“ wiedergeboren zu werden, war besonders für breite Bevölkerungsschichten attraktiv. Kunsthistoriker in Japan und Europa betonen, dass Monumente wie der Kamakura-Buddha nicht nur Herrschaftssymbole waren, sondern auch Trost spendeten – in einer Zeit, in der Kriege und Naturkatastrophen die Menschen verunsicherten. Damit lässt sich der Daibutsu in seiner gesellschaftlichen Funktion ungefähr mit großen mittelalterlichen Kathedralen Europas vergleichen, die ebenfalls religiöses Zentrum, politisches Symbol und Kunstwerk zugleich waren.

Als nationales Kulturgut Japans wird der Daibutsu von staatlichen Stellen geschützt. Die japanische Agentur für kulturelle Angelegenheiten und die Präfektur Kanagawa führen ihn als bedeutendes Kulturgut und als wichtige Attraktion des Kulturtourismus. Internationale Medien wie die BBC und japanische Tourismusorganisationen bezeichnen die Statue regelmäßig als eines der ikonischsten Bilder des Landes – eine Darstellung Japans, die neben Kirschblüten, Fuji und Shinkansen fast immer auftaucht.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Der Grosser Buddha von Kamakura ist ein Meisterwerk der Bronzegusstechnik. Mehrere seriöse Quellen, darunter das offizielle Informationsmaterial des Tempels K?toku-in und etablierte Reiseführer, beschreiben die Statue als hohl. Sie wurde aus mehreren Bronzeplatten zusammengesetzt, die innen von einem komplexen Gerüst gestützt werden. Besucher können gegen eine kleine zusätzliche Gebühr in das Innere der Statue eintreten und dort die Gussnähte, Verstrebungen und die Materialstärke aus unmittelbarer Nähe betrachten – ein eindrucksvoller Einblick in mittelalterliche Metallverarbeitung.

Die Proportionen des Daibutsu folgen der traditionellen Ikonografie des Amida-Buddha: Das Gesicht wirkt leicht oval, die Augen sind halb geschlossen, der Mund legt sich in ein kaum wahrnehmbares Lächeln. Die Hände sind im Schoß gefaltet, in einer Meditationsgeste (Dhyana-Mudra), die Ruhe und Sammlung symbolisiert. Das Gewand fällt in langen, schematischen Falten, die den Oberkörper klar konturieren. Kunsthistoriker betonen, dass der Stil der Kamakura-Zeit gegenüber früheren Epochen realistischer und kraftvoller wirkt, mit stärker ausgeprägten Gesichtszügen und einem deutlichen Eindruck von Körperlichkeit.

Ein Detail, das vor Ort sofort ins Auge fällt, ist der massive Lotos-Sockel, auf dem der Buddha sitzt. Der Lotos ist im Buddhismus ein Symbol für Reinheit: Die Pflanze wächst in schlammigem Wasser, entfaltet aber an der Oberfläche eine makellose Blüte. In diesem Sinn verkörpert der Lotos die Möglichkeit, aus den Unreinheiten des Alltags in einen Zustand geistiger Klarheit aufzusteigen. Für viele Besucher, die sich auf dem Platz niederlassen oder einfach nur schweigend in der Nähe stehen, wird der Sockel zu einer Art Bühne, auf der sich spirituelle Ideale materialisieren.

Die Statue selbst war ursprünglich farbig gefasst und möglicherweise mit Blattgold versehen. Heute zeigt die Bronze eine charakteristische grünliche Patina, die im Laufe der Jahrhunderte durch Witterungseinflüsse entstanden ist. Journalistische Reportagen in Medien wie „Die Zeit“ oder „Süddeutsche Zeitung“, die sich mit japanischer Kultur beschäftigen, heben hervor, wie stark diese Patina die emotionale Wirkung verändert: Der Buddha wirkt nicht wie ein frisch restauriertes Museumsstück, sondern wie ein gealterter, erfahrener Zeuge der Geschichte.

Auch aus technischer Sicht ist der Daibutsu bemerkenswert. Bei Erdbeben – die Japan regelmäßig erschüttern – zeigt die Statue eine erstaunliche Stabilität. Die Betreiber des Tempels und japanische Denkmalpfleger haben im Laufe des 20. und frühen 21. Jahrhunderts Maßnahmen ergriffen, um die Standfestigkeit zu erhöhen, etwa durch Verbesserungen am Fundament. Nach starken Erdbeben in der Region werden die Struktur und mögliche Schäden routinemäßig kontrolliert. In Berichten japanischer Medien wird immer wieder hervorgehoben, dass der Daibutsu selbst bei heftigen Beben in jüngerer Zeit keine gravierenden Schäden davontrug.

Besucher aus Europa staunen oft darüber, wie unaufgeregt sich das Monument in den Alltag einfügt. Während in Deutschland viele bedeutende Skulpturen in Museen oder streng regulierten Innenräumen stehen, wirkt der Daibutsu zugänglich: Kinder machen Fotos, Schulklassen hören ihren Lehrern zu, Reisende setzen sich auf die Stufen und schauen einfach nur. Trotz der Popularität bleibt die Stimmung meist respektvoll. Laut den Hinweisen des Tempels sind lautes Verhalten, Drohnen und das Berühren bestimmter Bereiche der Statue unerwünscht, dennoch herrscht keine starre, museale Atmosphäre.

Grosser Buddha von Kamakura besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Der Daibutsu befindet sich im Tempel K?toku-in im Westen von Kamakura, in der Präfektur Kanagawa. Von Tokio aus ist Kamakura eine der beliebtesten Destinationen für Tagesausflüge. Internationale und japanische Tourismusorganisationen empfehlen die Anreise mit der Bahn: Von Tokio, Shinagawa oder Yokohama aus verkehren Regionalzüge (z. B. JR Yokosuka Line, Sh?nan-Shinjuku Line) Richtung Kamakura. Die Fahrt dauert je nach Startbahnhof etwa 1 bis 1,5 Stunden. Vom Bahnhof Kamakura sind es zu Fuß rund 20 bis 25 Minuten bis zum K?toku-in; alternativ fahren Linienbusse, die den Tempel in wenigen Minuten erreichen.

    Für Reisende aus Deutschland ist Kamakura in der Regel über die internationalen Flughäfen Tokio-Haneda oder Tokio-Narita erreichbar. Nonstop-Flüge von Frankfurt am Main, München oder gelegentlich Düsseldorf nach Tokio dauern etwa 11 bis 13 Stunden, je nach Flugroute. Von Berlin oder Hamburg aus sind meist Umstiege an Drehkreuzen wie Frankfurt, München, Helsinki, Doha oder Dubai nötig. Von den Flughäfen führen Schnellzüge oder Airportbusse nach Tokio, von wo aus der Regionalzug nach Kamakura startet. Deutsche Staatsbürger sollten vor Reiseantritt die jeweils aktuellen Einreisebestimmungen und Visaregeln auf der Website des Auswärtigen Amts (auswaertiges-amt.de) prüfen, da sich Bestimmungen ändern können.
  • Öffnungszeiten
    Der Tempel K?toku-in hat nach Angaben des Betreibers ganzjährig täglich geöffnet, mit leicht variierenden Zeiten zwischen Sommer- und Winterhalbjahr. In vielen deutschsprachigen und internationalen Reiseführern werden Öffnungszeiten ab dem frühen Morgen bis in den Nachmittag bzw. frühen Abend genannt. Da es immer wieder zu saisonalen Anpassungen kommen kann – etwa für besondere Veranstaltungen, Wartungsarbeiten oder Sicherheitsgründe – sollten Besucher die aktuellen Zeiten direkt auf der offiziellen Website des K?toku-in oder über die Tourismusinformation von Kamakura prüfen.
  • Eintritt
    Für den Eintritt in den Tempel K?toku-in und den Zugang zum Gelände des Grossen Buddha von Kamakura wird ein moderater Eintrittspreis erhoben. Verschiedene seriöse Reiseführer und Tourismusinformationen nennen einen Betrag im unteren einstelligen Euro-Bereich, umgerechnet von japanischen Yen. Da sich Wechselkurse und lokale Preise ändern können, sollten Besucher die aktuellen Eintrittspreise vorab auf der offiziellen Website des Tempels oder über verlässliche Informationsportale prüfen. Für das Betreten des Inneren der Statue kann eine kleine zusätzliche Gebühr anfallen. Vor Ort ist die Zahlung in bar (japanische Yen) üblich; vereinzelt sind auch elektronische Zahlungen möglich, doch darauf sollten Reisende sich nicht verlassen.
  • Beste Reisezeit
    Kamakura kann prinzipiell das ganze Jahr über besucht werden. Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) als besonders angenehme Reisezeiten, was auch von der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) in ihren Japan-Empfehlungen betont wird. Im Frühling locken milde Temperaturen und die Kirschblüte, im Herbst die Herbstfärbung der Ahornbäume. Die Sommermonate (Juni bis September) sind in der Region heiß und feucht, hinzu kommen Regenzeit und Taifunsaison; dennoch ist dies auch eine lebendige Zeit, in der viele Einheimische ihre Freizeit an den Stränden von Kamakura und im benachbarten Zushi verbringen. Im Winter (Dezember bis Februar) ist das Wetter meist kühl, aber oft sonnig und klar – ideale Bedingungen, um die Statue ohne allzu großen Andrang zu erleben. Wer Menschenmengen vermeiden möchte, sollte Wochenenden, Feiertage und die „Golden Week“ Ende April/Anfang Mai meiden und möglichst früh am Morgen oder später am Nachmittag kommen.
  • Praxis-Tipps: Sprache, Zahlung, Trinkgeld, Kleiderordnung und Fotografieren
    In Kamakura wird im Alltag Japanisch gesprochen. In touristisch geprägten Bereichen, insbesondere nahe dem Bahnhof und beim K?toku-in, können viele Mitarbeiter zumindest einfache englische Auskünfte geben. Deutschsprachige Beschilderung ist die Ausnahme; einige wichtige Hinweise sind jedoch auf Englisch verfügbar. Es kann hilfreich sein, grundlegende Begriffe wie „Arigat?“ (Danke) und „Sumimasen“ (Entschuldigung/Entschuldigen Sie) zu kennen. Für komplexere Fragen sind Übersetzungs-Apps sinnvoll.

    Bei der Bezahlung dominiert in Japan traditionell Bargeld (Yen), doch Kartenzahlung mit internationalen Kreditkarten breitet sich weiter aus, vor allem in größeren Städten. In Tempeln, kleineren Geschäften und bei Automaten ist Bargeld jedoch weiterhin Standard. Deutsche Girokarten (EC-Karten) werden nicht überall akzeptiert; Reisende sollten in erster Linie auf Kreditkarten (Visa, Mastercard) und Bargeld vertrauen. Mobile Payment (Apple Pay, Google Pay) ist vor allem dann praktisch, wenn die hinterlegte Karte von japanischen Terminals unterstützt wird – dies empfiehlt sich aber nicht als einzige Zahlungsmethode.

    Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann teilweise sogar als verwirrend empfunden werden. Höflicher Service ist im Preis enthalten. Statt Trinkgeld sind respektvolle Umgangsformen wichtig: leises Sprechen, das Befolgen von Hinweistafeln und das Einhalten von Regeln. Im Bereich des Daibutsu wird eine zurückhaltende, respektvolle Kleidung erwartet – ähnlich wie in europäischen Kirchen oder Klöstern. Schultern und Knie müssen nicht strikt bedeckt sein, doch sehr freizügige Kleidung wirkt fehl am Platz. Schuhe werden auf dem Außengelände nicht ausgezogen; nur in bestimmten Innenräumen von Tempeln oder Wohnbereichen kann dies erforderlich sein.

    Fotografieren ist im Außenbereich des Tempels und rund um die Statue in der Regel erlaubt, solange andere Besucher nicht gestört werden und keine Absperrungen übertreten werden. Für den Innenraum des Buddha können spezielle Regeln gelten, die vor Ort ausgeschildert sind. Drohnen sind ohne ausdrückliche Genehmigung in den meisten Tempelbereichen verboten.
  • Einreise, Zeitverschiebung und Gesundheit
    Japan liegt je nach Jahreszeit 7 bis 8 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ/MESZ). Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Tokio – und damit auch in Kamakura – in der Regel Abend. Reisende sollten sich bereits bei der Flugbuchung darauf einstellen, dass der Jetlag vor allem bei kurzer Reisezeit spürbar sein kann.

    Für deutsche Staatsbürger gelten je nach Reisedauer und Reisezweck unterschiedliche Einreisebestimmungen. Das Auswärtige Amt empfiehlt, die jeweils aktuellen Bestimmungen, etwa zu Visum, Passgültigkeit und möglichen gesundheitlichen Vorgaben, vorab auf auswaertiges-amt.de zu prüfen. Für Japan ist eine separate Auslandsreisekrankenversicherung dringend angeraten, da Behandlungskosten hoch ausfallen können. Innerhalb der EU gültige Gesundheitskarten (EHIC) gelten in Japan nicht; Reisende sollten daher eine Police wählen, die medizinische Behandlung und Rücktransport abdeckt.

Warum Daibutsu auf jede Kamakura-Reise gehört

Der Besuch des Grossen Buddha von Kamakura ist weit mehr als ein „Foto-Spot“. Viele deutschsprachige Reisereportagen schildern, wie sich beim Eintritt in den Tempelbereich die Atmosphäre schlagartig ändert: das geschäftige Treiben auf der Straße bleibt hinter dem Tor zurück, der Geräuschpegel sinkt, und vor einem öffnet sich ein weiter Platz, an dessen Ende der Daibutsu sitzt. Man muss nicht religiös sein, um eine besondere Stimmung zu spüren – eine Mischung aus Gelassenheit, Geschichte und dem Bewusstsein, an einem Ort zu stehen, den Menschen seit Jahrhunderten aufsuchen.

Wer Zeit mitbringt, sollte nicht nur Fotos aus der Distanz machen, sondern sich die Statue aus unterschiedlichen Perspektiven ansehen: von vorne, seitlich, sowie von den Stufen aus der Nähe. Beim Gang um den Buddha herum wird deutlich, wie harmonisch sich das Monument in den umgebenden Garten einfügt. Im Hintergrund erheben sich bewaldete Hügel, deren Farben sich je nach Jahreszeit verändern. Im Frühling leuchten Kirschblüten, im Sommer ist alles in sattes Grün getaucht, im Herbst dominiert ein Feuerwerk aus Rot- und Goldtönen. Selbst an grauen Wintertagen wirkt der Daibutsu eindrucksvoll – dann oft als ruhiger Gegenpol zu klarer, kalter Luft.

Kamakura bietet zudem eine Fülle weiterer Sehenswürdigkeiten, die sich ideal mit dem Besuch des Daibutsu kombinieren lassen. Viele Reiseführer empfehlen eine Route, die den Hase-dera-Tempel mit seiner beeindruckenden Kannon-Statue, verschiedene Zen-Tempel sowie einen Spaziergang zum Strand einschließt. An klaren Tagen ist von manchen Aussichtspunkten aus der Fuji-san sichtbar – ein landschaftlicher Höhepunkt, der sich mit dem kulturellen Erlebnis des Daibutsu verbindet. So entsteht ein Tages- oder Mehrtagesprogramm, das sowohl kulturinteressierte Reisende als auch Familien anspricht.

Für Leserinnen und Leser aus der DACH-Region, die ihren ersten Japan-Aufenthalt planen, ist Kamakura mit dem Grossen Buddha eine ideale Ergänzung zu Tokio und Kyoto. Während Tokio für hochmoderne Architektur, Neonlichter und Popkultur steht, vermittelt Kamakura ein Gefühl für die historische Tiefenschicht des Landes – und das in einer entspannten, küstennahen Umgebung. Wer Japan bereits kennt und tiefer eintauchen möchte, findet im Daibutsu einen Ort, an dem sich nicht nur die Geschichte des Buddhismus, sondern auch das Verhältnis Japans zu Naturgewalten, Vergänglichkeit und Erneuerung ablesen lässt.

Grosser Buddha von Kamakura in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Medien ist der Daibutsu längst ein globales Motiv: Reisevideos, Meditations-Posts, Fotostrecken zur Kirschblüte – sie alle nutzen die Silhouette des Grossen Buddha, um Themen wie Achtsamkeit, Fernweh und Kulturerbe zu inszenieren. Während traditionelle Medien die historische und religiöse Bedeutung betonen, rücken Instagram & Co. oft die Ästhetik in den Vordergrund.

Häufige Fragen zu Grosser Buddha von Kamakura

Wo genau befindet sich der Grosser Buddha von Kamakura?

Der Daibutsu steht im Tempel K?toku-in im Westen von Kamakura in der Präfektur Kanagawa, etwa 50 Kilometer südlich von Tokio. Vom Bahnhof Kamakura aus ist der Tempel zu Fuß oder mit dem Linienbus erreichbar. Kamakura selbst liegt an der Pazifikküste und wird von Regionalzügen aus Tokio und Yokohama aus gut bedient.

Wie alt ist der Daibutsu von Kamakura?

Historische Quellen und seriöse Nachschlagewerke datieren die Entstehung des Grossen Buddha von Kamakura in die Mitte des 13. Jahrhunderts, in die Kamakura-Zeit. Oft wird das Jahr 1252 als Richtwert genannt, exakte Jahreszahlen sind jedoch Gegenstand der Forschung. Sicher ist, dass die Statue seit vielen Jahrhunderten an diesem Ort verehrt wird.

Wie gelangt man von Tokio zum Grossen Buddha von Kamakura?

Die gängigste Route führt mit der JR Yokosuka Line oder der Sh?nan-Shinjuku Line von Bahnhöfen wie Tokio, Shinagawa oder Shinjuku nach Kamakura. Die Fahrzeit liegt je nach Startpunkt etwa zwischen 1 und 1,5 Stunden. Vom Bahnhof Kamakura geht es zu Fuß (rund 20–25 Minuten) oder mit einem lokalen Bus zum Tempel K?toku-in. Für Reisende aus Deutschland bietet sich oft ein Tagesausflug von Tokio aus an.

Welche Besonderheit hat der Grosser Buddha von Kamakura im Vergleich zu anderen Buddha-Statuen in Japan?

Im Unterschied zu manchen anderen berühmten Buddha-Statuen, die in Hallen stehen, sitzt der Daibutsu von Kamakura seit dem 15. Jahrhundert unter freiem Himmel. Die Bronze ist hohl, Besucher können das Innere der Statue betreten und dort Details der mittelalterlichen Gusskonstruktion sehen. Zudem steht der Buddha in einer ehemaligen Samurai-Hauptstadt nahe dem Meer, was ihm eine besondere landschaftliche und historische Einbettung verleiht.

Wann ist die beste Zeit, den Daibutsu zu besuchen?

Aus mitteleuropäischer Sicht sind Frühling (März bis Mai) und Herbst (Oktober bis November) besonders angenehm, da das Klima moderat ist und Naturerlebnisse wie Kirschblüte oder Herbstfärbung den Besuch ergänzen. Wer große Besucherströme vermeiden möchte, wählt am besten einen Wochentag und kommt früh morgens oder am späten Nachmittag. Sommer und Winter haben jeweils ihren eigenen Reiz, erfordern aber eine gute Vorbereitung auf Hitze bzw. Kälte.

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