Hellofresh, Aktie

Hellofresh Aktie: Jahresziele wegen Neukunden gekappt

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 06:49 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Active Ownership stockt auf, während Bank of America ihre Beteiligung unter fünf Prozent senkt; HelloFresh erwartet 2026 Umsatzrückgänge.

Aquarellmalerei der Berliner Skyline mit Fernsehturm und Spree bei Sonnenuntergang
HelloFresh SE (DE000A161408) hat seinen Firmensitz in Berlin, hier stimmungsvoll als Aquarellgemälde der Stadt dargestellt Illustration mit AI erstellt.

Im Aktionariat von HelloFresh zeichnen sich nach den jüngsten Turbulenzen spürbare Veränderungen ab.

Am Donnerstag meldete zudem die Investmentgesellschaft Active Ownership Opportunities SCS einen weiteren Zukauf von HelloFresh-Aktien.

Umschichtungen bei Großaktionären

Bereits wenige Tage zuvor hatte der Active Ownership Fund SICAV SIF SCS durch die Ausübung von Optionen zugegriffen. Während diese Investorengruppe ihr Engagement ausbaute, reduzierte die Bank of America Corporation ihre Position wieder unter die Fünf-Prozent-Marke.

Die gegenläufigen Transaktionen verdeutlichen das gespaltene Stimmungsbild am Markt. Während manche Investoren auf dem gedrückten Bewertungsniveau Einstiegschancen wittern, ziehen andere Adressen Konsequenzen und begrenzen ihre Engagements.

Kursverfall und verfehlte Neukundenziele

Am Freitag beendete das Papier den Handel bei einem Schlusskurs von 2,36 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Verlust von 62 Prozent. Die Marktkapitalisierung des Berliner Kochboxenversenders beläuft sich damit auf 347,90 Millionen Euro.

Belastet wird der Kurs vor allem durch die jüngste Rücknahme der Jahresziele. HelloFresh musste die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 nach einer enttäuschenden Neukundengewinnung in der wichtigen Back-to-school-Periode nach unten korrigieren. Auf Konzernebene wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang von bis zu 11 Prozent erwartet, während das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) bei 350 bis 370 Millionen Euro liegen soll.

Auch für das dritte Quartal fallen die Kennziffern verhalten aus. HelloFresh rechnet für diesen Berichtszeitraum mit einem währungsbereinigten Erlösrückgang von rund 12 Prozent sowie einem bereinigten EBITDA zwischen 45 und 55 Millionen Euro. Dass ausgerechnet das traditionell anziehende Herbstgeschäft schwächelt, verschärft den Druck auf das Management.

Hoffnungsträger US-Markt und Quartalstermin

Um den Trend umzukehren, setzt der Vorstand unter anderem auf Neuerungen im Sortiment. Für den US-Markt kündigte HelloFresh eine zwölfwöchige Rezeptkooperation mit dem Magazin Bon Appétit an, die bis zum Jahresende wöchentlich neue Angebote liefern soll. Medienberichten zufolge senkte das Analysehaus Berenberg am Montag das Kursziel auf 5 Euro, sprach sich aber weiterhin mit „Buy“ für die Aktie aus.

Aufschluss über das tatsächliche Ausmaß der operativen Verlangsamung dürften die kommenden Wochen bringen. HelloFresh hat die Veröffentlichung der detaillierten Ergebnisse für das dritte Quartal und die ersten neun Monate für den 5. November 2026 angekündigt.

Anzeige

Hellofresh-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Hellofresh-Analyse vom 3. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Hellofresh-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Hellofresh-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Hellofresh: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...

de | DE000A161408 | HELLOFRESH | boerse | 70219432 |