Hims, Hers

Hims & Hers Aktie: JPMorgan startet Beobachtung mit 32 Dollar

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 18:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

JPMorgan sieht bei Hims & Hers begrenztes Aufwärtspotenzial, während Klagen, schwächere Margen und nachlassendes US-Wachstum belasten.

JPMorgan startet Hims-&-Hers-Bewertung mit neutralem Kursziel
Moderne, klinisch wirkende Büroumgebung mit weicher Beleuchtung, die das Thema Gesundheitstechnologie symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die US-Großbank JPMorgan Chase hat die Beobachtung des Telemedizin-Unternehmens Hims & Hers Health aufgenommen. Die Analysten starten ihre Einstufung mit einem neutralen Votum und setzten ein Kursziel von 32,00 US-Dollar fest. Am Markt sorgt die Ersteinschätzung für neue Aufmerksamkeit, nachdem der Titel nach juristischen Auseinandersetzungen und regulatorischen Belastungen turbulente Monate an den Börsen hinter sich hat.

JPMorgan signalisiert vorsichtigen Optimismus

Mit dem Kursziel von 32,00 US-Dollar traut JPMorgan dem Papier wieder Kurssteigerungen zu. Der breite Marktkonsens spiegelt diese abwartende Haltung wider: Neben drei Kaufempfehlungen raten derzeit zwölf Analysehäuser zum Halten der Aktie, während ein Analyst zum Verkauf rät. Das durchschnittliche Konsensziel der Experten liegt mit 32,43 US-Dollar auf einem ähnlichen Niveau wie die Zielmarke von JPMorgan.

Gleichzeitig verzeichnet die Aktie an den Handelsplätzen eine Gegenbewegung. Im deutschen Handel legte das Papier um 7,9 Prozent auf 25,36 Euro zu. Damit liegt die Notierung wieder 4,1 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 24,36 Euro.

Juristische Nachwehen belasten weiterhin

Trotz der jüngsten Stabilisierung bleibt das rechtliche Umfeld für Hims & Hers angespannt. Mehrere Kanzleien treiben derzeit eine Sammelklage gegen das Unternehmen und dessen Management vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien voran. Anleger, die zwischen dem 4. August 2025 und dem 29. Juli 2026 Papiere erworben haben, können sich bis zum 2. November 2026 als Hauptkläger registrieren lassen.

Auslöser der Klagen war ein behördlicher Vorstoß am 29. Juli: Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) reichte gemeinsam mit den Bundesstaaten Kalifornien und Utah Klage gegen Hims & Hers ein.

Im Zentrum der Vorwürfe stehen intransparente Abonnement- und Abrechnungspraktiken, erschwerte Kündigungsbedingungen sowie die Weitergabe sensibler Gesundheitsdaten an Werbeplattformen wie Meta und Snap. Das Bekanntwerden des FTC-Verfahrens hatte den Aktienkurs am 29. Juli um mehr als 14 Prozent einbrechen lassen.

Operatives Wachstum trifft auf Margendruck

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht befindet sich der Telemedizin-Anbieter in einer Übergangsphase. Im zweiten Quartal wuchs der Konzernumsatz im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 753 Millionen US-Dollar, gestützt durch einen Zuwachs bei den Abonnenten auf 2,9 Millionen.

Allerdings verlangsamte sich das Wachstum im wichtigen US-Heimatmarkt auf 16 Prozent. Zudem schrumpfte die Bruttomarge um 12 Prozentpunkte auf 64 Prozent, während das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 26,7 Prozent auf 60,3 Millionen US-Dollar nachgab.

Ob Hims & Hers das von JPMorgan skizzierte Kurspotenzial ausschöpfen kann, dürfte neben der operativen Profitabilität maßgeblich von einer Beilegung der behördlichen Vorwürfe abhängen.

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