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HPE: 7,2-Prozent-Sprung auf 50,54 Euro

Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 21:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Morgan Stanley hebt HPE auf „Overweight“ und sieht den IT-Konzern als bevorzugten Ausrüster im KI-Zyklus. Die Aktie steigt daraufhin um 7,2 Prozent.

HPE-Aktie: Morgan Stanley stuft IT-Konzern hoch – Kurs legt deutlich zu
Moderne Serverinfrastruktur in einem Rechenzentrum mit leuchtenden Glasfaserkabeln und technischer Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Aktie von Hewlett Packard Enterprise (HPE) verzeichnete am heutigen Mittwoch einen deutlichen Kurssprung von 7,2 Prozent auf 50,54 Euro. Haupttreiber für den Optimismus der Anleger ist eine aktuelle Hochstufung durch Morgan Stanley.

Die Analysten hoben ihre Bewertung für den IT-Konzern von „Equal Weight“ auf „Overweight“ an und sehen das Unternehmen als bevorzugten Ausrüster, um vom aktuellen Zyklus der Unternehmensinfrastruktur zu profitieren. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus des Titels damit bereits auf 145 Prozent.

Analysten sehen "Fear of Missing Procurement"

In der Begründung für die Heraufstufung verwies Analyst Erik Woodring von Morgan Stanley am Montag auf eine robuste Nachfrage nach Enterprise-Hardware. Diese werde maßgeblich durch den Ausbau von Künstlicher Intelligenz (KI) und anstehende Erneuerungszyklen getrieben.

Laut CNBC identifizieren die Experten ein Phänomen, das sie als „Fear of Missing Procurement“ bezeichnen: Angesichts einer drohenden Komponenten-Inflation sichern sich Unternehmen frühzeitig Kapazitäten. Das Kursziel wurde von Morgan Stanley geringfügig von 71 auf 69 US-Dollar angepasst, was jedoch weiterhin signifikantes Aufwärtspotenzial impliziert.

Neben der allgemeinen Marktnachfrage hob Woodring drei spezifische Katalysatoren hervor. Dazu gehören verbesserte Aussichten durch die Integration von Juniper Networks, die offenbar schneller voranschreitet als ursprünglich geplant, sowie eine laut Analysten unterschätzte finanzielle Dynamik.

Zudem bestehe eine „Bewertungsasymmetrie“, da die Aktie nach der Kursrallye im Anschluss an die letzten Quartalszahlen einen Teil der Gewinne wieder abgegeben hatte. Durch den Zusammenschluss mit Juniper sieht Morgan Stanley HPE in einer deutlich verbesserten Wettbewerbsposition im Netzwerksektor.

Finanzielle Stärke und angehobene Prognosen

Die positive Einschätzung der Analysten fußt auf einer starken operativen Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr. Bereits am 1. Juni hatte HPE die Prognosen für das Gesamtjahr 2026 massiv angehoben. Das Unternehmen erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 29 und 33 Prozent.

Der bereinigte Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS) soll in einer Spanne von 3,35 bis 3,45 US-Dollar liegen, nachdem zuvor lediglich 2,30 bis 2,50 US-Dollar in Aussicht gestellt worden waren. Im zweiten Quartal konnte HPE den Umsatz um 40 Prozent auf 10,68 Milliarden US-Dollar steigern und damit die Markterwartungen deutlich übertreffen.

Parallel zur operativen Expansion treibt das Management die Bereinigung des Portfolios voran. Wie aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht, schloss HPE Ende Mai den Verkauf der restlichen Anteile an H3C Technologies ab.

Die Gesamterlöse aus diesem Ausstieg belaufen sich auf rund 1,357 Milliarden US-Dollar. Diese Liquidität stärkt die Bilanz des Konzerns, der zudem am 4. August eine Dividende in Höhe von 0,1425 US-Dollar je Stammaktie ankündigte.

Kontinuität im Management und Ausblick

Auch personell stellt sich Hewlett Packard Enterprise für die Zukunft auf. Mit David I. Goulden trat am 24. Juli ein erfahrener Finanzexperte in das Board of Directors ein, der zuvor Führungspositionen bei Booking Holdings und Dell innehatte. Bereits Anfang Juni wurde Christopher Hsu zum Board-Mitglied ernannt. Diese Neuzugänge sollen die strategische Ausrichtung in den Bereichen Finanzierung und Investitionen unterstützen.

Anleger blicken nun gespannt auf den 1. September. Nach Börsenschluss wird das Unternehmen die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Die aktuelle Prognose sieht hierfür einen Gewinn je Aktie zwischen 0,88 und 0,93 US-Dollar vor.

Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2027 hat HPE bereits einen Rahmen gesteckt, der ein Umsatzwachstum von 8 bis 12 Prozent bei einer operativen Marge von bis zu 16 Prozent vorsieht.

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