Husqvarna, Aktie

Husqvarna Aktie: Dürre drückt Quartalsbilanz

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Konzern verzeichnete im dritten Quartal einen bereinigten operativen Verlust, während Gardena zulegte und die Nettoverschuldung sank.
Trockener, rissiger Boden auf einem Feld bei Dürre, symbolisch für wirtschaftliche Herausforderungen in der Agrarbranche. Illustration mit AI erstellt.

Husqvarna rutscht im dritten Quartal in die Verlustzone. Trockenheit in weiten Teilen Europas und schwache Konsumlaune drücken vor allem das Geschäft mit Garten- und Forstgeräten. Der Konzern hält dennoch an seinem Sparkurs fest.

Europa bremst, Gardena wächst

Der Nettoumsatz sank um zwei Prozent auf 9,0 Milliarden Kronen. Organisch ging er um fünf Prozent zurück, Währungseffekte wirkten mit plus drei Prozent dämpfend. Das bereinigte operative Ergebnis fiel auf minus 246 Millionen Kronen, nach einem Gewinn von 140 Millionen im Vorjahresquartal. Die bereinigte Marge liegt bei minus 2,7 Prozent.

Die Division Forest & Garden verzeichnete organisch ein Minus von zehn Prozent. Neben der Dürre belasteten schwache Verbraucher in Deutschland und Frankreich. Gardena legte dagegen um acht Prozent zu, getragen vom Bewässerungsgeschäft. Die Bausparte Construction blieb stabil.

Hinzu kamen ein ungünstiger Produktmix, der Lagerabbau sowie höhere Rohstoff- und Logistikkosten. Nach Einmalkosten von 88 Millionen Kronen, überwiegend für Sparmaßnahmen, steht ein operativer Verlust von 334 Millionen. Je Aktie beträgt der Verlust 0,70 Kronen, nach 0,02 Kronen im Vorjahr.

Robotik schwächelt, Bilanz stabil

Besonders heikel ist das Geschäft mit Mährobotern. Schlechtes Wetter, Konkurrenz und hohe Lagerbestände bei Handelspartnern in Europa dämpften die Nachfrage. Konzernchef Glen Instone räumt ein, die Entwicklung sei hinter den Erwartungen geblieben. In den USA wächst die professionelle Robotik dagegen, der Markt ist dort inzwischen der größte für diese Sparte.

Die Bilanz verbessert sich trotz des Verlusts. Der freie operative Cashflow blieb mit 2,4 Milliarden Kronen auf Vorjahresniveau, weil sinkende Lagerbestände den Ergebnisrückgang ausglichen. Die Nettoverschuldung sank auf 9,4 Milliarden Kronen, nach 9,9 Milliarden.

Über die ersten neun Monate liegt das bereinigte operative Ergebnis bei 3,4 Milliarden Kronen, nach 3,7 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Darin stecken Zollrückerstattungen von 240 Millionen Kronen aus dem zweiten Quartal.

Sparprogramm im Plan

Das Effizienzprogramm soll bis Ende 2028 Bruttoeinsparungen von 3 Milliarden Kronen bringen. Bisher sind rund 935 Millionen erreicht, davon etwa 305 Millionen im dritten Quartal. Husqvarna verlagert zudem die Produktion ausgewählter akkubetriebener Handgeräte von Europa nach Asien. Gleichzeitig laufen der Ausstieg aus dem Geschäft mit Diamantwerkzeugen für Stein und die Schließung des Komponentenwerks Brastad.

Preiserhöhungen und Lieferkettenmaßnahmen sollen den Kostendruck teilweise auffangen. Das Management erwartet jedoch, dass die Gegenwinde kurzfristig bestehen bleiben. Zur strategischen Überprüfung der Sparte Powered Garden bei Gardena will der Konzern Anfang nächsten Jahres ein Update liefern.

Anzeige

Husqvarna AB-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Husqvarna AB-Analyse vom 21. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Husqvarna AB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Husqvarna AB-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Husqvarna AB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | SE0001662222 | HUSQVARNA | boerse | 70380877 |