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Imperial Oil Aktie: Rekordgewinn, Rückkäufe

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 14:16 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Gewinn erreichte im dritten Quartal 2,454 Milliarden kanadische Dollar; zugleich sank die Förderung in Kearl.
Moderne Industrieanlage einer Ölraffinerie in der Abenddämmerung als Symbol für den Energiesektor Illustration mit AI erstellt.

Imperial Oil meldet für das dritte Quartal den höchsten Quartalsgewinn der Firmengeschichte. Der Konzern verdient deutlich mehr als vor einem Jahr und schüttet weiter großzügig aus. Ein Teil der Ölsandproduktion lief allerdings schwächer.

Gewinn vervielfacht sich

Der Nettogewinn lag bei 2,454 Milliarden kanadischen Dollar oder 5,11 Dollar je Aktie. Im Vorjahresquartal waren es 539 Millionen Dollar. Allerdings belasteten damals Abschreibungen und Restrukturierungskosten von zusammen 555 Millionen Dollar das Ergebnis, der Vergleich ist also verzerrt. Gegenüber dem zweiten Quartal 2026 stieg der Gewinn von 2,19 Milliarden Dollar.

Als Treiber nennt das Unternehmen höhere Rohstoffpreise und bessere Volumina im Downstream-Geschäft. Die Erlöse wuchsen auf 16,21 Milliarden Dollar, nach 12,05 Milliarden im Vorjahr. Der operative Mittelzufluss kletterte auf 3,23 Milliarden Dollar.

Raffinerie glänzt, Kearl schwächelt

Im Downstream erzielte Imperial Rekordergebnisse. Eine große Rolle spielte die Anlage für erneuerbaren Diesel in Strathcona, die so viel Rapsöl verarbeitete wie nie zuvor. Allein günstigere Produktmixeffekte, vor allem durch den Renewable Diesel, brachten rund 170 Millionen Dollar. Auch die Chemiesparte verbesserte ihren Gewinn auf 52 Millionen Dollar.

Die Raffinerieauslastung fiel dagegen auf 88 Prozent, nach 98 Prozent im Vorjahr. Gründe waren ungeplante Ausfälle, eine Pipeline-Störung eines Drittanbieters und Wartungsarbeiten in Sarnia. Der Konzern arbeitet an Engpässen in der Bahnlogistik, die die Auslastung bis Jahresende heben sollen.

Im Upstream sank die Förderung auf 418.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, vor einem Jahr waren es 462.000. In Kearl fehlte das außergewöhnlich hochwertige Erz des Vorjahres, zudem stand die Förderung wegen der Pipeline-Störung mehrere Tage still. Imperial senkt deshalb das Jahresziel für Kearl auf 280.000 Barrel brutto pro Tag.

Aktionäre profitieren

Im Quartal flossen 2,506 Milliarden Dollar an die Anteilseigner, davon 2,086 Milliarden über Aktienrückkäufe. Das beschleunigte Programm soll vor Jahresende abgeschlossen sein. Großaktionär ExxonMobil beteiligt sich weiter, um seinen Anteil von rund 69,6 Prozent zu halten. Der Kassenbestand stieg auf 2,9 Milliarden Dollar.

Die Quartalsdividende beträgt unverändert 87 Cent je Aktie. Der Vorstand hat sie offiziell erklärt, sie wird am 1. Januar 2027 an Aktionäre gezahlt, die am 3. Dezember 2026 im Register stehen. Imperial erhöht die Dividende seit 32 Jahren in Folge.

Nach Abschluss des Rückkaufprogramms will das Management im neuen Jahr weitere überschüssige Mittel ausschütten. Im vorbörslichen US-Handel notierte die Aktie zuletzt bei 130 Dollar, leicht im Minus.

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