INFRACORE Aktie: Bietet 55 Millionen für Wetzikon
Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 07:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deDer Schweizer Gesundheitsimmobilien-Spezialist INFRACORE treibt wenige Monate nach seinem Börsengang den Ausbau seines Portfolios voran. Medienberichten zufolge hat das Unternehmen ein Angebot in Höhe von 55 Millionen CHF für die Immobilien des Spitals Wetzikon vorgelegt. Geplant ist eine Sale-and-Leaseback-Transaktion, die eine Mietvertragslaufzeit von 30 Jahren vorsieht.
Gezielter Portfolioausbau im Spitalbereich
Mit dem Schritt setzt die Gruppe ihre angekündigte Wachstumsstrategie fort. Bereits zuvor hatte das Unternehmen die Liegenschaften des See-Spitals Horgen in seinen Bestand integriert. Das Vorhaben in Wetzikon würde diesen langfristigen Ansatz fortführen und dem Betreiber über drei Jahrzehnte hinweg die Nutzung der Klinikflächen sichern.
Solche Transaktionen bieten Spitalbetreibern frische Liquidität, während der Immobilieninvestor kalkulierbare Einnahmen über extrem lange Zeiträume generiert. Für INFRACORE stellt das Angebot eine der ersten großen Initiativen nach der Notierungsaufnahme an der SIX Swiss Exchange im Juli dar.
Solide Bilanzbasis und bestätigte Jahresziele
Finanziell sieht sich das Unternehmen für weitere Zukäufe gerüstet. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Mieterträge um 5,3 Prozent auf 35,9 Millionen CHF, während das EBITDA 32,4 Millionen CHF erreichte.
Zudem profitierte die Kapitalstruktur unmittelbar vom Börsengang: Die verbliebenen Erlöse aus der damaligen Kapitalerhöhung stärken die Liquiditätspolster und schaffen Spielraum für Vorhaben wie in Wetzikon.
Für das Gesamtjahr 2026 hält das Management an seinen Zielen fest. Bei einem erwarteten Mietertrag von rund 74 Millionen CHF und Funds from Operations von etwa 47 Millionen CHF stellt das Unternehmen den Aktionären eine Ausschüttung zwischen 2,95 und 3,05 CHF je Aktie in Aussicht.
Notierung verharrt nahe dem Jahrestief
An der Börse spiegeln sich die operativen Schritte und Pläne bislang allerdings kaum wider. Damit notiert der Titel lediglich 0,8 Prozent über seinem bisherigen Tiefstand. Ob das geplante Engagement im Zürcher Oberland dem Papier neue Impulse verleihen kann, hängt nun maßgeblich vom weiteren Verlauf der Verhandlungen ab.
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