ING, Groep

ING Groep Aktie: Ölpreise belasten Bankwerte

Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 10:19 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Schwache Bankwerte und höhere Ölpreise drücken ING, während Analysten ihre Bewertungen verbesserten und der Rückkauf zu 96,48 Prozent umgesetzt ist.
ING Groep N.V. NL0011821202 Makroaufnahme von gestapelten Euromünzen mit Börsen-Chart im unscharfen Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

ING Groep gerät heute im Sog schwacher europäischer Bankaktien unter Druck. Die Tagesveränderung beträgt -2,5%. Reuters zufolge belasten steigende Ölpreise und eine nachlassende Risikobereitschaft den Sektor. Damit steht die Aktie unter dem Einfluss eines schwachen Marktumfelds, obwohl Analysten ihre Einschätzungen zuletzt angehoben haben und der Aktienrückkauf weit fortgeschritten ist.

Ölpreise belasten das Bankenumfeld

Der europäische Bankenindex verlor laut Reuters heute 2,1%. Zusätzlich belasteten Nachrichten von Barclays: Dessen Gewinn im dritten Quartal verfehlte die vom Unternehmen zusammengestellten Schätzungen. Auch die Barclays-Aktie gab nach.

Für ING ist diese Entwicklung als Branchenumfeld einzuordnen, nicht als unternehmenseigene Gewinnwarnung. Die Enttäuschung über das Ergebnis betrifft Barclays. Bei ING stehen dem heutigen Verkaufsdruck dagegen positive Analystenaktionen und die fortgesetzten Rückkäufe gegenüber. Beides verhindert allerdings nicht, dass die Aktie mit dem Sektor nachgibt.

Analysten hoben ihre Einschätzungen an

Keefe, Bruyette & Woods stufte ING Groep am 16. Oktober von „Market Perform“ auf „Outperform“ hoch. Zugleich setzte das Analysehaus ein Kursziel von 37,50 Euro. Die Bewertung wurde damit ausdrücklich günstiger.

Auch JPMorgan hatte sich zuvor positiv positioniert. Das Haus hob sein Kursziel am 15. Oktober von 38,30 Euro auf 38,50 Euro an und behielt die Einstufung „Overweight“ bei. Die Anpassung erfolgte im Vorfeld der Ergebnisse des dritten Quartals.

Die beiden Aktionen unterscheiden sich in ihrer Aussagekraft: Keefe, Bruyette & Woods änderte das Anlageurteil, während JPMorgan seine positive Einschätzung mit einem leicht höheren Ziel verband. Die Kursziele sind Erwartungen der Analysten und keine zugesicherten Kursstände.

Rückkauf weitgehend ausgeschöpft

Am Dienstag meldete ING den Erwerb von 1.000.000 eigenen Aktien im Zeitraum vom 12. bis 16. Oktober. Das Rückkaufprogramm hat einen maximalen Umfang von 1,0 Milliarden Euro.

Der Rückkauf ist damit nicht nur angekündigt, sondern bereits weitgehend umgesetzt. Einen Abschluss des Programms meldete ING mit dieser Zwischenbilanz jedoch nicht.

Insgesamt hatte das Unternehmen 33.710.805 Aktien für 964.776.200,49 Euro zurückgekauft. Das entsprach nach Unternehmensangaben ungefähr 96,48% des maximalen Programmwerts.

Für Anleger ergibt sich damit ein klares Spannungsfeld: ING setzt den Rückkauf fort und erhielt günstigere Analysteneinschätzungen. Die heutige Kursrichtung prägt dennoch das schwache Bankenumfeld. Die positiven unternehmensbezogenen Nachrichten reichen somit nicht aus, um die Aktie gegen den sektorweiten Verkaufsdruck abzuschirmen.

Anzeige

ING Groep-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ING Groep-Analyse vom 22. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten ING Groep-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ING Groep-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

ING Groep: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | NL0011821202 | ING | boerse | 70392289 |