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innoscripta Aktie: Konzern weist Steuervorwürfe zurück

Veröffentlicht am: 03.10.2026 um 08:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Unternehmen verweist auf die zweistufige Prüfung, kooperiert mit Behörden und plant eine Produktpräsentation für Aktionäre.

innoscripta weist Vorwürfe zurück und erläutert Ablauf der Forschungszulage
Moderne Büroarchitektur bei Dämmerung als Symbol für die Finanzwelt Illustration mit AI erstellt.

innoscripta stellt sich gegen Vorwürfe im Rahmen behördlicher Steuerermittlungen und hebt die Struktur der eigenen Dienstleistungsprozesse hervor. Im Zentrum der unternehmerischen Einordnung steht das zweistufige Verfahren bei der Beantragung staatlicher Forschungszulagen.

Nach Angaben des Unternehmens erfolgt die inhaltliche Begutachtung der Förderfähigkeit zunächst durch die Bescheinigungsstelle Forschungszulage (BSFZ). Erst nach diesem Schritt setzt das jeweilige Kundenfinanzamt die Zulage formell fest. Der vertragliche Honoraranspruch von innoscripta entsteht in nahezu allen Fällen bereits mit der Ausstellung dieser BSFZ-Bescheinigung.

Argumentation stützt sich auf Prüfhistorie

Das Management um CEO Michael Hohenester betont, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine Vorgänge des laufenden Geschäftsjahrs von den behördlichen Untersuchungen berührt seien.

Ein früher für die betroffenen Fälle zuständiger Mitarbeiter stehe zudem bereits seit Jahren nicht mehr im Unternehmen unter Vertrag. innoscripta verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass in der Vergangenheit mehrere Tausend Forschungszulagen für Auftraggeber festgesetzt und im Rahmen zahlreicher Betriebsprüfungen durch die Finanzbehörden bestätigt worden seien.

Darüber hinaus habe sich das Unternehmen wiederholt externen Prüfungen unterzogen, darunter auch vor dem Börsengang im Mai 2025. Der reguläre Geschäftsbetrieb läuft nach Unternehmensangaben ohne Einschränkungen weiter. Gleichzeitig kooperiert die Gesellschaft mit den Behörden.

Zu den inhaltlichen Details des Verfahrens, das auf Beschlüssen des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd wegen des Verdachts der Beihilfe zu ungerechtfertigten Steuervorteilen bei Kunden beruht, machte das Unternehmen mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine weitergehenden Angaben.

Einladung an die Aktionäre

An der Börse führten die Untersuchungen an den Standorten Tutzing und München zu spürbaren Kursschwankungen. Am Freitag schloss das Papier mit einem Zuwachs von 9,0 Prozent bei 41,05 Euro. Trotz dieser kurzfristigen Gegenbewegung notiert die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 137,00 Euro.

Um das Vertrauen der Anleger zu stabilisieren und die eigene Position darzulegen, kündigte innoscripta an, Aktionäre zu einer Produktpräsentation am Unternehmenssitz in Tutzing einzuladen. Die genauen Termine für diese Veranstaltung sollen zu einem späteren Zeitpunkt mitgeteilt werden.

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