Inpost Aktie: Übernahmehürde von 80 Prozent genommen
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 18:57 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Übernahme des Paketboxen-Betreibers Inpost steht unmittelbar vor dem Vollzug. Nach dem Ende der Annahmefrist liegt die Zustimmungsquote der Aktionäre deutlich über der geforderten Mindestschwelle. Dem Käuferkonsortium wurden 89,81 Prozent des Grundkapitals angedient, womit die Hürde von 80 Prozent klar übertroffen wurde.
Das Konsortium unter Führung von Advent International und FedEx bietet den Anteilseignern 15,60 Euro je Aktie in bar. Auf Basis dieser Offerte wird der Logistikkonzern mit rund 7,8 Milliarden Euro bewertet.
Die Finanzierung der Transaktion stützt sich auf 5,9 Milliarden Euro an Eigenkapitalzusagen sowie begleitende Bankkredite. An der Börse notiert das Papier heute bei 15,48 Euro und spiegelt mit einem Kursplus von 49 Prozent seit Jahresanfang den erfolgreichen Verlauf der Übernahmegespräche wider.
Konsortium bereitet Rückzug von der Börse vor
Neben Advent und FedEx gehören auch die Holding A&R Investments sowie die Investmentgruppe PPF zur Erwerbergesellschaft.
PPF veräußert ihre bisherige Beteiligung von 28,75 Prozent für rund 2,2 Milliarden Euro und beteiligt sich im Gegenzug mit zehn Prozent indirekt am Übernahmevehikel. Nach Vollzug sollen Advent und FedEx jeweils 37 Prozent und A&R 16 Prozent halten.
Ursprünglich war das Fristende bereits für den 27. Juli vorgesehen, wurde wegen laufender kartellrechtlicher Prüfungen jedoch bis Mitte September verlängert. Am morgigen Mittwoch soll nun die formelle Entscheidung darüber fallen, ob die Offerte für unbedingt erklärt wird.
Mit dem Erreichen der nötigen Anteilsmehrheit soll zugleich der Rückzug von der Börse Euronext Amsterdam eingeleitet werden. Der Abschluss der gesamten Transaktion wird noch vor dem Ende des laufenden Jahres erwartet.
Kontinuität im Management und operativer Ausbau
Trotz des bevorstehenden Eigentümerwechsels setzt das Konsortium auf Kontinuität an der Unternehmensspitze. Der Vorstandsvorsitzende Rafa? Brzoska bleibt im Amt, ebenso verbleiben der Unternehmenssitz und das Führungsteam in Polen. FedEx beabsichtigt, sowohl das amtierende Management als auch die strategische Ausrichtung von Inpost über einen Zeitraum von mindestens 18 Monaten unverändert fortzuführen.
Operativ treibt das Unternehmen sein Netzwerk derweil weiter voran. In Großbritannien vereinbarte Inpost eine Partnerschaft mit der Supermarktkette Asda. An bis zu 700 Standorten, darunter Supermärkte und Express-Filialen, sollen neue Schließfachanlagen aufgestellt werden. Auf dem britischen Markt verfügt der Paketdienstleister bereits über mehr als 16.000 Automaten, europaweit umfasst das Netz in neun Ländern rund 70.000 Einheiten.
Inpost-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Inpost-Analyse vom 22. September liefert die Antwort:
Die neusten Inpost-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Inpost-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Inpost: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
