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Intel Aktie: Speicherchip-Coup in Ohio

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 14:36 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Intel gewinnt durch mögliche SK-Hynix-Nutzung des Ohio-Werks an Aufmerksamkeit, wÀhrend eine Vereinbarung und die Speichertechnologie offenbleiben.

Photorealistic semiconductor cleanroom with technicians in full white bunny suits working at wafer processing stations under cool blue overhead lighting, rows of yellow lithography machines in background
Intel Corporation US4581401001 zeigt Techniker in Bunny Suits im blauen Halbleiter-Reinraum bei der Wafer-Fertigung Illustration mit AI erstellt.

Intel-AktionĂ€re erleben einen krĂ€ftigen Kurssprung. Vorbörslich legte das Papier um rund fĂŒnf Prozent zu, nachdem Berichte ĂŒber GesprĂ€che mit dem sĂŒdkoreanischen Speicherchip-Konzern SK Hynix die Runde machten. Im Kern geht es um eine mögliche Fertigung von Speicherchips auf US-Boden — fĂŒr SK Hynix wĂ€re das ein Novum.

Zwei Modelle im GesprÀch

Reuters berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass SK Hynix mit Intel ĂŒber eine Nutzung des geplanten Ohio-Werks verhandelt. Zur Diskussion stehen zwei Varianten: SK Hynix mietet einen Teil der Fabrik, oder es entsteht ein Gemeinschaftsunternehmen mit Intel und großen Cloud-Anbietern, die sich Speicherlieferungen sichern wollen.

Ein Sprecher von SK Hynix bestĂ€tigte, das Unternehmen prĂŒfe verschiedene Optionen zum Ausbau zusĂ€tzlicher Produktionsstandorte — entschieden sei aber noch nichts. Intel selbst wollte sich zu der Berichterstattung nicht Ă€ußern, betonte jedoch, weiterhin in den Ausbau des Standorts Ohio zu investieren.

Die GesprĂ€che fĂŒgen sich in eine Entwicklung ein, die bereits im Sommer begann: Im Juli hatte SK Hynix Spekulationen ĂŒber eine Übernahme des Ohio-Komplexes noch dementiert. Die aktuelle Variante mit Leasing- oder Joint-Venture-Struktur blieb bislang unwidersprochen. Politischer Druck aus Washington auf den Ausbau heimischer Chipfertigung sowie eine durch KI-Nachfrage getriebene Speicherchip-Knappheit liefern den Hintergrund fĂŒr die GesprĂ€che.

Analysten sehen mehr als nur eine Personalie

ZusĂ€tzlichen Schub gab eine Kurszielanhebung von Tigress Financial. Das Analystenhaus erhöhte sein Kursziel fĂŒr Intel auf 145 Dollar von zuvor 118 Dollar und bestĂ€tigte die Kaufempfehlung — als Argument diente unter anderem eine neue Terafab-Partnerschaft.

Die breitere Chipbranche lieferte zusĂ€tzlichen RĂŒckenwind: Nach einer schwachen Vorsitzung, ausgelöst durch skeptische Äußerungen fĂŒhrender KI-Manager zur Entwicklungsgeschwindigkeit der Branche, erholten sich auch Nvidia, AMD und Broadcom im vorbörslichen Handel.

FĂŒr Intel wĂ€re eine Vereinbarung mit SK Hynix strategisch bedeutsam. Der Ohio-Komplex bekĂ€me einen zahlungskrĂ€ftigen Partner, noch bevor die eigentliche Produktion beginnt. Offen bleibt, welche Speichertechnologien dort tatsĂ€chlich entstehen sollen — bei High-Bandwidth-Memory fĂŒr KI-Beschleuniger wĂ€re die Tragweite fĂŒr beide Seiten deutlich grĂ¶ĂŸer als bei konventioneller Speicherproduktion.

Konkrete Angaben zu Investitionssumme oder AbnahmevertrĂ€gen liegen bislang nicht vor. Wie belastbar der Deal wird, dĂŒrfte sich an weiteren Stellungnahmen aus Seoul und von Intel selbst zeigen.

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