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International Paper Aktie: Milliardenabschreibung belastet

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 13:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Ein besseres bereinigtes Ergebnis je Aktie trifft auf einen Milliardenverlust, schwächeren Cashflow und fehlende EMEA-Prognosen.
International, Paper, Aktie, Milliardenabschreibung, Ergebnis, Milliardenverlust, Cashflow, EMEA-Prognosen Illustration mit AI erstellt.

International Paper liefert für das dritte Quartal ein gemischtes Bild: Das bereinigte Ergebnis schlägt die Erwartungen, doch eine Abschreibung von 1,38 Milliarden Dollar auf das Europageschäft rutscht den Konzern tief in die roten Zahlen. Vorbörslich gab die Aktie um rund 6,7 Prozent nach.

Gute Zahlen im Kern, schwacher Rest

Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,37 Dollar. Analysten hatten mit etwa 0,28 Dollar gerechnet. Der Umsatz verfehlte dagegen die Prognosen: 6,20 Milliarden Dollar standen Erwartungen von rund 6,26 bis 6,29 Milliarden gegenüber.

Unter dem Strich steht ein Verlust aus fortgeführten Geschäften von 1,10 Milliarden Dollar. Hauptgrund ist die nicht zahlungswirksame Goodwill-Abschreibung auf das Segment Packaging Solutions EMEA. Im Vorjahresquartal hatte der Verlust bei 426 Millionen Dollar gelegen.

Auch der Cashflow enttäuschte. Der operative Mittelzufluss sank auf 339 Millionen Dollar, nach 605 Millionen im Vorjahr. Der freie Cashflow drehte auf minus 267 Millionen Dollar, vor einem Jahr waren es noch plus 150 Millionen.

Nordamerika stark, EMEA ohne Prognose

Der Lichtblick liegt in Nordamerika. Das Segmentergebnis sprang auf 427 Millionen Dollar, nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Höhere Verkaufspreise und eine bessere Werksleistung trugen dazu bei, ebenso ein voller Quartalsbeitrag des übernommenen NORPAC-Werks. Für das vierte Quartal peilt das Management ein Segmentergebnis von 460 bis 500 Millionen Dollar an.

In EMEA bleibt die Lage schwach. Das Segment schrieb einen operativen Verlust von 73 Millionen Dollar, getrieben von weicher Nachfrage und niedrigeren Absatzmengen. Konzernchef Andy Silvernail verwies auf anhaltenden makroökonomischen Gegenwind.

Hinzu kommt eine Zäsur bei der Transparenz: Wegen der geplanten Abspaltung des europäischen Verpackungsgeschäfts und der daran anschließenden britischen Regulierung gibt der Konzern keine Prognose mehr für EMEA ab. Auch künftig soll es keine geben. Marktbeobachter dürften das als Verlust an Sichtbarkeit werten, zumal viele Investoren auf eine Margenerholung in Europa gesetzt hatten.

Die Aktie notiert vorbörslich bei 31,14 Dollar und damit nahe dem Jahrestief von 29,26 Dollar.

Nächster Termin: Kapitalmarkttag in London

Die Abspaltung soll ein eigenständiges Unternehmen unter dem Namen DS Smith plc schaffen. Das Management dieses Geschäfts hält am 3. November 2026 in London einen Kapitalmarkttag ab. Dort sollen Geschäftsmodell, Wachstumsstrategie und der Finanzausblick nach der Trennung vorgestellt werden. Einen Tag später, am oder um den 4. November, will International Paper den Quartalsbericht bei der US-Börsenaufsicht einreichen.

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