Intesa, Sanpaolo

Intesa Sanpaolo Aktie: Barkomponente steigt um 800 Millionen

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 02:37 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Bedingung für die höhere Barzahlung ist erfüllt; Angebotsdokument, Annahmefrist und Übernahmevollzug stehen noch aus.
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Für Intesa Sanpaolo wird das Angebot für MPS teurer: Nach einem Reuters-Bericht von gestern greift die bedingte Erhöhung der gesamten Barkomponente um 800 Millionen Euro. Damit rücken die finanziellen Konditionen der Übernahme stärker in den Vordergrund. Der Vollzug bleibt allerdings von weiteren Verfahrensschritten getrennt.

Was Intesa für MPS bietet

Das Angebot sieht 1,25 Euro in bar und 1,6 neue Intesa-Aktien je MPS-Aktie vor. Reuters beziffert den Gesamtwert der Offerte auf rund 33 Milliarden Euro. Die höhere Barzahlung war daran geknüpft, dass die beiden MPS-Angebote für Banco BPM und Banca Generali scheitern.

Diese Bedingung ist laut Reuters erfüllt. Für Intesa bedeutet das eine höhere Barverpflichtung im Rahmen der Offerte. Für die MPS-Aktionäre bleibt das Angebot zugleich eine Kombination aus einer festen Geldzahlung und einer Beteiligung an Intesa. Der Wert des Aktienanteils hängt damit vom Intesa-Kurs ab.

Zuvor hatte die vorgesehene Barkomponente bei 1 Euro je MPS-Aktie gelegen. Die Aufstockung verändert den finanziellen Einsatz des Bieters, bedeutet aber noch keinen Abschluss der Übernahme. Anleger müssen daher zwischen den wirksamen Angebotskonditionen und dem weiteren Genehmigungsprozess unterscheiden.

Angebotsdokument als nächster Schritt

Bei den sektoralen Vorabgenehmigungen hat Intesa bereits eine wichtige Hürde genommen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, liegen auch die letzten erforderlichen Genehmigungen ausländischer Behörden vor. Damit ist die entsprechende Genehmigungsbedingung der freiwilligen OPAS auf sämtliche MPS-Stammaktien erfüllt.

Die Freigaben betreffen die Übernahme der Kontrolle über MPS und verbundene Unternehmen. Sie ersetzen jedoch nicht die Billigung des Angebotsdokuments durch Consob. Ebenso wenig sind sie mit dem Beginn der Annahmefrist oder dem Vollzug gleichzusetzen.

Consob soll das Angebotsdokument binnen zehn Tagen nach Erteilung der letzten sektoralen Genehmigung billigen. Medienberichten zufolge wird der Angebotsstart in der zweiten Novemberhälfte erwartet, vorbehaltlich dieser Billigung. Der Zeitplan bleibt damit eine Erwartung und kein bestätigter Starttermin.

Auch die wettbewerbsrechtliche Seite bleibt für die Transaktion wesentlich. Reuters zufolge plant Intesa wegen kartellrechtlicher Bedenken, etwa die Hälfte der mehr als 1.200 MPS-Filialen an Unipol abzugeben.

Für Anleger liegt der nächste Prüfpunkt somit nicht allein bei der höheren Barzahlung. Entscheidend sind auch die Billigung des Angebotsdokuments, die endgültige Ausgestaltung möglicher Filialverkäufe und anschließend die Annahme des Angebots. Die erfüllte Preisbedingung macht Intesas finanziellen Einsatz konkreter; sie macht aus der geplanten Übernahme noch keine abgeschlossene Transaktion.

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