Intuitive Machines Aktie: Rekordauftragsbuch auf 1,8 Milliarden Dollar
Veröffentlicht am: 13.08.2026 um 13:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Vierfacher Umsatz zum Vorjahresquartal, ein Auftragsbuch, das sich binnen sechs Monaten mehr als verdoppelt hat — Intuitive Machines legt Zahlen vor, die selbst für ein Wachstumsunternehmen der Raumfahrtbranche außergewöhnlich ausfallen. Der Nasdaq-Konzern meldet für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 206 Millionen Dollar und einen Backlog von 1,8 Milliarden Dollar.
Aufträge aus allen Kundensegmenten
Das Wachstum verteilt sich breit über die Kundenbasis. Im zweiten Quartal kamen neue Aufträge über 920 Millionen Dollar hinzu, im laufenden dritten Quartal bereits weitere 300 Millionen Dollar. Ein Vertrag über mehr als 600 Millionen Dollar für drei kommerzielle GEO-Satelliten unterstreicht die wachsende Nachfrage aus dem Privatsektor.
Besonders auffällig: Der Anteil der Erlöse aus dem Bereich nationale Sicherheit stieg von 3 Prozent im Vorjahresquartal auf 30 Prozent. Ein Juli-Auftrag über 18 Satelliten für das Raketenabwehrprogramm "Golden Dome" dürfte diesen Trend fortsetzen. Hinzu kommen ein weiterer CLPS-Landermissionsauftrag der NASA für das Moonbase-Programm sowie zwei Verträge zur Führung der Mondbildaufklärung im Rahmen des Artemis-Programms.
Im August schloss Intuitive Machines zudem die Übernahme von Goonhilly Earth Station und COMSAT ab — ein Schritt, der das Netzwerk für Bodenstationsdienste über Erdorbit, Mondumgebung und Tiefraum erweitern soll.
Kasse schrumpft, Bilanz wächst kräftig
Die Barmittel sanken im Quartalsvergleich auf 367 Millionen Dollar, nachdem das Unternehmen in Lagerbestände, das Bodenstationsnetzwerk und Langfristmaterial für die Satelliten seiner Mondkonstellation investierte. Gleichzeitig wuchs die Bilanzsumme durch Übernahmen und neue Vermögenswerte auf knapp 1,9 Milliarden Dollar — ein deutlicher Sprung gegenüber Ende 2025.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit Erlösen zwischen 900 Millionen und 1 Milliarde Dollar sowie einem positiven bereinigten EBITDA. Damit bestätigt der Konzern den Wachstumspfad, den die Auftragslage bereits andeutet — vom kleinen Nischenanbieter für Mondlandungen hin zu einem Anbieter, der sich selbst als "next-generation space prime" positioniert, mit Fertigung, Netzwerken und Betrieb unter einem Dach.
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