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IQM Quantum: 25-Millionen-Rückkauf angekündigt

Veröffentlicht am: 15.08.2026 um 15:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IQM Quantum Computers kündigt Rückkauf von 25 Millionen Aktien an. Der Auftragsbestand steigt auf 102,1 Millionen Euro, während die Schulden vollständig getilgt wurden.

IQM Quantum Computers: Aktienrückkauf nach Kursrutsch und starkem Auftragswachstum
Abstrakte Darstellung eines Quantencomputer-Labors mit futuristischen Lichteffekten und metallischen Oberflächen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Nach den Kursverlusten der vergangenen Wochen setzt die Führung von IQM Quantum Computers ein deutliches Signal für den Kapitalmarkt. Wie gestern bekannt wurde, hat das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 25.000,000 Anteilscheinen angekündigt.

Diese Maßnahme folgt auf eine Phase erheblichen Verkaufsdrucks, die unmittelbar nach dem Börsengang im Juli eingesetzt hatte. Das Management nutzt das Instrument des Rückkaufs nun offenbar, um das Vertrauen der Anleger in die langfristige Bewertung zu stärken.

Strategischer Rückkauf und finanzielle Stabilität

Die Ankündigung des Programms zeigte am Markt bereits Wirkung. Medienberichten zufolge verzeichnete die Aktie am Donnerstag eine Rally von 8,18 %, was neben dem Rückkaufprogramm auch auf eine allgemein positive Branchenstimmung im Halbleiter- und Technologiesektor zurückgeführt wurde.

Gestern ging das Papier mit einem Kurs von 8,52 € aus dem Handel. Trotz der jüngsten Stabilisierung spiegelt die Kursentwicklung der letzten Wochen die Volatilität nach der Erstnotiz wider; in den vergangenen 30 Tagen verzeichnete der Wert einen Rückgang von 9,0 %.

Die Bilanz des Quantencomputer-Spezialisten wurde zuletzt durch gezielte Entschuldungsmaßnahmen gestärkt. Am 6. August bestätigte das Unternehmen, eine Kreditfazilität bei Kreos Capital in Höhe von 5,0 Millionen Euro vorzeitig vollständig zurückgezahlt und beendet zu haben. Damit ist IQM Quantum Computers nach eigenen Angaben frei von langfristigen Verbindlichkeiten. Der Kurs notiert aktuell rund 9,2 % über seinem 52-Wochen-Tief von 7,80 €, welches am selben Tag markiert wurde.

Starkes Auftragswachstum und Technologie-Partnerschaften

Operativ meldete das Unternehmen am Dienstag signifikante Fortschritte beim Ausbau seines Geschäfts. Der gesamte Auftragsbestand wuchs bis Anfang August auf 102,1 Millionen Euro an, was einer Steigerung von 52 % seit Beginn des laufenden Kalenderjahres entspricht.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist ein am 4. August vermeldeter Großauftrag des CSC über 33,0 Millionen Euro. Dabei soll das System „IQM Halocene H4“ in die LUMI AI Factory integriert werden, was den ersten großen kommerziellen Einsatz der hauseigenen Plattform zur Quantenfehlerkorrektur darstellt.

Parallel dazu treibt IQM die technologische Vernetzung voran. Eine neue Partnerschaft mit NVIDIA sieht vor, die Halocene-Plattform mit der NVQLink-Technologie zu verbinden, um die Integration zwischen Quantenprozessoren (QPUs) und Grafikprozessoren (GPUs) zu optimieren.

Zudem setzt das Unternehmen künftig auf NVIDIA-Modelle zur automatisierten Systemkalibrierung. Diese Kooperationen sollen die Positionierung im wachsenden Markt für hybride Recheninfrastrukturen festigen.

Finanzielle Reichweite und operativer Ausblick

In den am 4. August vorgelegten Zahlen für das zweite Quartal 2026 wies IQM einen Umsatz von 6,7 Millionen Euro aus, ein Plus von 28 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Für das gesamte erste Halbjahr kletterten die Erlöse um 47 % auf 8,9 Millionen Euro. Der operative Verlust weitete sich im Halbjahr auf 60,5 Millionen Euro aus, wobei einmalige Kosten für das Börsenlisting in Höhe von 9,9 Millionen Euro enthalten sind.

Mit Barmitteln von 309,4 Millionen Euro zum Stichtag 2. Juli sieht sich das Unternehmen finanziell bis in das zweite Quartal 2028 abgesichert. Die Prognose für das Gesamtjahr 2026 wurde bestätigt: Angestrebt wird ein Umsatz zwischen 42 Millionen und 47 Millionen Euro bei einem Auftragseingang von bis zu 75 Millionen Euro.

Da die Umsatzrealisierung stark auf das vierte Quartal gewichtet ist, bleibt der Fokus der Anleger auf den kommenden Monaten. Analysten begleiten den Wert seit dem Listing aufmerksam; so stufte Rothschild & Co Redburn die Aktie am 27. Juli mit „Neutral“ und einem Kursziel von 12,88 US-Dollar ein. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für das dritte Quartal wird für November 2026 erwartet.

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