IREN, Aktie

IREN Aktie: AI-Cloud verdoppelt sich, Gesamtgewinn bricht ein

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 07:46 Uhr | Redaktion boerse-global.de

IREN verfehlt UmsatzschÀtzungen und meldet hohen Verlust, wÀhrend AI-Cloud wÀchst und Milliardeninvestitionen den Umbau vorantreiben sollen.

IREN mit hohem Quartalsverlust und starkem AI-Cloud-Wachstum
Modernes Rechenzentrum mit leuchtenden Server-Racks als Symbol fĂŒr den Ausbau von KI-Cloud-Infrastrukturen. Illustration mit AI erstellt.

IREN hat fĂŒr das vierte Quartal des GeschĂ€ftsjahres 2026 einen Nettoverlust von 684 Millionen US-Dollar ausgewiesen. Gleichzeitig meldete das Unternehmen einen Umsatz von 137,2 Millionen US-Dollar – rund 12,7 Prozent unter den SchĂ€tzungen der Analysten und niedriger als die 144,8 Millionen US-Dollar aus dem Vorquartal.

Die Kombination aus schwachem Umsatz und dem hohen Verlust ließ die Aktie am Nachbörslichen Handel um 7,23 Prozent auf 37,6 US-Dollar fallen, obwohl das Papier im regulĂ€ren Handel noch 2,4 Prozent zugelegt hatte.

Der Blick auf die Details zeigt jedoch eine differenziertere Lage. Die UmsÀtze aus dem AI-Cloud-GeschÀft haben sich mehr als verdoppelt und stiegen von 33,6 Millionen auf 70,5 Millionen US-Dollar.

Diese Sparte untermauert den Strategiewechsel des Unternehmens weg vom klassischen Mining hin zu KI-Dienstleistungen. Das bereinigte EBITDA sackte dagegen von 59,5 Millionen auf 19,2 Millionen US-Dollar ab – ein Beleg dafĂŒr, dass der Umbau derzeit noch stark auf die ProfitabilitĂ€t drĂŒckt.

Wachstumsversprechen fĂŒr die kommenden Quartale

Trotz der enttĂ€uschenden Quartalszahlen zeichnet das Unternehmen ein optimistisches Bild fĂŒr die nahe Zukunft. Die jĂ€hrlich wiederkehrenden UmsĂ€tze (ARR) lagen zuletzt bei rund 500 Millionen US-Dollar. Bis zum Dezember-Quartal sollen sie auf ĂŒber 4 Milliarden US-Dollar steigen – VertrĂ€ge dafĂŒr seien bereits unterzeichnet, teilte das Unternehmen mit.

Über die vergangenen zwölf Monate hat IREN zudem rund 19 Milliarden US-Dollar an Finanzierungen gesichert, mit denen der geplante Ausbau der KI-Infrastruktur gestemmt werden soll. FĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2027 kalkuliert das Unternehmen mit Investitionsausgaben zwischen 25 und 30 Milliarden US-Dollar.

Analysten uneinheitlich, aber grundsÀtzlich zuversichtlich

Die Reaktionen der Analysten auf die Zahlen fielen gemischt aus. Compass Point senkte das Kursziel fĂŒr IREN von 105 auf 85 US-Dollar, bestĂ€tigte aber die Kaufempfehlung.

BegrĂŒndet wurde der Schritt mit einem vorsichtigeren Blick auf das KapazitĂ€tswachstum im Kalenderjahr 2027, das sich nach aktueller MarkteinschĂ€tzung langsamer entwickeln dĂŒrfte als bislang angenommen. H.C. Wainwright und Citizens bestĂ€tigten dagegen ihre positiven EinschĂ€tzungen und verwiesen auf die Dynamik im AI-Cloud-GeschĂ€ft als Kaufargument.

FĂŒr Anleger bleibt die Aktie damit ein Wett auf die Zukunft: Die operativen Verluste sind erheblich, doch das Auftragsvolumen und die Wachstumsraten im Cloud-GeschĂ€ft sprechen fĂŒr ein Unternehmen mitten im Umbruch. Der jĂŒngste KursrĂŒckgang von 11 Prozent auf Wochensicht und 7,3 Prozent auf Monatssicht spiegelt diese Unsicherheit wider.

Mit einem Abstand von 53 Prozent zum 52-Wochen-Hoch bei 68,61 Euro notiert die Aktie derzeit deutlich unter ihrem bisherigen Höchststand vom 3. November, wÀhrend sie sich vom 52-Wochen-Tief bei 21,51 Euro bereits um 49 Prozent entfernt hat. Diese Spanne zeigt, wie volatil die Marktbewertung des Umbaus bislang verlÀuft.

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