iShares MSCI EM IMI ETF: 1,1 Prozent unter dem Hoch
Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 05:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Am heutigen Mittwoch verzeichnen die Aktienmärkte der Schwellenländer, insbesondere in Asien, eine deutliche Erholung. Getrieben wird diese Bewegung vor allem von den Chipherstellern der Region, die von neuen Hoffnungen auf steigende Investitionen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) profitieren.
Asiatische Technologietitel treiben die Erholung
Wie Reuters berichtet, handelt es sich bei der aktuellen Aufwärtsbewegung in den technologielastigen Märkten Asiens um eine Teilreaktion auf die vorangegangenen Verluste. Trotz des heutigen Kursanstiegs steuert die Benchmark für die Region auf einen Wochenverlust von mehr als 6 Prozent zu.
Flankiert wird diese Entwicklung durch makroökonomische Impulse aus den USA. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten vom Montag dämpften die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung der Geldpolitik durch die Federal Reserve. Dies stützte den MSCI-Index für Schwellenländer-Aktien in Asien, der zeitweise um 1,4 Prozent zulegte.
Der iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS beendete den gestrigen Dienstagshandel bei einem Schlusskurs von 49,81 Euro. Damit notiert der ETF gegenwärtig rund 1,1 Prozent unter seinem erst am Montag erreichten 52-Wochen-Hoch von 50,37 Euro.
Politische Impulse aus Brasilien und stabiles Sentiment
Neben der technologischen Erholung in Asien lieferte auch Lateinamerika positive Signale für die Schwellenländer. Medienberichten zufolge sorgte das über den Erwartungen liegende Abschneiden von Senator Flávio Bolsonaro in der ersten Runde der dortigen Wahlen für Auftrieb bei brasilianischen Vermögenswerten. Zudem verbuchten Anleger einen Rückgang der Rohölpreise als entlastenden Faktor für viele Schwellenländer-Ökonomien.
Diese Erholung folgt auf eine Phase erheblichen Drucks. Am Freitag belasteten noch steigende Renditen für US-Staatsanleihen und ein erstarkender US-Dollar die Stimmung in den Emerging Markets. Zu diesem Zeitpunkt steuerten die Aktienmärkte des Segments auf ihren größten Wochenverlust seit mehr als zwei Monaten zu. So büßte beispielsweise der indonesische Markt in der vergangenen Woche rund 3,3 Prozent ein.
Kontinuierliche Zuflüsse in Schwellenländer-ETFs
Trotz der jüngsten Kursschwankungen bleibt das Interesse der Investoren an Schwellenländer-ETFs ungebrochen. Dieser langfristige Trend unterstreicht die anhaltende Bedeutung dieser Märkte für diversifizierte Portfolios.
Die Erholung der letzten Tage hat dazu geführt, dass der iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS wieder deutlich über seinem 52-Wochen-Tief notiert, das im Februar bei 42,40 Euro markiert wurde. Das aktuelle Niveau spiegelt den Abstand von rund 17 Prozent zu diesem Tiefpunkt wider.
Angesichts der Erholung bei KI-relevanten Werten und der veränderten Zinserwartungen in den USA bleibt das Marktumfeld für Schwellenländer-Titel hochdynamisch.
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