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Jackson Financial Aktie: Rekordabsatz, Aufstockung

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 23:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Höhere Rentenverkäufe und ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm prägen Jackson Financials drittes Quartal.
Abstrakte Darstellung von finanziellem Wachstum und Markterfolg durch moderne Architektur mit goldenem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Jackson Financial legt zum dritten Quartal Zahlen vor, die den Rekordkurs der Aktie untermauern. Der Lebensversicherer verkauft so viele Rentenprodukte wie nie zuvor und stockt zugleich sein Aktienrückkaufprogramm um eine Milliarde Dollar auf.

Rekordverkäufe treiben das Geschäft

Der Absatz privater Rentenprodukte stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. Treiber waren vor allem indexgebundene Rentenversicherungen (RILA) mit einem Rekordwert von 3,0 Milliarden Dollar, ein Plus von 44 Prozent. Klassische Variable Annuities gaben leicht um 3 Prozent nach.

Das bereinigte operative Ergebnis erreichte 517 Millionen Dollar, je Aktie 7,55 Dollar nach 6,16 Dollar im Vorjahresquartal. Dahinter stehen höhere Zinsmargen auf das gewachsene Anlagevolumen und weniger ausstehende Aktien durch Rückkäufe.

Der Nettogewinn sprang auf 847 Millionen Dollar, nach nur 65 Millionen im Vorjahr. Das lag vor allem an einem besseren Hedging-Ergebnis und einem Gewinn aus rückversichertem Geschäft. Das Management betont, dass diese Posten weder das gesetzliche Kapital noch den Free Cashflow berühren.

Die Vermögensverwaltungstochter PPM wuchs um 13 Prozent auf knapp 102 Milliarden Dollar. Die Partnerschaft mit TPG soll das Spreadgeschäft weiter stützen. Hinzu kommt eine Vertriebsoffensive: Jackson soll exklusiver Anbieter von Rentenprodukten für Mitglieder der Seniorenorganisation AARP werden.

Kapital und Aktionärsrendite

Die Kapitaldecke bleibt solide. Die Solvenzquote der Hauptgesellschaft lag bei geschätzten 524 Prozent, sank aber gegenüber dem Vorquartal, weil das starke Neugeschäft mehr Kapital bindet. Die freie Kapitalerzeugung betrug 281 Millionen Dollar.

An die Aktionäre flossen 291 Millionen Dollar, 39 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Verwaltungsrat hat die Rückkaufermächtigung um eine Milliarde Dollar erhöht. Zusammen mit dem Restbetrag stehen nun rund 1,35 Milliarden Dollar zur Verfügung. Die Ermächtigung ist unbefristet, der Zeitpunkt der Käufe hängt von der Marktlage ab.

Die Quartalsdividende beträgt 0,90 Dollar je Stammaktie. Sie wird am 17. Dezember an Aktionäre ausgezahlt, die am 3. Dezember im Register stehen.

Rekordhoch trifft auf Kritik

Die Aktie hatte zuvor ein Allzeithoch von 140,93 Dollar markiert, seit Jahresbeginn liegt sie gut 32 Prozent im Plus. Nach Börsenschluss legte das Papier um gut 2 Prozent zu. Bereits das zweite Quartal hatte die Erwartungen klar übertroffen.

Ganz ungetrübt ist das Bild nicht. Ein Report des Leerverkäufer-Umfelds um QVT Financial stellte die Bilanzierung infrage, insbesondere die konzerneigene Rückversicherungstochter Brooke Re und eine Forderung von 6,8 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit Hedging-Verlusten. QVT hält Short-Positionen in Aktien und Anleihen des Konzerns.

Am Mittwoch, 4. November, um 16 Uhr deutscher Zeit stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen zu den Zahlen.

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