Jazz, Aktie

Jazz Aktie: Rekordumsatz, roter Gewinn

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 23:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Einmalige Forschungsaufwendungen von 754 Millionen Dollar drückten das Ergebnis; zugleich erhöhte Jazz die Umsatzspanne für das Gesamtjahr.
Abstrakte Darstellung einer modernen Laborumgebung mit Fokus auf wissenschaftliche Innovation und wirtschaftliche Dynamik. Illustration mit AI erstellt.

Jazz Pharmaceuticals hat im dritten Quartal so viel umgesetzt wie nie zuvor und die Umsatzprognose angehoben. Unterm Strich steht dennoch ein tiefroter Wert. Der Grund liegt in einer einmaligen Belastung durch die Actio-Übernahme.

Umsatz wächst, Ergebnis bricht ein

Die Erlöse stiegen um 10 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar und übertrafen damit die Erwartungen von rund 1,2 Milliarden. Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 3,88 Dollar, erwartet war ein Gewinn von 6,30 Dollar.

Ursache ist ein Aufwand für erworbene Forschungsprojekte von 754 Millionen Dollar. Er entfällt auf den Wirkstoff ABS-1230, den Jazz mit Actio ins Haus geholt hat, und belastet das Ergebnis mit rund 11 Dollar je Aktie. Ohne diesen Posten wäre ein Gewinn herausgekommen.

Die Prognose für das Gesamtjahr steigt auf 4,775 bis 4,85 Milliarden Dollar. Zuvor standen 4,6 bis 4,75 Milliarden im Plan. In den ersten neun Monaten erzeugte der Konzern einen operativen Cashflow von 1,3 Milliarden Dollar.

Xywav und Zepzelca tragen, Epidiolex schwächelt

Treiber ist das Schlafmittel Xywav mit 12 Prozent Umsatzplus auf 483 Millionen Dollar. Rund 425 Patienten kamen netto hinzu. Das Krebsmedikament Zepzelca legte um 32 Prozent auf 104 Millionen Dollar zu.

Epidiolex gab dagegen um 2 Prozent auf 295 Millionen Dollar nach. Jazz verweist auf Effekte bei den Abzügen im Vorjahr und auf geringere Lagerauffüllung im Großhandel.

Ziihera kam auf 21 Millionen Dollar. Das Mittel erhielt Ende August die FDA-Zulassung für die Erstlinienbehandlung bei HER2-positivem Magen- und Speiseröhrenkrebs. Der erste volle Verkaufsmonat brachte nach Unternehmensangaben rund 40 Prozent mehr Nachfrage je Verkaufstag und dreimal so viele neue Bestellkonten. Modeyso steuerte 61 Millionen Dollar bei.

Kapitalmaßnahmen und Termine

Im Quartal platzierte Jazz Wandelanleihen über 1,25 Milliarden Dollar und kaufte parallel eigene Aktien für 225 Millionen Dollar zurück. Damit ist das Programm aus 2024 ausgeschöpft. Im Oktober genehmigte der Verwaltungsrat ein neues Programm mit einem Volumen von bis zu 500 Millionen Dollar.

Die Aktie schloss zuletzt bei 214,44 Dollar. Auf Sicht von drei Monaten liegt sie rund 16 Prozent im Minus, binnen eines Jahres aber etwa 55 Prozent im Plus. In den vergangenen 90 Tagen gab es elf negative Gewinnrevisionen bei keiner positiven, was die Skepsis der Analysten zeigt.

Der nächste Pflichttermin ist die Jahrestagung der Neuroonkologen SNO vom 12. bis 15. November in Philadelphia. Dort präsentiert Jazz Daten zur Phase-3-Studie ACTION mit Modeyso. Die Zwischenanalyse dazu erwartet das Unternehmen im ersten Halbjahr 2027. Für die Kapsel-Version von Epidiolex ist der 16. April 2027 als Entscheidungstermin der FDA gesetzt.

Anzeige

Jazz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Jazz-Analyse vom 2. November liefert die Antwort:

Die neusten Jazz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Jazz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Jazz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Disclaimer...
de | IE00B4Q5ZN47 | JAZZ | boerse | 70447787 |