Kapsch TrafficCom: Auftrag fĂŒr 20 Mautstellen in Dominikanischer Republik
Veröffentlicht am: 12.09.2026 um 11:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der österreichische Mautspezialist Kapsch TrafficCom treibt seine internationale Expansion in Lateinamerika voran. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, erhielt es den Zuschlag fĂŒr ein umfassendes Projekt zur Modernisierung und digitalen Transformation des nationalen Mautsystems in der Dominikanischen Republik.
Der Auftrag umfasst die Ausstattung von 20 Mautstellen und insgesamt 183 Fahrspuren. Neben der technischen Implementierung sieht die Vereinbarung auch langfristige Wartungs- und Supportleistungen durch den Konzern vor.
Weichenstellungen auf der Hauptversammlung
Parallel zu den operativen Fortschritten im Ausland standen in dieser Woche wichtige strukturelle Entscheidungen im Fokus. Auf der ordentlichen Hauptversammlung am Mittwoch stimmten die AktionÀre der Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals zu.
Dieses Instrument soll dem Unternehmen kĂŒnftige finanzielle HandlungsspielrĂ€ume sichern, was vor dem Hintergrund der Ende Juli vereinbarten Eckpunkte zur Restrukturierung mit den wesentlichen FinanzglĂ€ubigern von Bedeutung ist.
Bei der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat zeigte sich jedoch ein gespaltenes Bild innerhalb der EigentĂŒmerstruktur. Medienberichten zufolge verweigerten KleinaktionĂ€re dem Management die Entlastung.
Dass die entsprechenden BeschlĂŒsse dennoch gefasst wurden, ist demnach auf die Stimmen des KernaktionĂ€rs zurĂŒckzufĂŒhren. Die KAPSCH-Group Beteiligungs GmbH hatte bereits Anfang August ĂŒber neun Millionen Aktien der Gesellschaft verpfĂ€ndet. Als neuer AbschlussprĂŒfer fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2026/27 wurde Ernst & Young bestellt.
Personelle BestÀtigung und operative Meilensteine
Personell gab es eine formelle BestĂ€tigung im Kontrollgremium des Konzerns. Dr. Arno Haselhorst wurde durch die Hauptversammlung offiziell in den Aufsichtsrat gewĂ€hlt. Haselhorst war bereits im Vorfeld der Abstimmung in das Gremium berufen worden, was als Bedingung der Banken im Rahmen einer Stillhaltevereinbarung galt. Die AktionĂ€re beschlossen zudem eine Erweiterung des Aufsichtsrats auf nunmehr fĂŒnf gewĂ€hlte Mitglieder.
Abseits der Gremienarbeit meldete das Unternehmen Fortschritte in seinen KernmÀrkten. In Nordamerika erreichte der Produktionsstandort im kanadischen Mississauga einen signifikanten Meilenstein mit der Fertigung des 115-millionsten Mauttransponders.
In Ozeanien wurde zudem die Modernisierung des Verkehrsmanagementsystems fĂŒr die New Zealand Transport Agency erfolgreich abgeschlossen. Das dort implementierte System Dynac-V17 ging bereits im Juni im Auckland Traffic Operations Centre in den Live-Betrieb.
Angespannte Lage an der Börse
Trotz der neuen Auftragsmeldungen bleibt die Situation fĂŒr Anleger an der Wiener Börse herausfordernd. Die Aktie verzeichnet seit Jahresbeginn einen Wertverlust von 20 %.
Am Freitag verlieĂ das Papier den Handel mit einem Schlusskurs von 4,52 Euro. Damit bewegt sich der Kurs weiterhin in der NĂ€he seines 52-Wochen-Tiefs von 4,38 Euro, welches erst am 1. September markiert worden war. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt derzeit bei rund 62,6 Millionen Euro.
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