Kenroku-en Kanazawa, Reise

Kenroku-en Kanazawa: Japans Garten der sechs Vollkommenheiten

17.05.2026 - 20:58:28 | ad-hoc-news.de

Kenroku-en Kanazawa gehört zu Japans berühmtesten Gärten. Warum dieser historische Landschaftsgarten in Kanazawa Reisende aus Deutschland so berührt – und wie der Besuch gelingt.

Kenroku-en Kanazawa, Reise, Japan
Kenroku-en Kanazawa, Reise, Japan

Wer durch das schlichte Eingangstor des Kenroku-en Kanazawa tritt, steht plötzlich in einer anderen Welt: Laternen spiegeln sich im Wasser, geschwungene Brücken führen über stille Teiche, alte Kiefern neigen sich wie in Zeitlupe. Der Kenroku-en (sinngemäß „Garten der sechs Vollkommenheiten“) gilt als einer der drei schönsten Landschaftsgärten Japans – und er ist das grüne Herz von Kanazawa.

Kenroku-en Kanazawa: Das ikonische Wahrzeichen von Kanazawa

Kenroku-en Kanazawa liegt mitten in der Stadt Kanazawa an der japanischen Westküste, nur wenige Schritte von der Burg Kanazawa entfernt. Für viele Besucherinnen und Besucher ist dieser Garten der Grund, überhaupt nach Kanazawa zu reisen. Die Deutsche Zentrale für Tourismus verweist in ihren Japan-Empfehlungen immer wieder auf die „klassisch-japanische Gartenkunst“ in Kanazawa, und auch GEO Saison beschreibt Kenroku-en als „Musterbeispiel der Edo-Zeit-Gärten“.

Der Name Kenroku-en geht auf ein chinesisches Ideal zurück: Ein vollkommener Garten vereint sechs Eigenschaften – Weite, Abgeschiedenheit, Kunstfertigkeit, Alter, Wasserläufe und schöne Aussicht. In Kanazawa wurden diese Ideale in einem mehrere Hektar großen Landschaftsgarten umgesetzt. Anders als ein symmetrischer Barockgarten, wie man ihn aus Deutschland (etwa in Herrenhausen oder Schwetzingen) kennt, wirkt Kenroku-en wie eine idealisierte Natur: Hügel, Teiche, Bäche und Bäume sind so komponiert, dass sie wie zufällig wirken – und doch ist jedes Detail bewusst gestaltet.

Die Atmosphäre ist dabei erstaunlich wandelbar. Im Frühling blühen Hunderte Kirschbäume, im Sommer leuchten die Moosflächen in sattem Grün, im Herbst färben sich Ahorn und Gingko tiefrot und goldgelb, und im Winter schützen kunstvolle Seilgestelle – die berühmten Yukitsuri – die Kiefern vor der Schneelast. Der japanische Sender NHK hebt Kenroku-en regelmäßig als besonders gutes Beispiel für die „Vier-Jahreszeiten-Ästhetik“ Japans hervor.

Geschichte und Bedeutung von Kenroku-en

Die Ursprünge von Kenroku-en reichen in die frühe Edo-Zeit (17. Jahrhundert) zurück. Kanazawa war Sitz des mächtigen Maeda-Clans, einer der reichsten Fürstenfamilien des Landes. Laut der offiziellen Tourismusbehörde von Ishikawa und der Stadt Kanazawa begann der Garten als Privatgarten der Burganlage. Im 17. Jahrhundert entstand zunächst ein „Außengarten“ für die Residenz der Maeda, der im Laufe der Zeit immer weiter ausgebaut wurde.

Im 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Kenroku-en zu dem, was Besucher heute sehen. Besonders unter dem Fürsten Maeda Narinaga wurden Teiche erweitert, Hügel modelliert und Pavillons errichtet. Reise-Expertinnen von National Geographic und das japanische Kultusministerium betonen, dass Kenroku-en ein wichtiges Beispiel für den sogenannten „Daimyo-Garten“ ist – also eine Prunkanlage, die die Macht und den ästhetischen Anspruch eines Feudalherrn zeigen sollte.

Nach dem Ende des Feudalsystems in der Meiji-Zeit (ab 1868) wurden viele ehemalige Fürstengärten aufgegeben oder stark verändert. Kenroku-en hatte dagegen Glück: Die Gartenanlage ging in staatlichen Besitz über und wurde relativ früh als kulturell wertvoll erkannt. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Garten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute ist Kenroku-en als „Besondere landschaftlich schöne Stätte“ (Special Place of Scenic Beauty) durch die japanische Regierung ausgewiesen – eine der höchsten Kategorien im japanischen Denkmalschutz. Dies wird sowohl von der japanischen Agentur für kulturelle Angelegenheiten als auch von der Tourismusorganisation JNTO bestätigt.

Für deutsche Reisende ist Kenroku-en auch historisch interessant, weil er in etwa in der Zeit entstand, als in Europa Landschaftsgärten wie Wörlitz in Sachsen-Anhalt oder der Englische Garten in München Mode wurden. Während europäische Landschaftsgärten häufig weite, offene Wiesen und Sichtachsen betonen, setzt Kenroku-en mehr auf die Abfolge von „Gartenszenen“ und die Inszenierung von Wasserflächen und Steinsetzungen. Diese Unterschiede werden in japanischen Gartenführern und in Fachpublikationen der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft herausgearbeitet.

Über die Jahrhunderte hinweg war Kenroku-en nicht nur ein Ort der Repräsentation, sondern auch des Rückzugs. Samurai, Gelehrte und später städtische Eliten suchten hier Ruhe und Inspiration. Tageszeitungen wie die „Asahi Shimbun“ berichten immer wieder, dass auch heute noch viele Einwohner Kanazawas Jahreskarten für den Garten besitzen und ihn regelmäßig als „grünes Wohnzimmer“ nutzen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Wer Kenroku-en Kanazawa besucht, merkt schnell: Der Garten ist kein bloĂźes Arrangement von Pflanzen, sondern ein durchkomponiertes Gesamtkunstwerk aus Landschaft, Architektur und Symbolik. Die Japan National Tourism Organization (JNTO) hebt in ihren Informationen zu Kenroku-en mehrere zentrale Elemente hervor, die auch in deutschsprachigen ReisefĂĽhrern von Marco Polo und DuMont beschrieben werden.

Im Zentrum steht der Kasumiga-ike, ein großer Teich, der eine idealisierte Meereslandschaft symbolisiert. Kleine Inseln, sorgfältig platzierte Felsen und Brücken lassen ihn größer wirken, als er tatsächlich ist. Eine der Inseln ist so gestaltet, dass sie an eine Schildkröte erinnert – in der ostasiatischen Symbolik ein Zeichen für Langlebigkeit. Nicht weit entfernt findet sich der Hisago-ike, ein gourd-förmiger (kürbisförmiger) Teich, dessen Form in Luftaufnahmen erkennbar ist.

Besonders berühmt ist die Steinlaterne Kotoji-toro, die mit zwei „Beinen“ in den Teich ragt. Sie wurde zu einem inoffiziellen Symbol von Kanazawa und taucht in nahezu jeder Fotostrecke über die Stadt auf – auch deutsche Medien wie die „Süddeutsche Zeitung“ zeigen sie regelmäßig, wenn sie über Kanazawa berichten. Ihr Name bezieht sich auf die Brücke einer Koto, eines traditionellen Saiteninstruments, an die ihre Form erinnern soll.

Ein weiteres Highlight ist der künstliche Wasserfall Midori-taki sowie der höher gelegene Gartenbereich mit Blick über Kanazawa. Von einigen Punkten lässt sich bei klarem Wetter bis zur Japanischen See schauen. Laut der Präfektur Ishikawa wurde das historische Bewässerungssystem des Gartens über den Saigawa-Fluss und kunstvolle Kanäle gespeist – ein frühes Beispiel ingenieurtechnischer Kunst, das in offiziellen Informationsbroschüren hervorgehoben wird.

Im Winter prägt ein ganz eigenes Bild den Garten: Die charakteristischen Yukitsuri-Strukturen. Dabei werden Kiefern mithilfe von Seilen und zentralen Masten unter Spannung gesetzt, um ihre Äste vor Schneebruch zu schützen. Dieses System ist zugleich funktional und ästhetisch – es ist zu einem visuellen Symbol des Winters in Kanazawa geworden. Japanische und internationale Medien, darunter die BBC, nutzen Bilder der Yukitsuri häufig, wenn sie über die Winterzeit in Japan berichten.

Auch die Pflanzenwelt ist sorgfältig kuratiert. Neben Kiefer, Ahorn und Kirschbäumen finden sich zahlreiche Azaleen, Pflaumenbäume und Moosflächen. Die Saison der Kirschblüte, die in Kanazawa meist etwas später als in Tokio einsetzt, gehört zu den beliebtesten Besuchszeiten. Laut der Wetterbehörde Japans liegt die Blüte in der Region Hokuriku in der Regel Anfang bis Mitte April – exakte Daten schwanken aber von Jahr zu Jahr, weshalb Reiseführer und das Auswärtige Amt empfehlen, kurz vor der Reise aktuelle Vorhersagen zu prüfen.

Architektonische Akzente setzen Tee-Pavillons und kleinere Gebäude im Garten. Sie sind Beispiele traditioneller japanischer Holzarchitektur mit Schiebetüren, Tatami-Böden und Blickachsen in den Garten. In einigen Fällen wurden historische Bauten, die ursprünglich an anderen Orten standen, in Kenroku-en versetzt – eine Praxis, die in Japan häufig vorkommt und in Fachpublikationen, etwa von der japanischen Gesellschaft für Denkmalpflege, dokumentiert ist.

Kunsthistoriker betonen, dass Kenroku-en nicht als „Museumsgarten“ gedacht ist, sondern als lebendiger Raum, der sich mit den Jahreszeiten verändert. Die Pflege ist entsprechend aufwendig: Teams von Gärtnern sind täglich damit beschäftigt, Bäume zu beschneiden, Wege zu pflegen und die Wasserläufe zu kontrollieren. In Berichten des japanischen Fernsehens wird regelmäßig auf diese Arbeit hingewiesen, die ein wichtiges immaterielles Kulturerbe darstellt.

Kenroku-en Kanazawa besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise ab Deutschland
    Kenroku-en liegt im Zentrum von Kanazawa in der Präfektur Ishikawa an der Westküste der Hauptinsel Honshu. Von Tokio aus ist Kanazawa über den Hochgeschwindigkeitszug Hokuriku-Shinkansen in etwa 2,5 bis 3 Stunden erreichbar. Für Reisende aus Deutschland empfiehlt die Deutsche Zentrale für Tourismus die Anreise über internationale Drehkreuze wie Tokio (Flughafen Haneda oder Narita) oder Osaka (Kansai International Airport). Direktflüge aus Deutschland bestehen in der Regel nach Tokio und Osaka, die Flugzeit beträgt ungefähr 11 bis 13 Stunden, abhängig von Abflugort (Frankfurt, München, Düsseldorf oder Berlin) und Verbindung. Von Osaka aus ist Kanazawa per Limited Express-Zug in rund 2,5 bis 3 Stunden zu erreichen. Innerjapanische Verbindungen können sich ändern, daher sollten Fahrpläne vor der Reise bei JR (Japan Railways) geprüft werden.
  • Orientierung vor Ort
    Vom Bahnhof Kanazawa fahren mehrere Buslinien zum Kenroku-en und zur Burg Kanazawa. Die lokale Tourismusbehörde und Reiseführer wie Marco Polo empfehlen insbesondere die Loop-Buslinien, die die wichtigsten Sehenswürdigkeiten anfahren. Die Busfahrt vom Bahnhof zum Garten dauert je nach Linie etwa 10 bis 15 Minuten. Alternativ ist eine Taxifahrt möglich, die in Japan als zuverlässig gilt.
  • Ă–ffnungszeiten
    Offizielle Angaben der Verwaltung von Kenroku-en und der Präfektur Ishikawa nennen saisonabhängige Öffnungszeiten, die sich nach Sonnenaufgang und Sonnenuntergang richten. In vielen Monaten öffnet der Garten am frühen Morgen und schließt am frühen Abend. Da Zeiten leicht angepasst werden können, etwa bei Veranstaltungen oder witterungsbedingten Einschränkungen, sollten Besucherinnen und Besucher die aktuellen Öffnungszeiten direkt über die offizielle Website von Kenroku-en Kanazawa oder über die Tourismusinformation der Stadt Kanazawa prüfen. Häufig ist der Garten an bestimmten Frühlingstagen während der Kirschblüte sowie zu ausgewählten Terminen im Herbst oder Winter abends illuminiert; diese Sonderöffnungen werden im Voraus angekündigt.
  • Eintrittspreise
    Kenroku-en erhebt einen moderaten Eintritt. Offizielle japanische Stellen geben einen Betrag im unteren einstelligen Euro-Bereich an, der in Yen bezahlt wird. Da Preise in regelmäßigen Abständen angepasst werden können, sollte die genaue Höhe kurz vor dem Besuch auf der offiziellen Website oder bei der Touristeninformation kontrolliert werden. Wichtig: In Japan wird üblicherweise in der Landeswährung Yen gezahlt; die Bezahlung kleiner Eintrittsgelder erfolgt häufig bar.
  • Beste Reisezeit
    Laut Japan National Tourism Organization und zahlreichen Reisemagazinen gehören Frühling (Kirschblüte) und Herbst (Laubfärbung) zu den beliebtesten Zeiten für Kenroku-en. Im Frühling ist mit einem spürbaren Besucherandrang zu rechnen, insbesondere zur Hauptblüte der Kirschbäume. Der Herbst bietet intensive Farben und tendenziell etwas ruhigere Stimmung, abgesehen von Wochenenden. Der Winter kann sehr atmosphärisch sein, wenn Schnee auf den Yukitsuri-Gerüsten liegt – allerdings ist es dann in Kanazawa deutlich kühler als in vielen Regionen Deutschlands, mit Temperaturen oft im einstelligen Plusbereich oder darunter. Sommermonate sind eher warm und feucht. Um Menschenmassen zu vermeiden, empfehlen Reiseführer und lokale Behörden, den Garten früh am Morgen oder im späten Nachmittag zu besuchen.
  • Sprache und Verständigung
    In Kanazawa wird überwiegend Japanisch gesprochen. Englisch ist in touristischen Einrichtungen wie Hotels, Informationszentren und an größeren Bahnhöfen verbreitet, im Alltag jedoch weniger. Laut Erfahrungen, die unter anderem von der Deutschen Botschaft in Tokio wiedergegeben werden, kommen Reisende mit einfachen englischen Sätzen und gegebenenfalls einer Übersetzungs-App gut zurecht. Deutsch wird eher selten gesprochen. Beschilderungen in Kenroku-en sind häufig zweisprachig (Japanisch/Englisch), zum Teil auch mit Symbolen.
  • Zahlung und Trinkgeld
    Japan ist traditionell eine Bargeldgesellschaft, auch wenn Kartenzahlung – einschließlich Kreditkarten und mobiler Zahlverfahren – immer stärker verbreitet ist, vor allem in Städten wie Kanazawa. Kleinere Beträge wie Bustickets oder Eintritte werden aber häufig noch bar bezahlt. Die Deutsche Zentrale für Tourismus und das Auswärtige Amt weisen darauf hin, dass Trinkgeld in Japan unüblich ist und in manchen Situationen sogar als unhöflich empfunden werden kann. Guter Service ist im Preis inbegriffen. In gehobenen Hotels oder Ryokan kann eine kleine Aufmerksamkeit diskret angenommen werden, ist aber nicht erwartet.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Für den Besuch von Kenroku-en gibt es keine formelle Kleiderordnung. Bequeme Schuhe sind empfehlenswert, da sich der Garten über ein größeres Areal mit einigen Höhenunterschieden erstreckt. Regenschirme und Regenjacken sind vor allem in der feuchteren Jahreszeit sinnvoll. Als allgemeine Verhaltensregeln betonen japanische Tourismusbehörden: auf den Wegen bleiben, Pflanzen nicht berühren, keine Steine versetzen und leise sprechen. Picknicks sind in vielen Bereichen nicht vorgesehen; aktuelle Hinweise sind vor Ort ausgeschildert.
  • Fotografie
    Fotografieren ist im Freien in Kenroku-en in der Regel erlaubt, sofern andere Besucher nicht gestört und Pflanzen nicht beschädigt werden. Stative und umfangreiches Fotoequipment können zu bestimmten Zeiten eingeschränkt sein, insbesondere bei großem Besucherandrang. Drohnen sind, wie an den meisten kulturell bedeutsamen Orten Japans, in der Regel untersagt. Wer Fotos für kommerzielle Zwecke machen möchte, sollte sich vorab bei der Verwaltung des Gartens nach möglichen Genehmigungen erkundigen.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge
    Japan ist für viele Deutsche ein Fernreiseziel. Das Auswärtige Amt empfiehlt, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Einreisebestimmungen zu informieren, etwa bezüglich Reisepass, möglicher Visafreiheit für kurzfristige touristische Aufenthalte und eventueller gesundheitlicher Anforderungen. Deutsche Staatsbürger sollten die aktuellen Hinweise unter auswaertiges-amt.de prüfen. Innerhalb Japans ist das Gesundheitssystem gut ausgebaut; eine Auslandsreisekrankenversicherung wird dennoch empfohlen, da gesetzliche deutsche Krankenkassen Behandlungskosten außerhalb Europas meist nicht abdecken.
  • Zeitzone und Zeitverschiebung
    Kanazawa liegt in der Zeitzone Japan Standard Time (JST), die der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) in der Regel um acht Stunden voraus ist. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) sind es meist sieben Stunden. Das bedeutet: Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr mittags ist, ist es in Kanazawa je nach Saison etwa 19:00 oder 20:00 Uhr. Diese Zeitverschiebung sollte bei Reiseplanung und Jetlag-Management berücksichtigt werden.

Warum Kenroku-en auf jede Kanazawa-Reise gehört

Viele Reiseführer empfehlen Kanazawa als Alternative oder Ergänzung zu Großstädten wie Tokio und Kyoto. Die Stadt ist deutlich überschaubarer, bewahrt aber ein reiches kulturelles Erbe – von Samurai-Residenzen über Geisha-Viertel bis zum zeitgenössischen 21st Century Museum of Contemporary Art. Kenroku-en Kanazawa bildet dabei den ruhigen Gegenpol zur urbanen Umgebung.

Was Kenroku-en für Reisende aus Deutschland besonders attraktiv macht, ist die Mischung aus Vertrautem und Fremdem. Wer gewohnt ist, in deutschen Parks spazieren zu gehen, erkennt viele Elemente wieder: Wasser, Bäume, Sitzbänke. Gleichzeitig ist die Ästhetik eine ganz andere: asymmetrisch, von Symbolik durchzogen, mit einem starken Fokus auf Jahreszeiten. Fachautoren, etwa in „MERIAN Japan“, beschreiben Kenroku-en als einen Ort, an dem sich die japanische Gartenphilosophie intuitiv erleben lässt – ohne lange Erklärungen.

Hinzu kommt die Kombination mit den anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt. Direkt neben Kenroku-en liegt die Burg Kanazawa, ein weitläufiges Areal mit rekonstruierten Toren und Mauern. Wenige Gehminuten entfernt befindet sich das 21st Century Museum of Contemporary Art, das internationale Ausstellungen zeigt und in Architekturfachzeitschriften wie „Detail“ immer wieder besprochen wurde. Die traditionellen Viertel Higashi Chaya (ein historisches Geisha-Viertel), das Samurai-Viertel Nagamachi und der Omicho-Markt mit frischem Fisch und Meeresfrüchten sind ebenfalls leicht erreichbar.

Für kulturinteressierte deutsche Besucherinnen und Besucher ermöglicht Kenroku-en eine besondere Form des Reiseerlebnisses: Statt nur bekannte „Fotomotive“ abzuhaken, kann man hier bewusst verweilen. Viele japanische und internationale Autoren betonen, dass der Garten ideal ist, um die eigene Reisegeschwindigkeit zu drosseln – etwa nach mehreren Tagen in den hochdynamischen Metropolen Tokio oder Osaka.

Auch Familien finden im Kenroku-en einen geeigneten Ort für einen entspannten Spaziergang, wenngleich Kinder mitunter etwas weniger mit der symbolischen Tiefe des Gartens anfangen können. Dennoch bieten Teiche mit Karpfen, kleine Brücken und wechselnde Perspektiven genug für neugierige Blicke. Barrierefreiheit ist in historischen Gärten nur eingeschränkt gegeben, dennoch bemüht sich die Verwaltung, bestimmte Wege zugänglicher zu gestalten. Konkrete Informationen hierzu werden regelmäßig durch die Stadt Kanazawa aktualisiert.

Viele deutschsprachige Reisemagazine empfehlen, Kenroku-en je nach Interesse mindestens ein bis zwei Stunden zu widmen. Wer fotografiert oder die Stimmung verschiedener Tageszeiten erleben möchte, kann auch problemlos einen halben Tag einplanen. Der Garten lässt sich gut mit einem Besuch der Burg sowie einem anschließenden Bummel durch die Stadt verbinden.

Kenroku-en Kanazawa in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und EindrĂĽcke

In sozialen Netzwerken hat sich Kenroku-en Kanazawa längst von einem Geheimtipp zu einem häufig geteilten Motiv entwickelt. Besonders die Kotoji-Laterne, die Kirschblüte am Kasumiga-ike und die Yukitsuri-Konstruktionen im Schnee tauchen auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube immer wieder auf. Reisecontent-Creator aus Japan, Europa und zunehmend auch aus Deutschland nutzen den Garten als Kulisse für Reels, Vlogs und Fotostrecken. Offizielle Tourismusorganisationen betonen gleichzeitig die Bedeutung eines respektvollen Umgangs: Viele Kampagnen erinnern daran, Wege nicht zu verlassen und die Ruhe des Gartens zu achten, auch wenn man auf der Suche nach dem perfekten Foto ist.

Häufige Fragen zu Kenroku-en Kanazawa

Wo liegt Kenroku-en Kanazawa genau?

Kenroku-en befindet sich im Stadtzentrum von Kanazawa in der Präfektur Ishikawa auf der Hauptinsel Honshu in Japan. Der Garten grenzt direkt an die historische Burg Kanazawa und ist vom Hauptbahnhof Kanazawa aus mit Bus oder Taxi in etwa 10 bis 15 Minuten zu erreichen.

Seit wann gibt es den Kenroku-en?

Die Ursprünge des Gartens reichen in das 17. Jahrhundert zurück, als der Maeda-Clan, die damaligen Fürsten von Kanazawa, einen repräsentativen Garten anlegen ließ. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde Kenroku-en schrittweise erweitert und gestaltet. In der Meiji-Zeit wurde er für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und steht heute unter strengem Denkmalschutz.

Wie viel Zeit sollte man fĂĽr den Besuch von Kenroku-en einplanen?

Für einen ersten Eindruck empfehlen viele Reiseführer mindestens ein bis zwei Stunden. Wer fotografiert, die Ruhe des Gartens genießen und verschiedene Bereiche in Ruhe entdecken möchte, kann problemlos einen halben Tag einplanen, besonders wenn der Besuch mit der Besichtigung der Burg Kanazawa kombiniert wird.

Wann ist die beste Reisezeit fĂĽr Kenroku-en?

Kenroku-en ist ganzjährig sehenswert. Besonders beliebt sind jedoch der Frühling mit der Kirschblüte und der Herbst mit der intensiven Laubfärbung. Der Winter bietet mit Schnee und den Yukitsuri-Seilkonstruktionen eine sehr stimmungsvolle Atmosphäre, die Sommermonate sind dagegen warm und oft feucht. Wer Menschenmassen meiden möchte, sollte Wochentage und frühe Morgenstunden bevorzugen.

Ist Kenroku-en gut mit anderen SehenswĂĽrdigkeiten in Kanazawa kombinierbar?

Ja. Der Garten liegt direkt neben der Burg Kanazawa und in fußläufiger Entfernung zum 21st Century Museum of Contemporary Art. Die traditionellen Viertel Higashi Chaya, der Omicho-Markt und das Samurai-Viertel Nagamachi sind mit Bus oder zu Fuß gut erreichbar. Viele Besucher planen einen ganzen Tag ein, um Kenroku-en und die umliegenden Attraktionen zu verbinden.

Mehr zu Kenroku-en Kanazawa auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis   Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂĽr. Immer. Kostenlos.
de | boerse | 69359261 |