Kenvue Aktie: Abschied aus dem S&P 500
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 03:12 Uhr | Redaktion boerse-global.deKenvue verlässt den wichtigsten US-Aktienindex. Okta rückt in den S&P 500 auf, weil Kimberly-Clark den Konsumgüterhersteller übernimmt und der Abschluss des Deals bevorsteht. Die Indexänderung folgt unmittelbar auf die Quartalszahlen, die das Unternehmen am Freitag vorgelegt hat.
Indexwechsel in mehreren Stufen
S&P Dow Jones Indices hat die Anpassung angekündigt. Okta kommt aus dem MidCap 400 in den S&P 500, Glaukos steigt aus dem SmallCap 600 in den MidCap 400 auf. McGrath RentCorp übernimmt den frei werdenden Platz im SmallCap 600.
Der Hintergrund ist schlicht: Die Transaktion mit Kimberly-Clark soll in Kürze abgeschlossen werden, sofern die finalen Bedingungen erfüllt sind. Mit dem Vollzug endet die eigenständige Börsennotierung von Kenvue.
Solide Zahlen zum Abschied
Im dritten Quartal wuchs der Umsatz um 3,2 Prozent auf 3,886 Milliarden Dollar. Organisch legten die Erlöse um 2,9 Prozent zu, getragen von höheren Absatzmengen und besseren Preisen. Es war das vierte Quartal in Folge mit Wachstum.
Der Nettogewinn stieg auf 430 Millionen Dollar nach 398 Millionen im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,22 Dollar, bereinigt bei 0,29 Dollar.
Die operative Marge verbesserte sich auf 18,2 Prozent nach 16,7 Prozent. Das Unternehmen nennt Einsparungen in der Lieferkette, Rückerstattungen von US-Zöllen und höhere Preise als Treiber. Die Kosten für Markenwerbung stiegen dagegen.
Segmente mit unterschiedlichem Tempo
Die Sparte Self Care wuchs organisch um 5,4 Prozent. Nicorette lieferte ein niedriges zweistelliges Plus, und Tylenol gewann in den USA Marktanteile, obwohl die Kategorie schwächelte. Essential Health legte organisch um 2,5 Prozent zu, getragen von Baby Care, Frauengesundheit und Wundversorgung.
Schwächer lief es bei Skin Health and Beauty. Dort sank der organische Umsatz um 0,5 Prozent, belastet durch verlorene Distribution und Promotion-Timing in den USA sowie Handelsverhandlungen in Europa. Haarpflege mit Rogaine und OGX wuchs dagegen zweistellig.
Der Free Cashflow der ersten neun Monate stieg auf 1,6 Milliarden Dollar nach 1,0 Milliarden im Vorjahr. Die Verschuldung sank auf 8,2 Milliarden Dollar.
Keine Prognose, keine Telefonkonferenz
Wegen der anstehenden Fusion gibt Kenvue keinen Ausblick mehr und verzichtet auf die übliche Telefonkonferenz. Konzernchef Kirk Perry kündigte an, man nähere sich dem Abschluss der Kombination mit Kimberly-Clark. Für die Aktie zählt damit vor allem der Vollzugstermin: Sobald die letzten Abschlussbedingungen erfüllt sind, wird Okta den Platz im S&P 500 einnehmen.
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