Kering Aktie: Gucci enttÀuscht erneut
Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 09:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Zahlen fĂŒr das dritte Quartal sollten Gucci eigentlich einen Wendepunkt bringen. Stattdessen verschĂ€rft sich der RĂŒckgang, und die Aktie rutscht am Freitag um rund elf Prozent ab, auf ein neues Jahrestief von etwa 189 Euro.
Gucci schwÀcher als im Vorquartal
Der Umsatz der Kernmarke sank auf vergleichbarer Basis um sechs Prozent auf 1,29 Milliarden Euro. Im zweiten Quartal hatte das Minus noch bei zwei Prozent gelegen. Als Hauptgrund gilt die anhaltend schwache Kundenfrequenz in China.
Der Konzernumsatz lag bei 3,345 Milliarden Euro, vergleichbar ein Prozent niedriger. Das entsprach in etwa den Erwartungen. Schmuck wuchs vergleichbar um elf Prozent, doch die Sparte ist zu klein, um den Druck bei Mode und Lederwaren aufzufangen. Auch die Brillensparte legte zu.
Hinzu kam die Vorsicht des Managements. Finanzchefin Armelle Poulou lieĂ offen, ob der Konzern zum Jahresgewinn zurĂŒckfinden kann, und verwies auf die Jahreszahlen. Der Markt las das als Warnsignal.
Turnaround-Plan bleibt, Skepsis auch
Kering hĂ€lt an dem Plan von CEO Luca de Meo fest. Gucci soll preislich fĂŒr die Mittelschicht attraktiver werden, zudem kommen neue Kollektionen von Kreativdirektor Demna in die LĂ€den. Die Zahl der GeschĂ€ftsschlieĂungen soll bis Jahresende auf 125 steigen.
Dass die Wirkung bislang ausbleibt, zeigt der Kommentar von JP-Morgan-Analystin Chiara Battistini: Die Fortschritte bei der MarkenattraktivitĂ€t stĂŒnden noch ganz am Anfang. UBS hatte das Kursziel schon vor der Zahlenvorlage von 285 auf 224 Euro gesenkt und die GewinnschĂ€tzung fĂŒr 2027 um 14 Prozent gekappt. TD Cowen kappte auf 235 Euro, von zuvor 280 Euro.
RBC sah das Quartal dagegen nĂŒchterner. Die Bank belieĂ das Kursziel bei 260 Euro und die Einstufung bei "Sector Perform". Der GroĂhandel habe die SchwĂ€che im Gucci-Einzelhandel ausgeglichen. Das Analystenbild reicht damit von 224 bis 260 Euro, und viele Beobachter rechnen mit einer echten Gucci-Erholung erst 2027 oder spĂ€ter.
Branche liefert keinen RĂŒckenwind
Auch das Umfeld hilft nicht. LVMH hatte fĂŒr das dritte Quartal einen RĂŒckgang der Nachfrage chinesischer Kunden von 15 Prozent gemeldet. SchwĂ€chere US-Konsumdaten, der Konflikt im Nahen Osten und Chinas Steuerdruck auf Vermögende belasten die Branche zusĂ€tzlich.
Der nĂ€chste PrĂŒfstein sind die Jahreszahlen. Dort muss Kering erstmals konkret sagen, ob 2026 noch ein Wachstumsjahr wird, und ob die SchlieĂung von 125 GeschĂ€ften die Margen stĂŒtzt.
Kering-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Kering-Analyse vom 23. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Kering-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf fĂŒr Kering-AktionĂ€re. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Kering: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
