Kinross Gold Aktie: 727 Millionen Dollar Cashflow
Veröffentlicht am: 29.07.2026 um 23:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kinross Gold hat für das zweite Quartal 2026 Zahlen vorgelegt, die den Goldpreis-Boom in klingende Münze verwandeln. Der Konzern meldet einen freien Cashflow von über 725 Millionen Dollar und einen Gewinn von 844,2 Millionen Dollar. Parallel dazu treibt das Unternehmen sein Entwicklungsprojekt Lobo-Marte in Chile mit einer aktualisierten Wirtschaftlichkeitsrechnung voran.
Margen ziehen deutlich an
Im zweiten Quartal produzierte Kinross 492.326 Goldäquivalent-Unzen. Die operative Marge kletterte im Jahresvergleich um 42 Prozent auf 3.131 Dollar pro verkaufter Unze. Der operative Cashflow lag bei 1.145,9 Millionen Dollar, während die Gesamtkosten je Unze bei 1.821 Dollar blieben.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand die Prognose von rund zwei Millionen Goldäquivalent-Unzen. Die Kasse füllt sich weiter: Zum 30. Juni summierten sich die liquiden Mittel auf 2,7 Milliarden Dollar, die Netto-Cash-Position auf 1,9 Milliarden Dollar.
Aktienrückkäufe und Dividende
Kinross bleibt beim Ziel, 40 Prozent des freien Cashflows an Aktionäre auszuschütten. Im ersten Halbjahr kaufte der Konzern Aktien im Wert von 480 Millionen Dollar zurück, im Juli kamen weitere 40 Millionen Dollar hinzu. Zusammen mit der Dividende summiert sich die Kapitalrückführung seit Jahresbeginn auf rund 615 Millionen Dollar.
Der Vorstand hat für das zweite Quartal eine Dividende von 0,04 Dollar je Aktie beschlossen, zahlbar am 3. September 2026 an Aktionäre, die am 20. August 2026 im Register stehen. Seit April 2025 hat Kinross über eine Milliarde Dollar in Rückkäufen investiert — das entspricht etwa vier Prozent der ausstehenden Aktien.
Lobo-Marte als künftiger Ankerpunkt
Neben den Quartalszahlen aktualisierte Kinross die Wirtschaftlichkeitsdaten für Lobo-Marte in Chile. Das Heap-Leach-Projekt soll über eine Laufzeit von rund 15 Jahren im Schnitt 350.000 Unzen Gold jährlich liefern, bei Gesamtkosten von etwa 1.000 Dollar pro Unze. Die geschätzte Kapitalrendite liegt bei einem Barwert von 4,3 Milliarden Dollar und einer internen Verzinsung von 26 Prozent.
Die Umweltprüfung für das Projekt wird derzeit von der chilenischen Umweltbehörde bearbeitet, Engineering und Ausführungsplanung laufen nach Plan. Kinross will die geplanten Investitionen von rund 1,8 Milliarden Dollar über drei Jahre komplett aus dem eigenen operativen Cashflow finanzieren. Erste Goldproduktion peilt der Konzern für die frühen 2030er-Jahre an.
Mit starken Margen im laufenden Geschäft und einem finanzierbaren Wachstumsprojekt in der Pipeline verschafft sich Kinross Spielraum für beides — Ausschüttungen an Aktionäre und den Ausbau der Reserven für die kommenden Jahrzehnte.
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