Klöckner, Aktie

Klöckner Aktie: 151 Millionen Abschreibung auf Becker

Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 05:58 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Klöckner & Co verabschiedet sich von der Börse. Der US-Eigentümer Worthington Steel übernimmt die Führung und präsentiert neue Finanzkennzahlen.

Klöckner & Co: Delisting nach Übernahme durch Worthington Steel
Abstrakte Darstellung einer industriellen Umgebung mit metallischen Strukturen und schattiger Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Klöckner & Co verschwindet nach Jahrzehnten von der Frankfurter Wertpapierbörse. Der neue Mehrheitseigner Worthington Steel übernimmt nun die volle Kontrolle. Ein aktuelles US-Börsenfiling zeigt erstmals das Ausmaß der finanziellen Neuausrichtung unter amerikanischer Führung.

Pro-Forma-Zahlen für die US-Märkte

Worthington Steel hält mittlerweile 62 Prozent der Anteile an dem Stahlhändler. Durch das Delisting am 12. August endete die Ära im SDAX endgültig. In den USA legte der Mutterkonzern nun detaillierte Pro-Forma-Zahlen vor. Diese Berichte sollen die Transparenz am US-Kapitalmarkt erhöhen.

Der Mutterkonzern ist an der New York Stock Exchange notiert. Der Handel der Klöckner-Aktie in Deutschland endete bereits im August 2026. Dies markiert den Übergang in eine neue Berichtsstruktur. Die Führung will den Konzern nun ohne den Druck des öffentlichen Marktes restrukturieren.

Quartalsverlust durch hohe Abschreibungen

Inzwischen liegen die operativen Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Das Geschäft verlief in diesem Zeitraum stabil. Der Umsatz erreichte rund 1,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten stieg auf 63 Millionen Euro. Im ersten Quartal verbuchte das Unternehmen lediglich 46 Millionen Euro.

Ein massiver Abschreibungsbedarf belastete allerdings das Gesamtergebnis. Die Wertberichtigung für die Becker Gruppe betrug 151 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte Klöckner einen Verlust von 268 Millionen Euro.

Fokus auf den nordamerikanischen Markt

Die Führung in den USA treibt den Umbau konsequent voran. Klöckner will künftig vor allem in Nordamerika und Europa wachsen. Dabei stehen hochwertige Produkte und Dienstleistungen im Zentrum. Das Ziel: weniger Komplexität im Portfolio.

Für das Gesamtjahr 2026 konkretisiert das Management seine Ziele. Das operative Ergebnis soll zwischen 170 und 250 Millionen Euro liegen. Trotz schwankender Stahlpreise rechnet der Vorstand mit einem positiven operativen Cashflow. Dieser Wert wird voraussichtlich unter dem Niveau des Vorjahres bleiben.

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