Konecranes, Aktie

Konecranes Aktie: Minus 7,75 Prozent nach Zahlen

Veröffentlicht am: 23.10.2026 um 22:24 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Weniger Bestellungen und schwÀcherer Cashflow belasteten die Aktie, wÀhrend Umsatz und bereinigtes EBITA zulegten.
Abstrakte Darstellung einer industriellen Hafenanlage in stimmungsvollem Licht zur Symbolisierung des Industriesektors. Illustration mit AI erstellt.

Konecranes liefert starke Auslieferungen und hohe ProfitabilitÀt, aber zu wenige neue AuftrÀge. Die Aktie schloss am Freitag in Helsinki bei 26,44 Euro und verlor 7,75 Prozent. Damit zÀhlte sie zu den schwÀchsten Werten im OMX Helsinki 25, der insgesamt 0,40 Prozent nachgab.

Interessant ist der Verlauf: Am Vormittag lag das Minus nach den Zahlen zeitweise bei rund fĂŒnf Prozent, spĂ€ter bei etwa 2,7 Prozent. Der Abverkauf verschĂ€rfte sich also im weiteren Handel deutlich.

AuftrÀge verfehlen die Erwartungen

Der Auftragseingang sank im dritten Quartal um 12,0 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro. Er lag rund 13 Prozent unter dem Analystenkonsens. Besonders schwach war Port Solutions: Dort brachen die Bestellungen wĂ€hrungsbereinigt um 36,7 Prozent ein, weil große Orders fehlten. Das Book-to-Bill-VerhĂ€ltnis fiel erstmals seit einem Jahr unter 1,0.

Das Management spricht von typischer Schwankung im HafengeschĂ€ft. Die KundenaktivitĂ€t bleibe hoch, die Timing-Effekte seien im Quartal ungĂŒnstig gewesen. Der Auftragsbestand liegt mit 3,3 Milliarden Euro dennoch rund 8 Prozent ĂŒber Vorjahr.

Umsatz und Marge solide, Cashflow schwÀcher

Der Umsatz stieg um 11,4 Prozent auf 1,10 Milliarden Euro, getragen von Port Solutions mit starken Lieferungen. Das bereinigte EBITA kletterte auf 172,2 Millionen Euro. Die Marge sank allerdings auf 15,6 Prozent, nach dem Rekordwert von 16,7 Prozent im Vorjahresquartal.

Das Ergebnis enthĂ€lt eine RĂŒckerstattung von US-Zöllen in Höhe von rund 8 Millionen Euro. Ohne diesen Effekt lag das EBITA etwa ein Prozent unter dem Konsens. Der Servicebereich erzielte mit 23,7 Prozent eine Rekordmarge. Industrial Equipment enttĂ€uschte dagegen: Die Marge fiel auf 10,9 Prozent, nach 14,1 Prozent. Der freie Cashflow lag mit 145,8 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert und rund 15 Prozent unter den Erwartungen.

Die Jahresprognose bleibt unverĂ€ndert. Konecranes erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau oder darĂŒber und eine etwa stabile bereinigte EBITA-Marge. Der Markt hatte laut Konsens beim Umsatz mit drei Prozent Wachstum gerechnet. Die Prognose fĂ€llt damit vorsichtiger aus.

Strategie als Gegengewicht

Im September hatte der Konzern eine ĂŒberarbeitete Strategie mit höheren Finanzzielen vorgestellt und ein AktienrĂŒckkaufprogramm gestartet. Am Freitag folgte ein Kapitalmarkttag, auf dem das Management diese Ziele erlĂ€uterte. Der Konzern hĂ€lt zudem eine Netto-Cash-Position von 107,6 Millionen Euro.

Der nĂ€chste Termin steht fest: Die Bilanz fĂŒr das Gesamtjahr 2026 legt Konecranes am 4. Februar 2027 vor. Dann zeigt sich, ob Port Solutions die verschobenen Bestellungen nachholt.

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