Konrad-Duden-Journalistenpreis 2024 geht an Anja ReumschĂŒssel
22.01.2024 - 09:15:00 | pressetext.deIn ihrem Artikel "Marlon soll leben" erzĂ€hlt Anja ReumschĂŒssel die Geschichte des kleinen Marlon. Ein ungeborenes Kind, von dem viele dachten, es hĂ€tte keine Chance, jemals die Welt auĂerhalb des Mutterleibs kennenzulernen. WĂ€re da nicht seine Mutter gewesen, die selbst recherchierte und nach Möglichkeiten suchte, ihr Wunschkind zu retten. Die sich traute, Zweitmeinungen einzuholen und den Mut hatte, ihr Baby wĂ€hrend der Schwangerschaft operieren zu lassen.
"Marlon soll leben" ist eine bewegende Geschichte. Sie deckt eine Thematik auf, die nachdenken lĂ€sst. Nachdenken darĂŒber, warum es nur so wenige Experten im Bereich der PrĂ€nataldiagnostik in Deutschland gibt. Warum sich Eltern selbst auf die Suche nach Informationen und Behandlungsmöglichkeiten machen mĂŒssen, die Leben retten könnten. Warum ein Leben aufgegeben wird, obwohl die Möglichkeit besteht, es zu retten. "Die gelungene Mischung aus EmotionalitĂ€t und Fakten in ihrem Text sowie ihr Umgang mit der deutschen Sprache machen Anja ReumschĂŒssel zur verdienten Siegerin", betonte Sigrid Baum, Jury-Vorsitzende und Vorsitzende des Presseclubs Niederrhein, in ihrer Laudatio.
Einem spannenden Krimi gleich hat Niclas Seydack seinen zweitplatzierten Artikel "Blutnacht" aufgebaut. Zwei MĂ€nner fliehen aus dem GefĂ€ngnis. Ein Zufall fĂŒhrt sie in die bayrische Kleinstadt Laaber. Die beiden TĂ€ter erschieĂen in einem Gasthaus vier Menschen, zwei weitere ĂŒberlebten schwer verletzt. AnschlieĂend fliehen die TĂ€ter und nehmen unterwegs Geiseln. Der Autor erzĂ€hlt die Geschichte wie einen Roman und lĂ€sst den Leser auf diese Weise gefĂŒhlt dabei sein.
Die sehr einfĂŒhlsame Reportage von Tim Winter errang den dritten Platz. Im Text "Balanceakt" geht es um den Jungen Jon aus Kenia, der es aus einem Slum an die groĂe Artistenschule in Rotterdam geschafft hat. Und welchen Preis er fĂŒr die ErfĂŒllung seines Lebenstraums zahlte.
Verliehen wurde der Konrad-Duden-Journalistenpreis zum siebten Mal. Die Konkurrenz war gewohnt stark. BĂŒrgermeisterin Ulrike Westkamp zeigte sich in ihrem GruĂwort beeindruckt davon, wie das ohnehin hohe Niveau der prĂ€mierten BeitrĂ€ge seit der Premiere in 2012 von Mal zu Mal wachse.
Die durch WeselMarketing organisierte Veranstaltung fand am Samstag in der Aula der Musik- und Kunstschule statt. Die PreistrĂ€gerin und die beiden PreistrĂ€ger wurden dabei in einem feierlichen Rahmen gewĂŒrdigt. Moderiert wurde die Verleihung von der bekannten Poetry-Slammerin Sandra Da Vina. Musikalische BeitrĂ€ge lieferten Fatima Karina Bödeker (Saxophon) und Jakob StrĂ€Ăner (Cello).
Umfassende Informationen zum Konrad-Duden-Journalistenpreis und die GewinnerbeitrÀge in voller LÀnge finden Interessierte im Internet unter: https://www.wesel.de/journalistenpreis
Zu Ehren Konrad Dudens, der am 3. Januar 1829 auf Gut Bossigt in Lackhausen geboren wurde, verleiht die Stadt Wesel gemeinsam mit dem Presseclub Niederrhein sowie dem Dudenverlag den Konrad-Duden-Journalistenpreis an junge deutsche Journalisten. Seit der EinfĂŒhrung im Jahr 2012 entwickelte sich der Weseler Journalistenpreis zu einer begehrten Auszeichnung fĂŒr herausragende sprachliche Berichterstattung mit eigenem Wikipedia-Eintrag. Print, Online, Hörfunk oder Fernsehen â gute Inhalte mit einer korrekten Sprache sind Grundvoraussetzung fĂŒr ein erfolgreiches Abschneiden beim Konrad-Duden-Journalistenpreis. Vergeben werden Preisgelder in Höhe von insgesamt 3.500 Euro (1. Platz: 2.000 Euro, 2. Platz: 1.000 Euro, 3. Platz: 500 Euro). Die nĂ€chste Verleihung findet im Jahr 2026 statt.
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Aussender: Baum-Kommunikation Ansprechpartner: Sigrid Baum Tel.: +49 2835 440124 E-Mail: sigrid.baum@baum-kommunikation.de Website: www.baum-kommunikation.de
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