Kuehne, Nagel Aktie: Rahmenvertrag mit Jungheinrich geschlossen
Veröffentlicht am: 28.09.2026 um 21:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kuehne+Nagel stellt die Bewirtschaftung seiner europĂ€ischen Lagerstandorte auf eine neue Basis. Der Logistikkonzern hat am heutigen Montag eine mehrjĂ€hrige internationale Rahmenvereinbarung mit Jungheinrich ĂŒber rund 5.000 Flurförderzeuge geschlossen. Die Aktie von Kuehne+Nagel gab im Tagesverlauf um 0,3 Prozent nach und notierte bei 240,70 Euro.
GroĂauftrag ĂŒber 5.000 Flurförderzeuge
Der Kontrakt regelt die langfristige Bereitstellung, Miete und Betreuung von Hub- und Lagertechnik in mehreren europĂ€ischen LĂ€ndern. Dabei kombiniert die maĂgeschneiderte Lösung KN-RFM+ eine feste Kernflotte mit flexibel skalierbaren MietgerĂ€ten. Um BetriebsablĂ€ufe zu optimieren, kommen in den Lagern vor allem Flurförderzeuge mit Lithium-Ionen-Technologie zum Einsatz.
Mit dem Rahmenvertrag vereinheitlicht der Logistikdienstleister die Steuerung seiner europĂ€ischen UmschlagplĂ€tze. Ein zentrales Flottenmanagement soll dabei fĂŒr mehr Transparenz und eine verlĂ€sslichere Auslastung sorgen. Jungheinrich zĂ€hlte in Frankreich und Italien sowie den Benelux-LĂ€ndern bereits zuvor zu den Flottenpartnern. Die neue Struktur schafft nun das Fundament, die Kooperation mittelfristig auf weitere MĂ€rkte auszudehnen.
Elektrifizierung des europĂ€ischen StraĂentransports
Parallel zur Lagerlogistik treibt Kuehne+Nagel die Dekarbonisierung des Fuhrparks auf der StraĂe voran. FĂŒr lĂ€ngere Strecken ergĂ€nzen vier vollelektrische Sattelzugmaschinen des Typs Mercedes-Benz eActros 600 die Flotte. Die Fahrzeuge verfĂŒgen ĂŒber eine BatteriekapazitĂ€t von 600 Kilowattstunden und bieten unter realen Bedingungen eine Reichweite von mindestens 500 Kilometern.
Im regionalen Verteilerverkehr setzt das Unternehmen bereits seit 2023 an zahlreichen französischen Standorten auf elektrische Lastwagen. Diese Einheiten legten nach Unternehmensangaben bereits mehr als 3,6 Millionen Kilometer im laufenden Betrieb zurĂŒck. Zudem prĂŒft der Konzern den schrittweisen Aufbau passender Ladeinfrastrukturen an wichtigen Logistikparks.
Effizienzschritte stÀrken das Profil
Die standardisierte Flottensteuerung federt saisonale Umschlagspitzen ab und soll Fixkosten in den Logistikzentren nachhaltig senken. Durch die flexible Mischung aus festen GerÀten und Mieteinheiten kann der Konzern schnell auf wechselnde Frachtmengen reagieren. Gleichzeitig erhöht die Umstellung auf moderne Batterietechnik die operative Planungssicherheit im TagesgeschÀft.
Anleger blicken gelassen auf die kontinuierliche Modernisierung des Netzwerks. Mit einem Zuwachs von 31 Prozent seit Jahresanfang spiegelt der Titel das Vertrauen der Investoren in die langfristige Ausrichtung des Konzerns wider.
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