Lanxess, Aktie

Lanxess Aktie: Jefferies senkt Kursziel

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 09:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Jefferies reduziert die Ergebnisprognose für Lanxess; Kostendruck und Nachfragerisiken belasten den Ausblick des Chemiekonzerns.

Chemieanlage mit Destillationstürmen und Kühltürmen bei Sonnenuntergang
Lanxess AG (DE0005470405) betreibt Spezialchemie-Anlagen mit Tanks und Türmen im Abendlicht am Rhein Illustration mit AI erstellt.

Die Aktie von Lanxess gerät am heutigen Freitag spürbar unter Abgabedruck. Nach einer skeptischen Analystenstimme fällt der Kurs im Xetra-Handel um 5,0 Prozent auf 12,27 Euro. Damit summiert sich der Verlust seit Beginn des Jahres auf 30 Prozent.

Skepsis wegen schwindendem Rückenwind

Verantwortlich für die frische Zurückhaltung ist das Analysehaus Jefferies. Analyst Marcus Dunford-Castro senkte das Kursziel für den Kölner Spezialchemiekonzern. Die Einstufung beließ er unverändert auf „Underperform“.

Als Begründung führte der Experte nachlassende Impulse an. Der Höhepunkt des Preisauftriebs infolge des Nahost-Kriegs dürfte im dritten Quartal 2026 erreicht sein. Vor diesem Hintergrund kürzte Dunford-Castro seine Prognose für das operative Ergebnis im laufenden Quartal.

Dieser Wert liegt leicht unter dem Marktkonsens. Neben dem abflauenden Preisauftrieb sieht der Analyst wachsenden Kostendruck sowie spürbare Nachfragerisiken auf das Unternehmen zukommen.

Belastungen für die gesamte Chemiebranche

Mit dieser vorsichtigen Haltung steht Jefferies im europäischen Chemiesektor nicht allein da. Auch die Analysten von JPMorgan warnten davor, dass die Sonderkonjunktur infolge der geopolitischen Lage im Nahen Osten ausläuft. Hohe Energiekosten und eine verhaltene globale Nachfrage begrenzen den Spielraum der Hersteller zunehmend.

Für Lanxess verschärft die verhaltene operative Entwicklung die Lage. Bereits im zweiten Quartal 2026 wies der Konzern einen Verlust je Aktie von 0,62 Euro aus. Für das Gesamtjahr 2026 rechnen Analysten im Schnitt weiterhin mit einem Fehlbetrag von 0,221 Euro je Anteilsschein.

Meldepflichten und anstehende Quartalszahlen

Parallel zu den Analysteneinschätzungen veränderten sich zuletzt die Aktionärsstrukturen. Die britische Großbank Barclays meldete eine Verschiebung ihrer Beteiligung an Lanxess. Der Rest wird über Finanzinstrumente gehalten.

Ob sich die trüben Erwartungen bestätigen, zeigt sich im Spätherbst. Lanxess plant die Veröffentlichung der detaillierten Geschäftszahlen für das dritte Quartal.

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