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Leonardo Drs Aktie: Drohnenabwehr-Auftrag

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der US-Vertrag eröffnet DRS Zugang zu Ausschreibungen; tatsÀchliche Erlöse hÀngen von spÀter vergebenen EinzelauftrÀgen ab.

Leonardo DRS erhÀlt Drohnenabwehr-Rahmenvertrag mit 500-Millionen-Dollar-Obergrenze
Moderne Radartechnologie und Verteidigungssysteme in einer atmosphÀrischen, technologisch geprÀgten Industrielandschaft. Illustration mit AI erstellt.

Leonardo DRS sichert sich einen Rahmenvertrag fĂŒr die Drohnenabwehr der US-StreitkrĂ€fte. Der Auftrag ist allerdings deutlich weniger gewiss, als die große Zahl vermuten lĂ€sst.

Rahmenvertrag mit Obergrenze

Die Joint Interagency Task Force 401 vergibt einen IDIQ-Vertrag mit einer Obergrenze von 500 Millionen Dollar und drei Jahren Laufzeit. Die Behörde will damit geprĂŒfte Technologien gegen unbemannte Flugsysteme schneller zu den EinsatzkrĂ€ften bringen. DRS soll dafĂŒr integrierte Sensorik fĂŒr den Schutz von Truppen und die Luftverteidigung in niedriger Höhe liefern.

Entscheidend ist die Vertragsform. Ein IDIQ garantiert weder AuftrĂ€ge noch Mittel. DRS darf lediglich an Ausschreibungen fĂŒr einzelne Task Orders teilnehmen, und erst diese bringen tatsĂ€chlichen Umsatz. Die 500 Millionen Dollar markieren also die Decke, nicht die Erwartung.

Technologisch stĂŒtzt sich das Unternehmen vor allem auf seine Radarsparte RADA Technologies. Sie fertigt taktische Radarsysteme zur Erkennung und Verfolgung von Drohnen, Raketen, Artillerie- und Mörsergeschossen. Konzernchef John Baylouny verweist auf eine Bedrohungslage, die sich schneller entwickle denn je.

WĂ€rmebild-Auftrag am Vortag

Bereits am Dienstag meldete DRS einen weiteren Zuschlag. Das Entwicklungskommando der US-Armee, DEVCOM C5ISR, beauftragt das Unternehmen im Rahmen der Initiative DUTCH, ungekĂŒhlte WĂ€rmebildkamerakerne mit hoher Auflösung und hoher Bildrate vorzufĂŒhren. Einsatzfelder reichen von Drohnen ĂŒber Lenkflugkörper-Suchköpfe bis zu Waffenvisieren und NachtsichtgerĂ€ten.

Der Zuschlag fĂŒgt sich in dieselbe Linie: Sensorik fĂŒr unbemannte und Drohnenabwehr-Anwendungen. DRS baut dafĂŒr seine Fertigung aus. Die Kameras werden an zwei Standorten in Dallas und Melbourne montiert und getestet, parallel erweitert der Konzern seine Zulieferbasis. Ein Auftragsvolumen nennt das Unternehmen fĂŒr DUTCH nicht.

Einordnung

Beide Meldungen unterstreichen, wie stark DRS auf wachsende Nachfrage nach Sensorik und Drohnenabwehr setzt. Die Aktie schloss am Dienstag bei 35,16 Dollar und lag vorbörslich am Mittwoch leicht im Minus. SpĂŒrbare Umsatzeffekte hĂ€ngen davon ab, ob DRS in den kommenden drei Jahren Task Orders unter dem JIATF-Vertrag gewinnt.

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