Lockheed Martin Aktie: Endmontage in Emmen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 16:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Lockheed Martin baut seine Fertigung aus – diesmal gleich an zwei Fronten. In Texas wächst die Munitionsproduktion, in der Schweiz rückt ein neuer Standort für den Kampfjet F-35 ins Zentrum.
Emmen wird F-35-Standort
Die bundeseigene Ruag und Lockheed Martin haben ihre Zusammenarbeit im Projekt Rigi vertraglich festgezurrt. Emmen im Kanton Luzern soll damit einer von weltweit nur vier Standorten für Endmontage und Testing der F-35 werden. Das teilte die Ruag am Donnerstag mit.
Für den US-Konzern bedeutet das zusätzliche europäische Kapazität bei seinem wichtigsten Kampfflugzeugprogramm. Die vertragliche Definition bildet laut Ruag den Kern der Kooperation.
Texas: Munition im Takt der Nachfrage
Bereits am Mittwoch hatte Lockheed Martin angekündigt, die Produktion kritischer Munition in Texas hochzufahren. Das Unternehmen erwartet dadurch 6.000 neue Arbeitsplätze in den USA, davon 2.000 in Texas.
Herzstück ist der Standort Grand Prairie. Dort investiert der Konzern 300 Millionen Dollar und vergrößert die Fläche auf mehr als 735.000 Quadratfuß. Neu entstehen Kapazitäten für Automatisierung, digitale Fertigung und hochpräzise Zerspanung.
Mit an Bord ist Hadrian. Das Unternehmen installiert in Grand Prairie eine hochautomatisierte Fertigungszelle mit 24 Maschinen, die Lockheed-Mitarbeiter betreiben sollen. Der Start ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Fertigung wie in der Autoindustrie
Der Konzern spricht von einem Modell für „Geschwindigkeit, Skalierung und nachhaltige Produktion“. Es verbindet Methoden aus Rüstung und kommerzieller Industrie. Das knüpft an die jüngst angekündigte Zusammenarbeit mit GM Defense an, bei der Know-how aus der Automobilfertigung in die Rüstungsproduktion fließen soll.
An der Börse kam die Nachricht gut an. Die Aktie schloss am Mittwoch an der New Yorker Börse 3,61 Prozent höher bei 522,23 Dollar.
Als nächster konkreter Termin steht der Anlauf der Hadrian-Zelle in Grand Prairie an, der für Anfang 2027 geplant ist.
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