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Lockheed Martin Aktie: Weltraum-Budget lockt

Veröffentlicht am: 16.09.2026 um 07:50 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der US-Weltraumetat könnte 2027 auf 71,3 Milliarden Dollar steigen. Lockheed Martin profitiert bei Frühwarnsatelliten, doch der Kongress entscheidet.

Rüstungswerk mit Hangar, Radarturm und unmarkiertem Kampfjet in der Abenddämmerung
Fotorealistische Werksanlage von Lockheed Martin (ISIN US5398301094) mit Hangar und unmarkiertem Tarnkappenjet bei Dämmerung Illustration mit AI erstellt.

Die Space Force soll ihr Budget für 2027 mehr als verdoppeln – von 31,9 Milliarden auf 71,3 Milliarden Dollar. Für Lockheed Martin bedeutet das ein wachsendes Geschäftsfeld, wenn auch nicht das größte Stück vom Kuchen.

Ausgangspunkt der Debatte war eine ungewöhnlich offene Ansage: Der Zivilchef des US-Luftwaffenministeriums bestätigte erstmals öffentlich, dass die USA Waffen im Weltraum stationiert haben. Details nannte er nicht – die Botschaft allein soll abschrecken. Für die Rüstungsindustrie ist das ein politisches Signal: Der Kongress diskutiert nun über Summen, die noch vor wenigen Jahren als Science-Fiction gegolten hätten.

Lockheed Martin bekommt einen Teilauftrag

Vom größten offenen Einzelposten des Antrags, dem Satellitennetz SB-AMTI mit 7,90 Milliarden Dollar, profitiert vor allem SpaceX mit einem Auftrag über 4,16 Milliarden Dollar.

Lockheed Martin ist an anderer Stelle im Spiel: Das Unternehmen baut die geosynchronen Satelliten der Raketenfrühwarnung Next-Gen OPIR, für die 2027 insgesamt 1,50 Milliarden Dollar vorgesehen sind. Ein solides, aber kein dominierendes Auftragsvolumen im Vergleich zu den SpaceX-Zuschlägen.

Wichtig für Anleger: Der Antrag ist noch kein Gesetz. Bis zum 11. Dezember gilt ein Übergangshaushalt auf Vorjahresniveau, und das Repräsentantenhaus sieht in seinem Entwurf bislang nur 55,5 Milliarden Dollar vor. Ein Teil der Differenz hängt an einem noch offenen Zusatzpaket – das Weltraum-Budget bleibt damit vorerst Verhandlungssache.

F-35 als zweite Baustelle

Parallel zur Weltraum-Debatte läuft für Lockheed Martin das klassische Geschäft weiter. Deutschland und die USA haben eine Absichtserklärung zum Ausbau ihrer Rüstungskooperation unterzeichnet, die unter anderem Entwicklung, Produktion und Lizenzfertigung von Waffensystemen umfasst.

Konkret sichtbar wird das im texanischen Fort Worth: Dort übergibt Lockheed Martin den ersten von Deutschland bestellten F-35-Tarnkappenjet – Teil einer Bestellung über 35 Maschinen, die die veraltete Tornado-Flotte der Bundeswehr ersetzen sollen.

Für Lockheed Martin verknüpfen sich damit zwei Wachstumslinien: das etablierte F-35-Programm mit europäischen Nato-Partnern und das aufstrebende Weltraumgeschäft, dessen Finanzierung erst noch durch den US-Kongress muss. Die endgültige Mittelfreigabe für 2027 dürfte sich frühestens nach dem Ablauf des Übergangshaushalts im Dezember klären.

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