LPKF, Laser

LPKF Laser Aktie: Prognose bestÀtigt, LIDE soll tragen

Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 06:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Umsatz ging zurĂŒck und der bereinigte EBIT-Verlust wuchs; Analysten sehen dennoch Potenzial in der mittelfristigen LIDE-Skalierung.
PrÀziser Industrielaser bei der Bearbeitung eines Glassubstrats in einer hochtechnologischen Laborumgebung. Illustration mit AI erstellt.

Bei LPKF Laser treffen schwache GeschĂ€ftszahlen auf Zuversicht fĂŒr die mittelfristige Entwicklung. Am Freitag reagierte die Aktie auf den Neunmonatsbericht mit -7,7%. Belastend wirkten das schwache SolargeschĂ€ft und verzögerte Advanced-Packaging-AuftrĂ€ge. FĂŒr Anleger steht damit weniger die bestĂ€tigte Jahresprognose im Mittelpunkt als die Frage, worauf die Erwartungen an eine Erholung beruhen.

Operative SchwĂ€che bleibt der Maßstab

In den ersten neun Monaten 2026 sank der Umsatz um 28,1% auf 60,3 Mio. EUR. Damit fehlt dem Unternehmen ein erheblicher Teil des GeschÀftsvolumens aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Die UmsatzschwĂ€che schlĂ€gt sich auch im operativen Ergebnis nieder. Die Aussicht auf kĂŒnftiges GeschĂ€ft steht damit einer bereits sichtbaren Belastung gegenĂŒber. Eine bestĂ€tigte Prognose bedeutet unter diesen UmstĂ€nden noch keine operative Entwarnung.

Das bereinigte EBIT lag bei ?8,9 Mio. EUR nach ?0,8 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Der Verlust hat sich damit deutlich ausgeweitet.

Jahresprognose setzt einen begrenzten Rahmen

LPKF bestĂ€tigte die vor rund einem Monat gesenkte Jahresprognose. Sie sieht einen Umsatz von 93–100 Mio. EUR vor. FĂŒr die bereinigte EBIT-Marge reicht die Spanne von -7,0% bis -2,5%.

Damit bleibt die Planung ĂŒber die gesamte Ergebnisspanne im negativen Bereich. Ihre BestĂ€tigung ist folglich nicht mit einer RĂŒckkehr in die operative Gewinnzone gleichzusetzen. Sie steckt vielmehr den Rahmen ab, innerhalb dessen LPKF das laufende GeschĂ€ftsjahr abschließen will.

Die vor gut drei Wochen behandelten Verzögerungen im Solar- und Advanced-Packaging-GeschĂ€ft bilden dabei einen wichtigen Hintergrund. Entscheidend fĂŒr die Einordnung ist die Trennung zwischen verschobenen AuftrĂ€gen und bereits ausgewiesenen Erlösen: Die Erwartungen ersetzen noch keine Umsatzrealisierung.

LIDE trÀgt die mittelfristige Perspektive

In seiner EinschÀtzung vom Freitag verwies Montega-Analyst Nicklas Frers auf die mittelfristige LIDE-Skalierung. Die Quartalszahlen beschrieb er als vom schwachen SolargeschÀft geprÀgt.

MPCM-Analyst Malte Schaumann schrieb am Freitag laut dpa-AFX, die schwache Umsatzentwicklung habe das etwas bessere operative Ergebnis ĂŒberlagert. Das LIDE-Thema sei intakt.

Beide EinschĂ€tzungen richten den Blick damit ĂŒber die unmittelbare GeschĂ€ftsschwĂ€che hinaus. Sie belegen jedoch keinen bereits vollzogenen Ergebnisumschwung. Genau diese Trennung ist fĂŒr Anleger wesentlich: Die mittelfristige Perspektive kann positiv beurteilt werden, wĂ€hrend Umsatz und Ergebnis zunĂ€chst weiter belasten.

Am 24.03.2027 steht die Veröffentlichung des GeschĂ€ftsberichts 2026 an. Dann lĂ€sst sich prĂŒfen, wo LPKF innerhalb des bestĂ€tigten Prognoserahmens abgeschlossen hat.

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