Lufthansa, Aktie

Lufthansa Aktie: Teyssen kritisiert verlorenen Anschluss

Veröffentlicht am: 25.09.2026 um 15:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die Lufthansa liegt bei der ProfitabilitÀt hinter europÀischen Rivalen; Teyssen verlangt schnellere Entscheidungen und stÀrkere internationale Ausrichtung.

Weißes Passagierflugzeug beim Start in goldenes Abendlicht auf einer Landebahn
Fotorealistisches Stockbild fĂŒr Deutsche Lufthansa AG (ISIN DE0008232125): Ein generisches, ungebrandetes Verkehrsflugzeug beim Start in warmem goldenem Abendlicht auf einer langen Landebahn, dramatischer Sonnenuntergang im Hintergrund Illustration mit AI erstellt.

Lufthansa gerĂ€t im europĂ€ischen Luftverkehr gegenĂŒber der Konkurrenz ins Hintertreffen. Aufsichtsratschef Johannes Teyssen mahnte in einem internen GesprĂ€ch, ĂŒber das die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute berichtet, deutliche Verbesserungen an. Seine Diagnose fĂ€llt unmissverstĂ€ndlich aus: Der Konzern habe den Anschluss an die europĂ€ische Spitze verloren. Insbesondere die Kernmarke bleibe das grĂ¶ĂŸte Sorgenkind des Konzerns.

Deutliche MargenlĂŒcke zur europĂ€ischen Konkurrenz

Hintergrund der offenen Kritik ist die wirtschaftliche Entwicklung im zweiten Quartal 2026.

Die europĂ€ischen Rivalen zogen derweil davon: Air France-KLM erzielte im gleichen Zeitraum eine Marge von ĂŒber 5 Prozent, wĂ€hrend die IAG-Gruppe mit ihren Marken British Airways und Iberia sogar auf mehr als 10 Prozent kam.

Zwar lobte Teyssen die technische QualitÀt, die operative Leistung sowie die Sicherheitskultur des Konzerns. Die rein wirtschaftliche Ertragskraft reiche im internationalen Vergleich jedoch nicht aus. Vor diesem Hintergrund forderte der Aufsichtsratschef schnellere Entscheidungswege und eine stÀrkere internationale Ausrichtung.

Teurer Treibstoff verschÀrft den Spardruck

Erschwert wird die Aufholjagd durch das Branchenumfeld. Reine KapazitÀtsanpassungen reichen nach Ansicht des Analysehauses nicht aus, um diesen Kostenanstieg vollstÀndig abzufedern.

Parallel treibt der Konzern sein bestehendes Sparprogramm voran. Bis zum Jahr 2028 sollen die Kosten um insgesamt 2,5 Milliarden Euro sinken. WÀhrend Vorstandschef Carsten Spohr Anfang August betonte, das Vorhaben liege auf Kurs, schloss Aufsichtsratschef Teyssen zusÀtzliche Anstrengungen nicht aus, sollte sich die Lage weiter zuspitzen.

Bei den Tarifkonflikten rund um das 100-jĂ€hrige Bestehen der Airline schlug Teyssen versöhnliche Töne an: Es gebe keine grundlegend gegensĂ€tzlichen Interessen zwischen den Tarifparteien, sondern lediglich Meinungsverschiedenheiten ĂŒber den einzuschlagenden Weg.

Anleger blicken auf die November-Zahlen

An der Börse reagierten die Marktteilnehmer verhalten optimistisch auf die offenen Worte zur Konzernstrategie. Die Lufthansa-Aktie notiert heute bei 7,70 Euro, was einem Zuwachs von 1,3 Prozent entspricht.

Ob das Management die ProfitabilitĂ€tslĂŒcke rasch verkleinern kann, dĂŒrften die nĂ€chsten Zwischenergebnisse zeigen.

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