Mahlweizen, USDA

Mahlweizen: USDA senkt US-Produktion um 5 Millionen Scheffel

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 04:38 Uhr | Redaktion boerse-global.de

USDA korrigiert Weizenversorgung deutlich nach unten. Preise steigen, Exporteure kĂ€mpfen mit logistischen HĂŒrden und ErnteausfĂ€llen.

USDA senkt Prognosen: Mahlweizen-Angebot schrumpft weltweit
Goldene WeizenĂ€hren auf einem weiten Feld bei natĂŒrlichem Tageslicht. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wirbelt den Getreidemarkt auf. Mit dem aktuellen WASDE-Bericht korrigiert die Behörde die Erwartungen an die weltweite Versorgung deutlich nach unten. Die Folge ist eine spĂŒrbare Unruhe bei den Preisen fĂŒr Mahlweizen.

US-BestĂ€nde schrumpfen spĂŒrbar

Die Prognose fĂŒr die US-Mahlweizenproduktion im Wirtschaftsjahr 2026/27 liegt nun bei 1,531 Milliarden Scheffel. Das entspricht einer KĂŒrzung um fĂŒnf Millionen Scheffel gegenĂŒber der Juli-SchĂ€tzung. Vor allem die Sorten Hard Red Winter und Durum leiden unter geringeren ErtrĂ€gen.

Parallel dazu sinken die projizierten EndbestĂ€nde in den USA auf 717 Millionen Scheffel. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen RĂŒckgang um 22 Prozent. Die US-Behörde hob daraufhin den erwarteten Durchschnittspreis ab Hof an. Er wird nun mit 6,20 Dollar pro Scheffel taxiert.

Ernteverluste in Europa

Indes belasten extreme Wetterbedingungen die Ernten in Übersee. In der EuropĂ€ischen Union und in Großbritannien drĂŒckten anhaltend hohe Temperaturen die ErtrĂ€ge wĂ€hrend der Reifephase. Das USDA strich die dortigen Produktionserwartungen zusammen.

Zwar stiegen die globalen EndbestÀnde auf dem Papier leicht auf 273,3 Millionen Tonnen an. Dieser Zuwachs basiert jedoch primÀr auf Korrekturen der AnfangsbestÀnde in Russland und der Ukraine. Die aktuelle Marktstimmung bleibt aufgrund drohender LieferausfÀlle angespannt.

Reichen die geplanten 46 Millionen Tonnen Weizenexporte aus Russland aus, um das weltweite Defizit aufzufangen? Marktteilnehmer Ă€ußern daran erhebliche Zweifel. Die logistischen Probleme in den HĂ€fen und der anhaltende regionale Konflikt erschweren die Ausfuhren massiv. Viele Experten halten die SchĂ€tzungen der US-Behörde daher fĂŒr zu gewagt.

Preise an den TerminmÀrkten ziehen an

Die Reaktionen an den Börsen folgten prompt. In Chicago schlossen die Weizenkontrakte fĂŒr September bei 6,5275 Dollar pro Scheffel. Das ist ein Anstieg um mehr als 22 Cent im Vergleich zum Vortag. Auf Jahressicht verteuerte sich Mahlweizen damit um knapp 30 Prozent.

Auch der Teucrium Wheat Fund verzeichnete Kursgewinne. Der Marktwert des Fonds stieg um 0,86 Prozent und schloss bei 24,57 Dollar. Die Nachfrage bleibt hoch, obwohl die US-Exporte schwÀcheln.

Ende Juli erreichten die Exportzusagen der USA lediglich 265 Millionen Scheffel. Das sind rund 30 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Markt fokussiert sich nun darauf, ob die tatsÀchlichen Erntemengen im SpÀtsommer die knappen Prognosen bestÀtigen.

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